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	<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Boris+Seewald</id>
	<title>InfoWissWiki - Das Wiki der Informationswissenschaft - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10490</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
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		<updated>2008-05-10T17:00:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: /* Zur Norm 9241-10 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung), auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10489</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
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		<updated>2008-05-10T16:57:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: /* 7. Lernförderlichkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung), auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
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		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
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		<updated>2008-05-10T16:57:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: /* 6. Individualisierbarkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung), auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10487</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10487"/>
		<updated>2008-05-10T16:57:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: /* 5. Fehlertoleranz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung), auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10486</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
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		<updated>2008-05-10T16:50:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: /* 4. Erwartungskonformität */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung), auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10485</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10485"/>
		<updated>2008-05-10T16:50:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: /* 7. Lernförderlichkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung), auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10484</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10484"/>
		<updated>2008-05-10T16:50:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: /* Grundsätze der Dialoggestaltung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung), auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10483</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10483"/>
		<updated>2008-05-10T16:49:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung), auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10481</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10481"/>
		<updated>2008-05-10T16:48:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: /* 3. Steuerbarkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung), auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10480</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10480"/>
		<updated>2008-05-10T16:47:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: /* 6. Individualisierbarkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung), auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10479</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10479"/>
		<updated>2008-05-10T16:46:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: /* 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung), auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10478</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10478"/>
		<updated>2008-05-10T16:44:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: /* Grundsätze der Dialoggestaltung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung, auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10477</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10477"/>
		<updated>2008-05-10T16:43:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: /* 6. Individualisierbarkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung, auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10476</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10476"/>
		<updated>2008-05-10T16:43:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: /* 5. Fehlertoleranz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung, auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10475</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10475"/>
		<updated>2008-05-10T16:41:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: /* Grundsätze der Dialoggestaltung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind in sieben Hauptpunkte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung, auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10474</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10474"/>
		<updated>2008-05-10T16:40:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind unter sieben Hauptpunkten zusammengefasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung, auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Steuerbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen, z.B. Abbruch, Wiederaufnahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UNDO-Fähigkeiten des Systems (z.B. Rückgängig-Funktionen, Wiederaufnahmepunkte, Wiederherstellungsfunktionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Steuerung von Informationsmenge und Ausgabeart ermöglichen (Menge der angezeigten Daten reduzierbar, Erhöhung der Übersichtlichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Erwartungskonformität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Erwartungskonformität gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einheitlichkeit in Darstellung und Bedienung (z.B. gleiche Funktion immer gleich positioniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ähnlichkeit der Abläufe (d.h. ähnliche Arbeitsabläufe sind dargestellt mit ähnlichen Dialogverläufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*WYSIWYG - What You See Is What You Get (d.h. möglichst unmittelbare Rückmeldung über die Folgen der Eingabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Antwortzeiten kalkulierbar machen und Rückmeldung zum Bearbeitungszustand geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Fehlertoleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Fehlertoleranz gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabefehler sind zu leicht entdecken und deren Vermeidung wird unterstützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzereingaben sollten nicht zu undefinierten Systemzuständen/-abbrüchen führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_04.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''''Abb. 04: Systemabbruch: Deadlock-Situation''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auftretende Fehler sollten auch erläutert werden (evtl. ausführlichere Erläuterung optional anbieten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlerbehebung sollte möglichst unmittelbar angeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_05.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 05: Beispiel für unmittelbare Rückmeldung und Fehlerbehebung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Individualisierbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Individualisierbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Accessibility|Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erlauben alternativer Darstellungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Umfang von Systemerläuterungen anpassbar gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterschiedliche Dialogtechniken anbieten (z.B. Kommandoeingabe, Menüoption, Maussteuerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anpassung an Arbeitskontext und -aufgaben (z.B. individualisierte Makros, anpasspare Voreinstellungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_06.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 06: Individuell angepasster Arbeitskontext''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_07.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 07: Symbolleisten als Arbeitshilfen sind frei positionierbar und individuell anpassbar''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Lernförderlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Lernförderlichkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Regeln und Konzepte des Systems sollten dem Benutzer zugänglich sein (zugrundeliegendes Modell ist anzeigbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung von Lernstrategien (&amp;quot;learning-by-doing&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederauffrischen von Gelerntem unterstützen (z.B. durch Kurzhinweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN, Deutsches Institut für Normung e.V.: Ergonomische Anforderungen für &lt;br /&gt;
Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten = Ergonomic requirements for office work with visual display terminals (VDTs): Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung; DIN E EN ISO 29241. Berlin: Beuth Verlag 1996&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_07.jpg&amp;diff=10473</id>
		<title>Datei:DIN ISO 9241-10 07.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_07.jpg&amp;diff=10473"/>
		<updated>2008-05-10T16:21:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: Beispiel 07: Individualisierbarkeit&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beispiel 07: Individualisierbarkeit&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_06.jpg&amp;diff=10472</id>
		<title>Datei:DIN ISO 9241-10 06.jpg</title>
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		<updated>2008-05-10T16:15:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: Beispiel 06: Individualisierbarkeit&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beispiel 06: Individualisierbarkeit&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_05.jpg&amp;diff=10471</id>
		<title>Datei:DIN ISO 9241-10 05.jpg</title>
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		<updated>2008-05-10T16:00:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: Beispiel 05: Fehlertoleranz

Quelle: http://www.fit-fuer-usability.de/1x1/knigge/fehler.html&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beispiel 05: Fehlertoleranz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: http://www.fit-fuer-usability.de/1x1/knigge/fehler.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_04.jpg&amp;diff=10470</id>
		<title>Datei:DIN ISO 9241-10 04.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_04.jpg&amp;diff=10470"/>
		<updated>2008-05-10T15:53:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: Beispiel 04: Fehlertoleranz&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beispiel 04: Fehlertoleranz&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10469</id>
		<title>Grundsätze der Dialoggestaltung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Grunds%C3%A4tze_der_Dialoggestaltung&amp;diff=10469"/>
		<updated>2008-05-10T15:34:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: Die Seite wurde neu angelegt: '''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''   == Einführung ==  Dieser Artike...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''DIN EN ISO 9241-10: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten - Grundsätze der Dialoggestaltung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die Grundsätze der Dialoggestaltung wie sie in der Norm 9241-10 beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Norm 9241-10 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN EN ISO 9241-10 beschäftigt sich mit der Dialoggestaltung bei der [[Mensch-Computer-Interaktion|Interaktion zwischen Mensch und Computer]]. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Leitlinien für die ergonomische Gestaltung von Software für Dialogsysteme, die zu mehr Konsistenz und [[Usability|Gebrauchstauglichkeit]] von Benutzungsschnittstellen führen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu müssen folgende '''Benutzermerkmale''' berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufmerksamkeitsspanne&lt;br /&gt;
*Grenzen des Kurzzeitgedächtnisses&lt;br /&gt;
*Lerngewohnheiten&lt;br /&gt;
*Grad an Erfahrung&lt;br /&gt;
*Mentales Modell des Benutzers von Struktur und Zweck des Dialogsystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze der Dialoggestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitlinien sind unter sieben Hauptpunkten zusammengefasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabenangemessenheit ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels: Der Designer muss die Arbeistaufgaben der Nutzer kennen und verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Aufgabenangemessenheit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine überflüssige Informationsanzeige oder Hilfestellung geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_01.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 01: Clippy: Beispiel für (meist) unerwünschte Hilfestellung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Den Benutzer mittels automatisierter Abläufe und Voreinstellungen entlasten (z.B. automatische Startprozeduren, Vorbesetzung mit Standardwerten, Positionieren des Mauscursors)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer unnötige Arbeitsschritte ersparen (z.B. einfaches Sichern und Schließen eines Dokuments)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eingabe und Ausgabe an Benutzererwartungen anpassen (z.B. die erwartungskonforme Anordnung von Eingabefeldern bei einem Adressenformular)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wiederkehrende Aufgaben unterstützen (z.B. mit Makros Abläufe leicht wiederholbar machen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reversibilität (d.h. Eingaben sind rückgängig zu machen, Wiederherstellung ursprünglicher Daten ermöglichen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Nutzer auf Anfrage erklärt wird.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Selbstbeschreibungsfähigkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dem Benutzer zweckdienliche und verständnisfördernde Rückmeldungen geben (z.B. bei unwiderruflicher Löschung, auch sollte keine zusätzliche externe Information zum Verständnis herangezogen werden müssen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_02.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 02: Kryptische/unverständliche Rückmeldung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorherige Erläuterung und Bestätigung bei folgenschweren Handlungen (Sicherheitsabfragen bei Löschen, Überschreiben, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung von einheitlicher und fachbezogener Terminologie bei Rückmeldungen (evtl. auch dem Kenntnisstand des Benutzers angepasst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zustandsänderungen des Dialogsystems anzeigen (z.B. Eingabeerwartung, Kommandobearbeitung, Wartezeit, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Informationen über erwartete Eingabe geben (z.B. Formatvorgaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:DIN_ISO_9241-10_03.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 03: Fehlende Formatvorgabe bei Eingabefeld 'Geburtsdatum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 3. Steuerbarkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grundsatz Steuerbarkeit gehört:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Keine erzwungene Sequenzialität (dem Benutzer Wahlmöglichkeiten geben und Kontrolle von Abläufen ermöglichen)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_02.jpg&amp;diff=10467</id>
		<title>Datei:DIN ISO 9241-10 02.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_02.jpg&amp;diff=10467"/>
		<updated>2008-05-10T15:26:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: Beispiel 02: Selbstbeschreibungsfähigkeit&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beispiel 02: Selbstbeschreibungsfähigkeit&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_03.gif&amp;diff=10466</id>
		<title>Datei:DIN ISO 9241-10 03.gif</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_03.gif&amp;diff=10466"/>
		<updated>2008-05-10T15:23:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: hat eine neue Version von „Bild:DIN ISO 9241-10 03.gif“ hochgeladen: Beispiel 03: Selbstbeschreibungsfähigkeit

Quelle: http://www.fit-fuer-usability.de/1x1/knigge/selbstbeschreibung.html&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Quelle: http://www.fit-fuer-usability.de/1x1/knigge/selbstbeschreibung.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_03.gif&amp;diff=10465</id>
		<title>Datei:DIN ISO 9241-10 03.gif</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_03.gif&amp;diff=10465"/>
		<updated>2008-05-10T15:21:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: Quelle: http://www.fit-fuer-usability.de/1x1/knigge/selbstbeschreibung.html&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Quelle: http://www.fit-fuer-usability.de/1x1/knigge/selbstbeschreibung.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_03..gif&amp;diff=10464</id>
		<title>Datei:DIN ISO 9241-10 03..gif</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_03..gif&amp;diff=10464"/>
		<updated>2008-05-10T15:19:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: Quelle: http://www.fit-fuer-usability.de&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: http://www.fit-fuer-usability.de&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_01.jpg&amp;diff=10463</id>
		<title>Datei:DIN ISO 9241-10 01.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Datei:DIN_ISO_9241-10_01.jpg&amp;diff=10463"/>
		<updated>2008-05-10T14:26:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: Beispiel 01: Aufgabenangemessenheit&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beispiel 01: Aufgabenangemessenheit&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6910</id>
		<title>Benutzerforschung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6910"/>
		<updated>2006-03-21T12:20:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Benutzerforschung und Informationsanalyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzerforschung ist im informationswissenschaftlichen Sinn Teil der Informationsanalyse. Dieser Bereich umfasst außerdem die Kommunikationsanalyse, die [[Informationsbedarfsanalyse]] und die Analyse der Bedienungsfreundlichkeit von Informationsangeboten.&lt;br /&gt;
Die Informationssnalyse nutzt die anerkannten Methoden der empirischen Sozialforschung. Ihre Ziele sind die Erkenntnisgewinnung zur Schaffung von informationellem Mehrwert, die Generierung neuen Wissens und Identifikation von Wissensdefiziten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen und Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quantitativer Forschungsansatz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die empirische Sozialforschung ermittelt über standardisierte Messprozesse Daten über die untersuchte Wirklichkeit, um von dieser Basis Aussagen über soziale Pänomene abzuleiten, behauptete Zusammenhänge zu überprüfen oder Populationen zu beschreiben. Bei qualitativen Forschungsmethoden hingegen kommen auch nicht standardisierte Verfahren zum Einsatz, wie Feldforschung und Beobachtung. Bei Befragungen können subjektive Eindrücke und Deutungen des Interviewers als Informationsquellen dienen, Fragestellungen können auch offen formuliert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussagen der Erfahrungswissenschaften, also Hypothesen und Theorien, sollen über die Realität eines Gegenstandsbereiches informieren. Grundvoraussetzung für diese Aussagen ist die Möglichkeit der '''Falsifikation'''. Das bedeutet, dass sie an der Realität, für die sie gelten sollen, auch scheitern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hypothesengenerierung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Theorie:''' Ein System logisch widerspruchsfreier Aussagen über einen Untersuchungsgegenstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hypothese:''' Annahme über den Zusammenhang realer Sachverhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hypothesen werden aus bekannten Vorarbeiten, Untersuchungen und Theorien entwickelt. (Auch bei explorativen Untersuchungen können neue Hypothesen entstehen.) Sie müssen innerhalb ihres theoretischen Modells überprüfbar, konsistent, realistisch und plausibel sein und in einem systematischen Zusammenhang miteinander stehen. Eine Hypothese erhebt stets die Ansprüche der '''Generalisierbarkeit''', d.h. sie weist über den Einzelfall hinaus, und der '''Falsifizierbarkeit''', d.h. sie ist durch Erfahrungsdaten widerlegbar.&lt;br /&gt;
Die Formulierung von Hypothesen erfolgt in der Regel in Konditionalsätzen, also mit &amp;quot;Wenn...dann...&amp;quot; oder &amp;quot;Je...desto...&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Analyseebenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Untersuchungen unterscheidet man drei Ebenen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erhebungseinheit: Einheit, auf die sich die Stochprobe bezieht (z.B. alle Haushalte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Untersuchungseinheit: Einheit, auf die sich die Untersuchung bezieht (z.B. bestimmte Personen im Haushalt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aussageeinheit: Einheit, auf die sich die Ergebnisse und Aussagen beziehen (z.B. die Familien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswahlverfahren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine '''Vollerhebung''' ist nur in seltenen Fällen möglich, da normalerweise die Gesamtpopulation (Grundgesamtheit, Menge aller potentiellen Untersuchungsobjekte) nicht vollständig erfasst werden kann. Gründe dafür können sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Infinite Population&lt;br /&gt;
*Zu großer Aufwand für eine Vollerhebung&lt;br /&gt;
*Population nur teilweise bekannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist die Untersuchung einer '''Stichprobe''' üblich, die eine Auswahl von Elementen aus der zu untersuchenden Grundgesamtheit enthält. Die Stichprobe stellt idealerweise ein verkleinertes Abbild der Grundpopulation dar, damit die Untersuchungsergebnisse verallgemeinerbar für die Grundgesamtheit werden. Eine solche Stichprobe ist '''repräsentativ'''. Dabei gilt: Je höher die Populationsähnlichkeit, desto größer die '''Repräsentativität'''.&lt;br /&gt;
Ein großer Stichprobenumfang ist dabei nicht gleichbedeutend mit einer repräsentativen Stichprobe. Nicht die Menge, sondern die Abbildung relevanter Merkmale der Populationszusammensetzung ist ausschlaggebend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Variablen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Hypothesen in erhebbare Aussagen umzusetzen, werden Begriffe in Form von '''Variablen''' operationalisiert. Diese stellen Merkmale von Elementen/Untersuchungseinheiten dar. Man unterscheidet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unabhängige Variablen: Merkmale, die Bedingungen für bestimmtes Verhalten oder bestimmte Strukturen darstellen.&lt;br /&gt;
*Abhängige Variablen: Merkmale, die sich infolge anderer Merkmale verändern.&lt;br /&gt;
*Intervenierende Variablen: Werden eingesetzt, wenn die Beziehung zwischen der abhängigen und der unabhängigen Variable von einer weiteren Bedingung abhängt.&lt;br /&gt;
*Kontrollvariablen: Eine Variable, die eingesetzt wird, um zu testen, ob ein anderes Merkmal den vermuteten Zusammenhang zwischen abhängiger und unabhängiger Variable beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuweisung von Werten zu den Variablen bezeichnet man als '''Kodierung'''. Die Ausprägung der Variablen werden durch Kodes repräsentiert, die sich gegenseitig ausschließen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Messinstrumente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ratingskalen:''' Bestimmte Antwortvorgaben enthalten verbal oder graphisch dargestellte Rangordnungen als Zeichnung, Flächenvergleich, beszifferte Skala, etc. Die Messung beruht auf der Übertragung der Ausprägungen einer Variablen in Skalenwerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nominalskala: Jedes Objekt ist genau einer Klasse zugeordnet (z.B. Geschlecht).&lt;br /&gt;
*Ordinalskala: Objekte erhalten zusätzlich eine Rangordnung (z.B. Zufriedenheit: 1-6). Mathematische Operatoren dürfen die Reihenfolge nicht verändern.&lt;br /&gt;
*Intervallskalen: Enthalten zusätzlich Intervalle, die die gleiche Größe haben müssen (z.B. IQ). Mathematische Operatoren dürfen die Intervallgröße nicht verändern.&lt;br /&gt;
*Ratioskalen: Enthalten zusätzlich noch einen natürlichen Nullpunkt (z.B. Alter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Durchführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Methoden der Datenerhebung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sozialwissenschaftlichen Methoden umfassen die '''Inhaltsanalyse''' (Analyse von Bedeutungsträgern wie Texte, Bilder, etc.), die '''Beobachtung''' (Ablauf und Bedeutung von Handlungen), und die '''Befragung''' (quantitative und qualitative Erhebungen in spezifischen Ausschnitten). Für den Bereich der Benutzerforschung relevant ist hauptsächlich die Befragung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befragung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formen der Befragung(jeweils schriftlich oder mündlich):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nicht standardisiert: Es ist lediglich ein thematischer Rahmen vorgegeben.&lt;br /&gt;
*Teilstandardisiert: Ein inhaltlicher Leitfaden ist vorgegeben, es gibt offene und geschlossene Fragen.&lt;br /&gt;
*Voll standardisiert: Alle Fragen und Antwortmöglichkeiten sind vorgegeben und eindeutig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bevorzugte Verfahren in der Benutzerforschung ist die schriftliche, voll standardisierte Methode, also ein '''Fragebogen''' mit geschlossener Fragestellung. Diese Form der schriftlichen&lt;br /&gt;
Befragung eignet sich besonders bei homogenen Populationen, ist relativ kostengünstig und vergleichsweise leicht auszuwerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pretest===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor der eigentlichen Untersuchung empfiehlt sich die Durchführung einer '''Voruntersuchung''' (Pretest). Auf diese Weise kann die Handhabbarkeit des Forschungsplans oder des Fragebogens überprüft werden. Man erkennt somit frühzeitig etwaige Auffälligkeiten und Fehler in der Vorgehensweise und kann durch Nachbesserungen einen höheren Aufwand bei der Hauptuntersuchung und der Auswertung oder gar das Scheitern der Untersuchung vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragen- und Fragebogengestaltung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen sollen Transformationen der Forschungsfragestellung (ausgehend von formulierten Hypothesen) in Sprache und Bezugsrahmen des Befragten sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grundsätze für Fragestellungen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Möglichst einfache und kurze Formulierungen und gegenständlich orientierte Sprache verwenden&lt;br /&gt;
*Schwierige Zusammenhänge stufenweise erfragen&lt;br /&gt;
*Fragen müssen eindeutig und konkret sein (bezüglich Begrifflichkeit und Zeitpunkt/-raum)&lt;br /&gt;
*Keine Suggestivfragen stellen&lt;br /&gt;
*Da völlige Neutralität bei Formulierungen kaum möglich ist, sollten zu einem Gegenstand mehrere Fragen gestellt werden, deren eventuelle Wertungen sich gegenseitig aufheben, damit nicht nur einseitge Formulierungen enthalten sind&lt;br /&gt;
*Keine absoluten Formulierungen verwenden (z.B. mit niemals, alle, niemand, immer)&lt;br /&gt;
*Quantifizierende Umschreibungen sind zu vermeiden (z.B. mit fast, kaum selten)&lt;br /&gt;
*Keine doppelten Negationen verwenden&lt;br /&gt;
*Fragen thematisch zusammenfassen&lt;br /&gt;
*Übersichtlichkeit stets gewährleisten&lt;br /&gt;
*Beispiele und Erläuterungen sinnvoll einsetzen&lt;br /&gt;
*Fragen zu hypothetischem Verhalten oder Handlungsabsichten vermeiden&lt;br /&gt;
*Soweit möglich, auch die Antwortoption &amp;quot;Keine Angabe&amp;quot;/&amp;quot;Weiß nicht&amp;quot; vorgeben&lt;br /&gt;
*Durch Filterfragen gezielt zu Unterpunkten hinlenken&lt;br /&gt;
*Entsprechende Visualisierung einsetzen, um Überfrachtung zu vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Probleme der schriftlichen Befragung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Oft geringe Rücklaufquote (freiwillige Teinahme)&lt;br /&gt;
*Unkontrollierbarkeit der Erhebungssituation (Fehlen eingreifender/leitender Person)&lt;br /&gt;
*Motivation kann nur über Anschreiben und Fragebogen selbst erzeugt werden&lt;br /&gt;
*Sicherstellung der rechtzeitigen Beantwortung kann nicht gewährleistet werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Online-Befragung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Onlinebefragung oder die Befragung über das elektronische Medium bringt einige Vorteile mit sich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzerfreundlichkeit: Die Bearbeitung ist einfach und das Design kann ansprechend gestaltet werden.&lt;br /&gt;
*Bei der Auswertung erfolgt kein  von Medienbruch.&lt;br /&gt;
*Wegen leichteren Einsatzes von Filterfragen und Ausblendung optionaler Fragen ist eine bessere Strukturierung möglich.&lt;br /&gt;
*Die elektronische Variante der Befragung spart in der Regel Kosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswertung der Daten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Auswertung der erhobenen Daten werden statistsche Kennwerte (z.B. arithmetisches Mittel) ermittelt. Hierbei kommen passende statistische Verfahren zum Einsatz, meist mittels entsprechender Software. Um korrekte Ergebnisse zu erhalten, erfolgt eine '''Datenbereinigung'''. Dabei werden Fehlerkorrekturen vorgenommen, um beispielsweise Eingabefehler bei der Erfassung zu korrigieren.&lt;br /&gt;
Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt in Prozentangaben, Graphiken und ähnlichen Erscheinungsformen, die Resultate werden hinsichtlich des Untersuchungsziels interpretiert. Dabei möglicherweise neu entstehende Hypothesen werden festgehalten. Abschließend werden Schlüsse aus den Ergebnissen gezogen, die Verbesserungen, zukünftiges Vorgehen und Ähnliches beinhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Darstellung der Ergebnisse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse werden in einem Ergebnisbericht dargestellt, für den gewisse allgemeine Standards gelten. Der Bericht sollte beinhalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Namen des Auftraggebers, des Förderers, des Finanziers oder Veranlassers der Studie&lt;br /&gt;
*Definition der Hypothesen&lt;br /&gt;
*Festlegung der Grundgesamtheit&lt;br /&gt;
*Größe der Stichprobe&lt;br /&gt;
*Methodik der Stichprobenziehung.&lt;br /&gt;
*Abbildung oder Kopie der verwendeten Instrumente (Leitfaden, Fragebogen,...)&lt;br /&gt;
*Angabe der Zeitpunkte oder Zeitintervalle für die einzelnen Untersuchungsschritte und die Angabe der Gesamtzeit&lt;br /&gt;
*Angaben über die Menge der Daten, die den jeweiligen Interpretationen zugrunde liegen (Grundgesamtheit, volle Stichprobe, Teilmengen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kluck, Michael: Methoden der Informationsanalyse – Einführung in die empirischen Methoden für die Informationsbedarfsanalyse und die Markt- und Benutzerforschung. In: Rainer Kuhlen; Thomas Seeger; Dietmar Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und –praxis. München: KG Saur Verlag GmbH 2004 (5., völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 1, S. 271-288&lt;br /&gt;
*Bortz, Jürgen, Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaftler. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2002 (3. überarbeitete Auflage, Nachdruck 2005)&lt;br /&gt;
*Schäuble, Ingegerd: Benutzerforschung. In: Marianne Buder; Werner Rehfeld; Thomas Seeger (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Ein Handbuch zur Einführung in die fachliche Informationsarbeit. München: Saur 1990 (3. völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 2, S. 1013-1024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Boris Seewald|Boris Seewald]] 13:20, 21. Mär 2006 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Informationsbedarfsanalyse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6816</id>
		<title>Benutzerforschung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6816"/>
		<updated>2006-03-17T15:52:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Benutzerforschung und Informationsanalyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzerforschung ist im informationswissenschaftlichen Sinn Teil der Informationsanalyse. Dieser Bereich umfasst außerdem die Kommunikationsanalyse, die [[Informationsbedarfsanalyse]] und die Analyse der Bedienungsfreundlichkeit von Informationsangeboten.&lt;br /&gt;
Die Informationssnalyse nutzt die anerkannten Methoden der empirischen Sozialforschung. Ihre Ziele sind die Erkenntnisgewinnung zur Schaffung von informationellem Mehrwert, die Generierung neuen Wissens und Identifikation von Wissensdefiziten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen und Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quantitativer Forschungsansatz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die empirische Sozialforschung ermittelt über standardisierte Messprozesse Daten über die untersuchte Wirklichkeit, um von dieser Basis Aussagen über soziale Pänomene abzuleiten, behauptete Zusammenhänge zu überprüfen oder Populationen zu beschreiben. Bei qualitativen Forschungsmethoden hingegen kommen auch nicht standardisierte Verfahren zum Einsatz, wie Feldforschung und Beobachtung. Bei Befragungen können subjektive Eindrücke und Deutungen des Interviewers als Informationsquellen dienen, Fragestellungen können auch offen formuliert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussagen der Erfahrungswissenschaften, also Hypothesen und Theorien, sollen über die Realität eines Gegenstandsbereiches informieren. Grundvoraussetzung für diese Aussagen ist die Möglichkeit der '''Falsifikation'''. Das bedeutet, dass sie an der Realität, für die sie gelten sollen, auch scheitern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hypothesengenerierung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Theorie:''' Ein System logisch widerspruchsfreier Aussagen über einen Untersuchungsgegenstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hypothese:''' Annahme über den Zusammenhang realer Sachverhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hypothesen werden aus bekannten Vorarbeiten, Untersuchungen und Theorien entwickelt. (Auch bei explorativen Untersuchungen können neue Hypothesen entstehen.) Sie müssen innerhalb ihres theoretischen Modells überprüfbar, konsistent, realistisch und plausibel sein und in einem systematischen Zusammenhang miteinander stehen. Eine Hypothese erhebt stets die Ansprüche der '''Generalisierbarkeit''', d.h. sie weist über den Einzelfall hinaus, und der '''Falsifizierbarkeit''', d.h. sie ist durch Erfahrungsdaten widerlegbar.&lt;br /&gt;
Die Formulierung von Hypothesen erfolgt in der Regel in Konditionalsätzen, also mit &amp;quot;Wenn...dann...&amp;quot; oder &amp;quot;Je...desto...&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Analyseebenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Untersuchungen unterscheidet man drei Ebenen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erhebungseinheit: Einheit, auf die sich die Stochprobe bezieht (z.B. alle Haushalte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Untersuchungseinheit: Einheit, auf die sich die Untersuchung bezieht (z.B. bestimmte Personen im Haushalt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aussageeinheit: Einheit, auf die sich die Ergebnisse und Aussagen beziehen (z.B. die Familien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswahlverfahren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine '''Vollerhebung''' ist nur in seltenen Fällen möglich, da normalerweise die Gesamtpopulation (Grundgesamtheit, Menge aller potentiellen Untersuchungsobjekte) nicht vollständig erfasst werden kann. Gründe dafür können sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Infinite Population&lt;br /&gt;
*Zu großer Aufwand für eine Vollerhebung&lt;br /&gt;
*Population nur teilweise bekannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist die Untersuchung einer '''Stichprobe''' üblich, die eine Auswahl von Elementen aus der zu untersuchenden Grundgesamtheit enthält. Die Stichprobe stellt idealerweise ein verkleinertes Abbild der Grundpopulation dar, damit die Untersuchungsergebnisse verallgemeinerbar für die Grundgesamtheit werden. Eine solche Stichprobe ist '''repräsentativ'''. Dabei gilt: Je höher die Populationsähnlichkeit, desto größer die '''Repräsentativität'''.&lt;br /&gt;
Ein großer Stichprobenumfang ist dabei nicht gleichbedeutend mit einer repräsentativen Stichprobe. Nicht die Menge, sondern die Abbildung relevanter Merkmale der Populationszusammensetzung ist ausschlaggebend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Variablen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Hypothesen in erhebbare Aussagen umzusetzen, werden Begriffe in Form von '''Variablen''' operationalisiert. Diese stellen Merkmale von Elementen/Untersuchungseinheiten dar. Man unterscheidet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unabhängige Variablen: Merkmale, die Bedingungen für bestimmtes Verhalten oder bestimmte Strukturen darstellen.&lt;br /&gt;
*Abhängige Variablen: Merkmale, die sich infolge anderer Merkmale verändern.&lt;br /&gt;
*Intervenierende Variablen: Werden eingesetzt, wenn die Beziehung zwischen der abhängigen und der unabhängigen Variable von einer weiteren Bedingung abhängt.&lt;br /&gt;
*Kontrollvariablen: Eine Variable, die eingesetzt wird, um zu testen, ob ein anderes Merkmal den vermuteten Zusammenhang zwischen abhängiger und unabhängiger Variable beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuweisung von Werten zu den Variablen bezeichnet man als '''Kodierung'''. Die Ausprägung der Variablen werden durch Kodes repräsentiert, die sich gegenseitig ausschließen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Messinstrumente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ratingskalen:''' Bestimmte Antwortvorgaben enthalten verbal oder graphisch dargestellte Rangordnungen als Zeichnung, Flächenvergleich, beszifferte Skala, etc. Die Messung beruht auf der Übertragung der Ausprägungen einer Variablen in Skalenwerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nominalskala: Jedes Objekt ist genau einer Klasse zugeordnet (z.B. Geschlecht).&lt;br /&gt;
*Ordinalskala: Objekte erhalten zusätzlich eine Rangordnung (z.B. Zufriedenheit: 1-6). Mathematische Operatoren dürfen die Reihenfolge nicht verändern.&lt;br /&gt;
*Intervallskalen: Enthalten zusätzlich Intervalle, die die gleiche Größe haben müssen (z.B. IQ). Mathematische Operatoren dürfen die Intervallgröße nicht verändern.&lt;br /&gt;
*Ratioskalen: Enthalten zusätzlich noch einen natürlichen Nullpunkt (z.B. Alter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Durchführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Methoden der Datenerhebung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sozialwissenschaftlichen Methoden umfassen die '''Inhaltsanalyse''' (Analyse von Bedeutungsträgern wie Texte, Bilder, etc.), die '''Beobachtung''' (Ablauf und Bedeutung von Handlungen), und die '''Befragung''' (quantitative und qualitative Erhebungen in spezifischen Ausschnitten). Für den Bereich der Benutzerforschung relevant ist hauptsächlich die Befragung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befragung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formen der Befragung(jeweils schriftlich oder mündlich):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nicht standardisiert: Es ist lediglich ein thematischer Rahmen vorgegeben.&lt;br /&gt;
*Teilstandardisiert: Ein inhaltlicher Leitfaden ist vorgegeben, es gibt offene und geschlossene Fragen.&lt;br /&gt;
*Voll standardisiert: Alle Fragen und Antwortmöglichkeiten sind vorgegeben und eindeutig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bevorzugte Verfahren in der Benutzerforschung ist die schriftliche, voll standardisierte Methode, also ein '''Fragebogen''' mit geschlossener Fragestellung. Diese Form der schriftlichen&lt;br /&gt;
Befragung eignet sich besonders bei homogenen Populationen, ist relativ kostengünstig und vergleichsweise leicht auszuwerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pretest===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor der eigentlichen Untersuchung empfiehlt sich die Durchführung einer '''Voruntersuchung''' (Pretest). Auf diese Weise kann die Handhabbarkeit des Forschungsplans oder des Fragebogens überprüft werden. Man erkennt somit frühzeitig etwaige Auffälligkeiten und Fehler in der Vorgehensweise und kann durch Nachbesserungen einen höheren Aufwand bei der Hauptuntersuchung und der Auswertung oder gar das Scheitern der Untersuchung vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragen- und Fragebogengestaltung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen sollen Transformationen der Forschungsfragestellung (ausgehend von formulierten Hypothesen) in Sprache und Bezugsrahmen des Befragten sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grundsätze für Fragestellungen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Möglichst einfache und kurze Formulierungen und gegenständlich orientierte Sprache verwenden&lt;br /&gt;
*Schwierige Zusammenhänge stufenweise erfragen&lt;br /&gt;
*Fragen müssen eindeutig und konkret sein (bezüglich Begrifflichkeit und Zeitpunkt/-raum)&lt;br /&gt;
*Keine Suggestivfragen stellen&lt;br /&gt;
*Da völlige Neutralität bei Formulierungen kaum möglich ist, sollten zu einem Gegenstand mehrere Fragen gestellt werden, deren eventuelle Wertungen sich gegenseitig aufheben, damit nicht nur einseitge Formulierungen enthalten sind&lt;br /&gt;
*Keine absoluten Formulierungen verwenden (z.B. mit niemals, alle, niemand, immer)&lt;br /&gt;
*Quantifizierende Umschreibungen sind zu vermeiden (z.B. mit fast, kaum selten)&lt;br /&gt;
*Keine doppelten Negationen verwenden&lt;br /&gt;
*Fragen thematisch zusammenfassen&lt;br /&gt;
*Übersichtlichkeit stets gewährleisten&lt;br /&gt;
*Beispiele und Erläuterungen sinnvoll einsetzen&lt;br /&gt;
*Fragen zu hypothetischem Verhalten oder Handlungsabsichten vermeiden&lt;br /&gt;
*Soweit möglich, auch die Antwortoption &amp;quot;Keine Angabe&amp;quot;/&amp;quot;Weiß nicht&amp;quot; vorgeben&lt;br /&gt;
*Durch Filterfragen gezielt zu Unterpunkten hinlenken&lt;br /&gt;
*Entsprechende Visualisierung einsetzen, um Überfrachtung zu vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Probleme der schriftlichen Befragung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Oft geringe Rücklaufquote (freiwillige Teinahme)&lt;br /&gt;
*Unkontrollierbarkeit der Erhebungssituation (Fehlen eingreifender/leitender Person)&lt;br /&gt;
*Motivation kann nur über Anschreiben und Fragebogen selbst erzeugt werden&lt;br /&gt;
*Sicherstellung der rechtzeitigen Beantwortung kann nicht gewährleistet werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Online-Befragung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Onlinebefragung oder die Befragung über das elektronische Medium bringt einige Vorteile mit sich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzerfreundlichkeit: Die Bearbeitung ist einfach und das Design kann ansprechend gestaltet werden.&lt;br /&gt;
*Bei der Auswertung erfolgt kein  von Medienbruch.&lt;br /&gt;
*Wegen leichteren Einsatzes von Filterfragen und Ausblendung optionaler Fragen ist eine bessere Strukturierung möglich.&lt;br /&gt;
*Die elektronische Variante der Befragung spart in der Regel Kosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswertung der Daten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Auswertung der erhobenen Daten werden statistsche Kennwerte (z.B. arithmetisches Mittel) ermittelt. Hierbei kommen passende statistische Verfahren zum Einsatz, meist mittels entsprechender Software. Um korrekte Ergebnisse zu erhalten, erfolgt eine '''Datenbereinigung'''. Dabei werden Fehlerkorrekturen vorgenommen, um beispielsweise Eingabefehler bei der Erfassung zu korrigieren.&lt;br /&gt;
Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt in Prozentangaben, Graphiken und ähnlichen Erscheinungsformen, die Resultate werden hinsichtlich des Untersuchungsziels interpretiert. Dabei möglicherweise neu entstehende Hypothesen werden festgehalten. Abschließend werden Schlüsse aus den Ergebnissen gezogen, die Verbesserungen, zukünftiges Vorgehen und Ähnliches beinhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Darstellung der Ergebnisse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse werden in einem Ergebnisbericht dargestellt, für den gewisse allgemeine Standards gelten. Der Bericht sollte beinhalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Namen des Auftraggebers, des Förderers, des Finanziers oder Veranlassers der Studie&lt;br /&gt;
*Definition der Hypothesen&lt;br /&gt;
*Festlegung der Grundgesamtheit&lt;br /&gt;
*Größe der Stichprobe&lt;br /&gt;
*Methodik der Stichprobenziehung.&lt;br /&gt;
*Abbildung oder Kopie der verwendeten Instrumente (Leitfaden, Fragebogen,...)&lt;br /&gt;
*Angabe der Zeitpunkte oder Zeitintervalle für die einzelnen Untersuchungsschritte und die Angabe der Gesamtzeit&lt;br /&gt;
*Angaben über die Menge der Daten, die den jeweiligen Interpretationen zugrunde liegen (Grundgesamtheit, volle Stichprobe, Teilmengen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kluck, Michael: Methoden der Informationsanalyse – Einführung in die empirischen Methoden für die Informationsbedarfsanalyse und die Markt- und Benutzerforschung. In: Rainer Kuhlen; Thomas Seeger; Dietmar Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und –praxis. München: KG Saur Verlag GmbH 2004 (5., völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 1, S. 271-288&lt;br /&gt;
*Bortz, Jürgen, Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaftler. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2002 (3. überarbeitete Auflage, Nachdruck 2005)&lt;br /&gt;
*Schäuble, Ingegerd: Benutzerforschung. In: Marianne Buder; Werner Rehfeld; Thomas Seeger (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Ein Handbuch zur Einführung in die fachliche Informationsarbeit. München: Saur 1990 (3. völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 2, S. 1013-1024&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6806</id>
		<title>Benutzerforschung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6806"/>
		<updated>2006-03-16T16:28:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Benutzerforschung und Informationsanalyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzerforschung ist im informationswissenschaftlichen Sinn Teil der Informationsanalyse. Dieser Bereich umfasst außerdem die Kommunikationsanalyse, die [[Informationsbedarfsanalyse]] und die Analyse der Bedienungsfreundlichkeit von Informationsangeboten.&lt;br /&gt;
Die Informationssnalyse nutzt die anerkannten Methoden der empirischen Sozialforschung. Ihre Ziele sind die Erkenntnisgewinnung zur Schaffung von informationellem Mehrwert, die Generierung neuen Wissens und Identifikation von Wissensdefiziten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen und Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quantitativer Forschungsansatz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die empirische Sozialforschung ermittelt über standardisierte Messprozesse Daten über die untersuchte Wirklichkeit, um von dieser Basis Aussagen über soziale Pänomene abzuleiten, behauptete Zusammenhänge zu überprüfen oder Populationen zu beschreiben. Bei qualitativen Forschungsmethoden hingegen kommen auch nicht standardisierte Verfahren zum Einsatz, wie Feldforschung und Beobachtung. Bei Befragungen können subjektive Eindrücke und Deutungen des Interviewers als Informationsquellen dienen, Fragestellungen können auch offen formuliert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussagen der Erfahrungswissenschaften, also Hypothesen und Theorien, sollen über die Realität eines Gegenstandsbereiches informieren. Grundvoraussetzung für diese Aussagen ist die Möglichkeit der '''Falsifikation'''. Das bedeutet, dass sie an der Realität, für die sie gelten sollen, auch scheitern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hypothesengenerierung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Theorie:''' Ein System logisch widerspruchsfreier Aussagen über einen Untersuchungsgegenstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hypothese:''' Annahme über den Zusammenhang realer Sachverhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hypothesen werden aus bekannten Vorarbeiten, Untersuchungen und Theorien entwickelt. (Auch bei explorativen Untersuchungen können neue Hypothesen entstehen.) Sie müssen innerhalb ihres theoretischen Modells überprüfbar, konsistent, realistisch und plausibel sein und in einem systematischen Zusammenhang miteinander stehen. Eine Hypothese erhebt stets die Ansprüche der '''Generalisierbarkeit''', d.h. sie weist über den Einzelfall hinaus, und der '''Falsifizierbarkeit''', d.h. sie ist durch Erfahrungsdaten widerlegbar.&lt;br /&gt;
Die Formulierung von Hypothesen erfolgt in der Regel in Konditionalsätzen, also mit &amp;quot;Wenn...dann...&amp;quot; oder &amp;quot;Je...desto...&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Analyseebenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Untersuchungen unterscheidet man drei Ebenen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erhebungseinheit: Einheit, auf die sich die Stochprobe bezieht (z.B. alle Haushalte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Untersuchungseinheit: Einheit, auf die sich die Untersuchung bezieht (z.B. bestimmte Personen im Haushalt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aussageeinheit: Einheit, auf die sich die Ergebnisse und Aussagen beziehen (z.B. die Familien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswahlverfahren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine '''Vollerhebung''' ist nur in seltenen Fällen möglich, da normalerweise die Gesamtpopulation (Grundgesamtheit, Menge aller potentiellen Untersuchungsobjekte) nicht vollständig erfasst werden kann. Gründe dafür können sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Infinite Population&lt;br /&gt;
*Zu großer Aufwand für eine Vollerhebung&lt;br /&gt;
*Population nur teilweise bekannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist die Untersuchung einer '''Stichprobe''' üblich, die eine Auswahl von Elementen aus der zu untersuchenden Grundgesamtheit enthält. Die Stichprobe stellt idealerweise ein verkleinertes Abbild der Grundpopulation dar, damit die Untersuchungsergebnisse verallgemeinerbar für die Grundgesamtheit werden. Eine solche Stichprobe ist '''repräsentativ'''. Dabei gilt: Je höher die Populationsähnlichkeit, desto größer die '''Repräsentativität'''.&lt;br /&gt;
Ein großer Stichprobenumfang ist dabei nicht gleichbedeutend mit einer repräsentativen Stichprobe. Nicht die Menge, sondern die Abbildung relevanter Merkmale der Populationszusammensetzung ist ausschlaggebend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Variablen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Hypothesen in erhebbare Aussagen umzusetzen, werden Begriffe in Form von '''Variablen''' operationalisiert. Diese stellen Merkmale von Elementen/Untersuchungseinheiten dar. Man unterscheidet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unabhängige Variablen: Merkmale, die Bedingungen für bestimmtes Verhalten oder bestimmte Strukturen darstellen.&lt;br /&gt;
*Abhängige Variablen: Merkmale, die sich infolge anderer Merkmale verändern.&lt;br /&gt;
*Intervenierende Variablen: Werden eingesetzt, wenn die Beziehung zwischen der abhängigen und der unabhängigen Variable von einer weiteren Bedingung abhängt.&lt;br /&gt;
*Kontrollvariablen: Eine Variable, die eingesetzt wird, um zu testen, ob ein anderes Merkmal den vermuteten Zusammenhang zwischen abhängiger und unabhängiger Variable beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuweisung von Werten zu den Variablen bezeichnet man als '''Kodierung'''. Die Ausprägung der Variablen werden durch Kodes repräsentiert, die sich gegenseitig ausschließen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Messinstrumente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ratingskalen:''' Bestimmte Antwortvorgaben enthalten verbal oder graphisch dargestellte Rangordnungen als Zeichnung, Flächenvergleich, beszifferte Skala, etc. Die Messung beruht auf der Übertragung der Ausprägungen einer Variablen in Skalenwerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nominalskala: Jedes Objekt ist genau einer Klasse zugeordnet (z.B. Geschlecht).&lt;br /&gt;
*Ordinalskala: Objekte erhalten zusätzlich eine Rangordnung (z.B. Zufriedenheit: 1-6). Mathematische Operatoren dürfen die Reihenfolge nicht verändern.&lt;br /&gt;
*Intervallskalen: Enthalten zusätzlich Intervalle, die die gleiche Größe haben müssen (z.B. IQ). Mathematische Operatoren dürfen die Intervallgröße nicht verändern.&lt;br /&gt;
*Ratioskalen: Enthalten zusätzlich noch einen natürlichen Nullpunkt (z.B. Alter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Durchführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Methoden der Datenerhebung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sozialwissenschaftlichen Methoden umfassen die '''Inhaltsanalyse''' (Analyse von Bedeutungsträgern wie Texte, Bilder, etc.), die '''Beobachtung''' (Ablauf und Bedeutung von Handlungen), und die '''Befragung''' (quantitative und qualitative Erhebungen in spezifischen Ausschnitten). Für den Bereich der Benutzerforschung relevant ist hauptsächlich die Befragung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befragung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formen der Befragung(jeweils schriftlich oder mündlich):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nicht standardisiert: Es ist lediglich ein thematischer Rahmen vorgegeben.&lt;br /&gt;
*Teilstandardisiert: Ein inhaltlicher Leitfaden ist vorgegeben, es gibt offene und geschlossene Fragen.&lt;br /&gt;
*Voll standardisiert: Alle Fragen und Antwortmöglichkeiten sind vorgegeben und eindeutig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bevorzugte Verfahren in der Benutzerforschung ist die schriftliche, voll standardisierte Methode, also ein '''Fragebogen''' mit geschlossener Fragestellung. Diese Form der schriftlichen&lt;br /&gt;
Befragung eignet sich besonders bei homogenen Populationen, ist relativ kostengünstig und vergleichsweise leicht auszuwerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pretest===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor der eigentlichen Untersuchung empfiehlt sich die Durchführung einer '''Voruntersuchung''' (Pretest). Auf diese Weise kann die Handhabbarkeit des Forschungsplans oder des Fragebogens überprüft werden. Man erkennt somit frühzeitig etwaige Auffälligkeiten und Fehler in der Vorgehensweise und kann durch Nachbesserungen einen höheren Aufwand bei der Hauptuntersuchung und der Auswertung oder gar das Scheitern der Untersuchung vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragen- und Fragebogengestaltung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen sollen Transformationen der Forschungsfragestellung (ausgehend von formulierten Hypothesen) in Sprache und Bezugsrahmen des Befragten sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grundsätze für Fragestellungen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Möglichst einfache und kurze Formulierungen und gegenständlich orientierte Sprache verwenden&lt;br /&gt;
*Schwierige Zusammenhänge stufenweise erfragen&lt;br /&gt;
*Fragen müssen eindeutig und konkret sein (bezüglich Begrifflichkeit und Zeitpunkt/-raum)&lt;br /&gt;
*Keine Suggestivfragen stellen&lt;br /&gt;
*Da völlige Neutralität bei Formulierungen kaum möglich ist, sollten zu einem Gegenstand mehrere Fragen gestellt werden, deren eventuelle Wertungen sich gegenseitig aufheben, damit nicht nur einseitge Formulierungen enthalten sind&lt;br /&gt;
*Keine absoluten Formulierungen verwenden (z.B. mit niemals, alle, niemand, immer)&lt;br /&gt;
*Quantifizierende Umschreibungen sind zu vermeiden (z.B. mit fast, kaum selten)&lt;br /&gt;
*Keine doppelten Negationen verwenden&lt;br /&gt;
*Fragen thematisch zusammenfassen&lt;br /&gt;
*Übersichtlichkeit stets gewährleisten&lt;br /&gt;
*Beispiele und Erläuterungen sinnvoll einsetzen&lt;br /&gt;
*Fragen zu hypothetischem Verhalten oder Handlungsabsichten vermeiden&lt;br /&gt;
*Soweit möglich, auch die Antwortoption &amp;quot;Keine Angabe&amp;quot;/&amp;quot;Weiß nicht&amp;quot; vorgeben&lt;br /&gt;
*Durch Filterfragen gezielt zu Unterpunkten hinlenken&lt;br /&gt;
*Entsprechende Visualisierung einsetzen, um Überfrachtung zu vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Probleme der schriftlichen Befragung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Oft geringe Rücklaufquote (freiwillige Teinahme)&lt;br /&gt;
*Unkontrollierbarkeit der Erhebungssituation (Fehlen eingreifender/leitender Person)&lt;br /&gt;
*Motivation kann nur über Anschreiben und Fragebogen selbst erzeugt werden&lt;br /&gt;
*Sicherstellung der rechtzeitigen Beantwortung kann nicht gewährleistet werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Online-Befragung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Onlinebefragung oder die Befragung über das elektronische Medium bringt einige Vorteile mit sich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Benutzerfreundlichkeit: Die Bearbeitung ist einfach und das Design kann ansprechend gestaltet werden.&lt;br /&gt;
*Bei der Auswertung erfolgt kein  von Medienbruch.&lt;br /&gt;
*Wegen leichteren Einsatzes von Filterfragen und Ausblendung optionaler Fragen ist eine bessere Strukturierung möglich.&lt;br /&gt;
*Die elektronische Variante der Befragung spart in der Regel Kosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswertung der Daten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kluck, Michael: Methoden der Informationsanalyse – Einführung in die empirischen Methoden für die Informationsbedarfsanalyse und die Markt- und Benutzerforschung. In: Rainer Kuhlen; Thomas Seeger; Dietmar Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und –praxis. München: KG Saur Verlag GmbH 2004 (5., völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 1, S. 271-288&lt;br /&gt;
*Bortz, Jürgen, Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaftler. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2002 (3. überarbeitete Auflage, Nachdruck 2005)&lt;br /&gt;
*Schäuble, Ingegerd: Benutzerforschung. In: Marianne Buder; Werner Rehfeld; Thomas Seeger (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Ein Handbuch zur Einführung in die fachliche Informationsarbeit. München: Saur 1990 (3. völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 2, S. 1013-1024&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6805</id>
		<title>Benutzerforschung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6805"/>
		<updated>2006-03-16T16:11:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Benutzerforschung und Informationsanalyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzerforschung ist im informationswissenschaftlichen Sinn Teil der Informationsanalyse. Dieser Bereich umfasst außerdem die Kommunikationsanalyse, die [[Informationsbedarfsanalyse]] und die Analyse der Bedienungsfreundlichkeit von Informationsangeboten.&lt;br /&gt;
Die Informationssnalyse nutzt die anerkannten Methoden der empirischen Sozialforschung. Ihre Ziele sind die Erkenntnisgewinnung zur Schaffung von informationellem Mehrwert, die Generierung neuen Wissens und Identifikation von Wissensdefiziten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen und Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quantitativer Forschungsansatz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die empirische Sozialforschung ermittelt über standardisierte Messprozesse Daten über die untersuchte Wirklichkeit, um von dieser Basis Aussagen über soziale Pänomene abzuleiten, behauptete Zusammenhänge zu überprüfen oder Populationen zu beschreiben. Bei qualitativen Forschungsmethoden hingegen kommen auch nicht standardisierte Verfahren zum Einsatz, wie Feldforschung und Beobachtung. Bei Befragungen können subjektive Eindrücke und Deutungen des Interviewers als Informationsquellen dienen, Fragestellungen können auch offen formuliert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussagen der Erfahrungswissenschaften, also Hypothesen und Theorien, sollen über die Realität eines Gegenstandsbereiches informieren. Grundvoraussetzung für diese Aussagen ist die Möglichkeit der '''Falsifikation'''. Das bedeutet, dass sie an der Realität, für die sie gelten sollen, auch scheitern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hypothesengenerierung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Theorie:''' Ein System logisch widerspruchsfreier Aussagen über einen Untersuchungsgegenstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hypothese:''' Annahme über den Zusammenhang realer Sachverhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hypothesen werden aus bekannten Vorarbeiten, Untersuchungen und Theorien entwickelt. (Auch bei explorativen Untersuchungen können neue Hypothesen entstehen.) Sie müssen innerhalb ihres theoretischen Modells überprüfbar, konsistent, realistisch und plausibel sein und in einem systematischen Zusammenhang miteinander stehen. Eine Hypothese erhebt stets die Ansprüche der '''Generalisierbarkeit''', d.h. sie weist über den Einzelfall hinaus, und der '''Falsifizierbarkeit''', d.h. sie ist durch Erfahrungsdaten widerlegbar.&lt;br /&gt;
Die Formulierung von Hypothesen erfolgt in der Regel in Konditionalsätzen, also mit &amp;quot;Wenn...dann...&amp;quot; oder &amp;quot;Je...desto...&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Analyseebenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Untersuchungen unterscheidet man drei Ebenen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erhebungseinheit: Einheit, auf die sich die Stochprobe bezieht (z.B. alle Haushalte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Untersuchungseinheit: Einheit, auf die sich die Untersuchung bezieht (z.B. bestimmte Personen im Haushalt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aussageeinheit: Einheit, auf die sich die Ergebnisse und Aussagen beziehen (z.B. die Familien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswahlverfahren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine '''Vollerhebung''' ist nur in seltenen Fällen möglich, da normalerweise die Gesamtpopulation (Grundgesamtheit, Menge aller potentiellen Untersuchungsobjekte) nicht vollständig erfasst werden kann. Gründe dafür können sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Infinite Population&lt;br /&gt;
*Zu großer Aufwand für eine Vollerhebung&lt;br /&gt;
*Population nur teilweise bekannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist die Untersuchung einer '''Stichprobe''' üblich, die eine Auswahl von Elementen aus der zu untersuchenden Grundgesamtheit enthält. Die Stichprobe stellt idealerweise ein verkleinertes Abbild der Grundpopulation dar, damit die Untersuchungsergebnisse verallgemeinerbar für die Grundgesamtheit werden. Eine solche Stichprobe ist '''repräsentativ'''. Dabei gilt': Je höher die Populationsähnlichkeit, desto höher die '''Repräsentativität'''.&lt;br /&gt;
Ein großer Stichprobenumfang ist dabei nicht gleichbedeutend mit einer repräsentativen Stichprobe. Nicht der Umfang, sondern die Abbildung relevanter Merkmale der Populationszusammensetzung ist ausschlaggebend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Variablen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Hypothesen in erhebbare Aussagen umzusetzen, werden Begriffe in Form von '''Variablen''' operationalisiert. Diese stellen Merkmale von Elementen/Untersuchungseinheiten dar. Man unterscheidet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unabhängige Variablen: Merkmale, die Bedingungen für bestimmtes Verhalten oder bestimmte Strukturen darstellen.&lt;br /&gt;
*Abhängige Variablen: Merkmale, die sich infolge anderer Merkmale verändern.&lt;br /&gt;
*Intervenierende Variablen: Werden eingesetzt, wenn die Beziehung zwischen der abhängigen und der unabhängigen Variable von einer weiteren Bedingung abhängt.&lt;br /&gt;
*Kontrollvariablen: Eine Variable, die eingesetzt wird, um zu testen, ob ein anderes Merkmal den vermuteten Zusammenhang zwischen abhängiger und unabhängiger Variable beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuweisung von Werten zu den Variablen bezeichnet man als '''Kodierung'''. Die Ausprägung der Variablen werden durch Kodes repräsentiert, die sich gegenseitig ausschließen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Messinstrumente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ratingskalen:''' Bestimmte Antwortvorgaben enthalten verbal oder graphisch dargestellte Rangordnungen als Zeichnung, Flächenvergleich, beszifferte Skala, etc. Die Messung beruht auf der Übertragung der Ausprägungen einer Variablen in Skalenwerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nominalskala: Jedes Objekt ist genau einer Klasse zugeordnet (z.B. Geschlecht).&lt;br /&gt;
*Ordinalskala: Objekte erhalten zusätzlich eine Rangordnung (z.B. Zufriedenheit: 1-6). Mathematische Operatoren dürfen die Reihenfolge nicht verändern.&lt;br /&gt;
*Intervallskalen: Enthalten zusätzlich Intervalle, die die gleiche Größe haben müssen (z.B. IQ). Mathematische Operatoren dürfen die Intervallgröße nicht verändern.&lt;br /&gt;
*Ratioskalen: Enthalten zusätzlich noch einen natürlichen Nullpunkt (z.B. Alter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Durchführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Methoden der Datenerhebung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sozialwissenschaftlichen Methoden umfassen die '''Inhaltsanalyse''' (Analyse von Bedeutungsträgern wie Texte, Bilder, etc.), die '''Beobachtung''' (Ablauf und Bedeutung von Handlungen), und die '''Befragung''' (quantitative und qualitative Erhebungen in spezifischen Ausschnitten). Für den Bereich der Benutzerforschung relevant ist hauptsächlich die Befragung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befragung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formen der Befragung(jeweils schriftlich oder mündlich):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nicht standardisiert: Es ist lediglich ein thematischer Rahmen vorgegeben.&lt;br /&gt;
*Teilstandardisiert: Ein inhaltlicher Leitfaden ist vorgegeben, es gibt offene und geschlossene Fragen.&lt;br /&gt;
*Voll standardisiert: Alle Fragen und Antwortmöglichkeiten sind vorgegeben und eindeutig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bevorzugte Verfahren in der Benutzerforschung ist die schriftliche, voll standardisierte Methode, also ein '''Fragebogen''' mit geschlossener Fragestellung. Diese Form der schriftlichen&lt;br /&gt;
Befragung eignet sich besonders bei homogenen Populationen, ist relativ kostengünstig und vergleichsweise leicht auszuwerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pretest===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor der eigentlichen Untersuchung empfiehlt sich die Durchführung einer '''Voruntersuchung''' (Pretest). Auf diese Weise kann die Handhabbarkeit des Forschungsplans oder des Fragebogens überprüft werden. Man erkennt somit frühzeitig etwaige Auffälligkeiten und Fehler in der Vorgehensweise und kann durch Nachbesserungen einen höheren Aufwand bei der Hauptuntersuchung und der Auswertung oder gar das Scheitern der Untersuchung vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragen- und Fragebogengestaltung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen sollen Transformationen der Forschungsfragestellung (ausgehend von formulierten Hypothesen) in Sprache und Bezugsrahmen des Befragten sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kluck, Michael: Methoden der Informationsanalyse – Einführung in die empirischen Methoden für die Informationsbedarfsanalyse und die Markt- und Benutzerforschung. In: Rainer Kuhlen; Thomas Seeger; Dietmar Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und –praxis. München: KG Saur Verlag GmbH 2004 (5., völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 1, S. 271-288&lt;br /&gt;
*Bortz, Jürgen, Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaftler. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2002 (3. überarbeitete Auflage, Nachdruck 2005)&lt;br /&gt;
*Schäuble, Ingegerd: Benutzerforschung. In: Marianne Buder; Werner Rehfeld; Thomas Seeger (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Ein Handbuch zur Einführung in die fachliche Informationsarbeit. München: Saur 1990 (3. völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 2, S. 1013-1024&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6804</id>
		<title>Benutzerforschung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6804"/>
		<updated>2006-03-16T15:44:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Benutzerforschung und Informationsanalyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzerforschung ist im informationswissenschaftlichen Sinn Teil der Informationsanalyse. Dieser Bereich umfasst außerdem die Kommunikationsanalyse, die [[Informationsbedarfsanalyse]] und die Analyse der Bedienungsfreundlichkeit von Informationsangeboten.&lt;br /&gt;
Die Informationssnalyse nutzt die anerkannten Methoden der empirischen Sozialforschung. Ihre Ziele sind die Erkenntnisgewinnung zur Schaffung von informationellem Mehrwert, die Generierung neuen Wissens und Identifikation von Wissensdefiziten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen und Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quantitativer Forschungsansatz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die empirische Sozialforschung ermittelt über standardisierte Messprozesse Daten über die untersuchte Wirklichkeit, um von dieser Basis Aussagen über soziale Pänomene abzuleiten, behauptete Zusammenhänge zu überprüfen oder Populationen zu beschreiben. Bei qualitativen Forschungsmethoden hingegen kommen auch nicht standardisierte Verfahren zum Einsatz, wie Feldforschung und Beobachtung. Bei Befragungen können subjektive Eindrücke und Deutungen des Interviewers als Informationsquellen dienen, Fragestellungen können auch offen formuliert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussagen der Erfahrungswissenschaften, also Hypothesen und Theorien, sollen über die Realität eines Gegenstandsbereiches informieren. Grundvoraussetzung für diese Aussagen ist die Möglichkeit der '''Falsifikation'''. Das bedeutet, dass sie an der Realität, für die sie gelten sollen, auch scheitern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hypothesengenerierung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Theorie:''' Ein System logisch widerspruchsfreier Aussagen über einen Untersuchungsgegenstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hypothese:''' Annahme über den Zusammenhang realer Sachverhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hypothesen werden aus bekannten Vorarbeiten, Untersuchungen und Theorien entwickelt. (Auch bei explorativen Untersuchungen können neue Hypothesen entstehen.) Sie müssen innerhalb ihres theoretischen Modells überprüfbar, konsistent, realistisch und plausibel sein und in einem systematischen Zusammenhang miteinander stehen. Eine Hypothese erhebt stets die Ansprüche der '''Generalisierbarkeit''', d.h. sie weist über den Einzelfall hinaus, und der '''Falsifizierbarkeit''', d.h. sie ist durch Erfahrungsdaten widerlegbar.&lt;br /&gt;
Die Formulierung von Hypothesen erfolgt in der Regel in Konditionalsätzen, also mit &amp;quot;Wenn...dann...&amp;quot; oder &amp;quot;Je...desto...&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Analyseebenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Untersuchungen unterscheidet man drei Ebenen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erhebungseinheit: Einheit, auf die sich die Stochprobe bezieht (z.B. alle Haushalte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Untersuchungseinheit: Einheit, auf die sich die Untersuchung bezieht (z.B. bestimmte Personen im Haushalt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aussageeinheit: Einheit, auf die sich die Ergebnisse und Aussagen beziehen (z.B. die Familien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswahlverfahren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine '''Vollerhebung''' ist nur in seltenen Fällen möglich, da normalerweise die Gesamtpopulation (Grundgesamtheit, Menge aller potentiellen Untersuchungsobjekte) nicht vollständig erfasst werden kann. Gründe dafür können sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Infinite Population&lt;br /&gt;
*Zu großer Aufwand für eine Vollerhebung&lt;br /&gt;
*Population nur teilweise bekannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist die Untersuchung einer '''Stichprobe''' üblich, die eine Auswahl von Elementen aus der zu untersuchenden Grundgesamtheit enthält. Die Stichprobe stellt idealerweise ein verkleinertes Abbild der Grundpopulation dar, damit die Untersuchungsergebnisse verallgemeinerbar für die Grundgesamtheit werden. Eine solche Stichprobe ist '''repräsentativ'''. Dabei gilt': Je höher die Populationsähnlichkeit, desto höher die '''Repräsentativität'''.&lt;br /&gt;
Ein großer Stichprobenumfang ist dabei nicht gleichbedeutend mit einer repräsentativen Stichprobe. Nicht der Umfang, sondern die Abbildung relevanter Merkmale der Populationszusammensetzung ist ausschlaggebend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Variablen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Hypothesen in erhebbare Aussagen umzusetzen, werden Begriffe in Form von '''Variablen''' operationalisiert. Diese stellen Merkmale von Elementen/Untersuchungseinheiten dar. Man unterscheidet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unabhängige Variablen: Merkmale, die Bedingungen für bestimmtes Verhalten oder bestimmte Strukturen darstellen.&lt;br /&gt;
*Abhängige Variablen: Merkmale, die sich infolge anderer Merkmale verändern.&lt;br /&gt;
*Intervenierende Variablen: Werden eingesetzt, wenn die Beziehung zwischen der abhängigen und der unabhängigen Variable von einer weiteren Bedingung abhängt.&lt;br /&gt;
*Kontrollvariablen: Eine Variable, die eingesetzt wird, um zu testen, ob ein anderes Merkmal den vermuteten Zusammenhang zwischen abhängiger und unabhängiger Variable beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuweisung von Werten zu den Variablen bezeichnet man als '''Kodierung'''. Die Ausprägung der Variablen werden durch Kodes repräsentiert, die sich gegenseitig ausschließen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Messinstrumente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ratingskalen:''' Bestimmte Antwortvorgaben enthalten verbal oder graphisch dargestellte Rangordnungen als Zeichnung, Flächenvergleich, beszifferte Skala, etc. Die Messung beruht auf der Übertragung der Ausprägungen einer Variablen in Skalenwerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nominalskala: Jedes Objekt ist genau einer Klasse zugeordnet (z.B. Geschlecht).&lt;br /&gt;
*Ordinalskala: Objekte erhalten zusätzlich eine Rangordnung (z.B. Zufriedenheit: 1-6). Mathematische Operatoren dürfen die Reihenfolge nicht verändern.&lt;br /&gt;
*Intervallskalen: Enthalten zusätzlich Intervalle, die die gleiche Größe haben müssen (z.B. IQ). Mathematische Operatoren dürfen die Intervallgröße nicht verändern.&lt;br /&gt;
*Ratioskalen: Enthalten zusätzlich noch einen natürlichen Nullpunkt (z.B. Alter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Durchführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Methoden der Datenerhebung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kluck, Michael: Methoden der Informationsanalyse – Einführung in die empirischen Methoden für die Informationsbedarfsanalyse und die Markt- und Benutzerforschung. In: Rainer Kuhlen; Thomas Seeger; Dietmar Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und –praxis. München: KG Saur Verlag GmbH 2004 (5., völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 1, S. 271-288&lt;br /&gt;
*Bortz, Jürgen, Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaftler. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2002 (3. überarbeitete Auflage, Nachdruck 2005)&lt;br /&gt;
*Schäuble, Ingegerd: Benutzerforschung. In: Marianne Buder; Werner Rehfeld; Thomas Seeger (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Ein Handbuch zur Einführung in die fachliche Informationsarbeit. München: Saur 1990 (3. völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 2, S. 1013-1024&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6803</id>
		<title>Benutzerforschung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6803"/>
		<updated>2006-03-16T15:34:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Benutzerforschung und Informationsanalyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzerforschung ist im informationswissenschaftlichen Sinn Teil der Informationsanalyse. Dieser Bereich umfasst außerdem die Kommunikationsanalyse, die [[Informationsbedarfsanalyse]] und die Analyse der Bedienungsfreundlichkeit von Informationsangeboten.&lt;br /&gt;
Die Informationssnalyse nutzt die anerkannten Methoden der empirischen Sozialforschung. Ihre Ziele sind die Erkenntnisgewinnung zur Schaffung von informationellem Mehrwert, die Generierung neuen Wissens und Identifikation von Wissensdefiziten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen und Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quantitativer Forschungsansatz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die empirische Sozialforschung ermittelt über standardisierte Messprozesse Daten über die untersuchte Wirklichkeit, um von dieser Basis Aussagen über soziale Pänomene abzuleiten, behauptete Zusammenhänge zu überprüfen oder Populationen zu beschreiben. Bei qualitativen Forschungsmethoden hingegen kommen auch nicht standardisierte Verfahren zum Einsatz, wie Feldforschung und Beobachtung. Bei Befragungen können subjektive Eindrücke und Deutungen des Interviewers als Informationsquellen dienen, Fragestellungen können auch offen formuliert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussagen der Erfahrungswissenschaften, also Hypothesen und Theorien, sollen über die Realität eines Gegenstandsbereiches informieren. Grundvoraussetzung für diese Aussagen ist die Möglichkeit der '''Falsifikation'''. Das bedeutet, dass sie an der Realität, für die sie gelten sollen, auch scheitern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hypothesengenerierung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Theorie:''' Ein System logisch widerspruchsfreier Aussagen über einen Untersuchungsgegenstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hypothese:''' Annahme über den Zusammenhang realer Sachverhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hypothesen werden aus bekannten Vorarbeiten, Untersuchungen und Theorien entwickelt. (Auch bei explorativen Untersuchungen können neue Hypothesen entstehen.) Sie müssen innerhalb ihres theoretischen Modells überprüfbar, konsistent, realistisch und plausibel sein und in einem systematischen Zusammenhang miteinander stehen. Eine Hypothese erhebt stets die Ansprüche der '''Generalisierbarkeit''', d.h. sie weist über den Einzelfall hinaus, und der '''Falsifizierbarkeit''', d.h. sie ist durch Erfahrungsdaten widerlegbar.&lt;br /&gt;
Die Formulierung von Hypothesen erfolgt in der Regel in Konditionalsätzen, also mit &amp;quot;Wenn...dann...&amp;quot; oder &amp;quot;Je...desto...&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Analyseebenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Untersuchungen unterscheidet man drei Ebenen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erhebungseinheit: Einheit, auf die sich die Stochprobe bezieht (z.B. alle Haushalte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Untersuchungseinheit: Einheit, auf die sich die Untersuchung bezieht (z.B. bestimmte Personen im Haushalt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aussageeinheit: Einheit, auf die sich die Ergebnisse und Aussagen beziehen (z.B. die Familien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswahlverfahren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine '''Vollerhebung''' ist nur in seltenen Fällen möglich, da normalerweise die Gesamtpopulation (Grundgesamtheit, Menge aller potentiellen Untersuchungsobjekte) nicht vollständig erfasst werden kann. Gründe dafür können sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Infinite Population&lt;br /&gt;
*Zu großer Aufwand für eine Vollerhebung&lt;br /&gt;
*Population nur teilweise bekannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist die Untersuchung einer '''Stichprobe''' üblich, die eine Auswahl von Elementen aus der zu untersuchenden Grundgesamtheit enthält. Die Stichprobe stellt idealerweise ein verkleinertes Abbild der Grundpopulation dar, damit die Untersuchungsergebnisse verallgemeinerbar für die Grundgesamtheit werden. Eine solche Stichprobe ist '''repräsentativ'''. Dabei gilt': Je höher die Populationsähnlichkeit, desto höher die '''Repräsentativität'''.&lt;br /&gt;
Ein großer Stichprobenumfang ist dabei nicht gleichbedeutend mit einer repräsentativen Stichprobe. Nicht der Umfang, sondern die Abbildung relevanter Merkmale der Populationszusammensetzung ist ausschlaggebend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Variablen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Hypothesen in erhebbare Aussagen umzusetzen, werden Begriffe in Form von '''Variablen''' operationalisiert. Diese stellen Merkmale von Elementen/Untersuchungseinheiten dar. Man unterscheidet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unabhängige Variablen: Merkmale, die Bedingungen für bestimmtes Verhalten oder bestimmte Strukturen darstellen.&lt;br /&gt;
*Abhängige Variablen: Merkmale, die sich infolge anderer Merkmale verändern.&lt;br /&gt;
*Intervenierende Variablen: Werden eingesetzt, wenn die Beziehung zwischen der abhängigen und der unabhängigen Variable von einer weiteren Bedingung abhängt.&lt;br /&gt;
*Kontrollvariablen: Eine Variable, die eingesetzt wird, um zu testen, ob ein anderes Merkmal den vermuteten Zusammenhang zwischen abhängiger und unabhängiger Variable beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuweisung von Werten zu den Variablen bezeichnet man als '''Kodierung'''. Die Ausprägung der Variablen werden durch Kodes repräsentiert, die sich gegenseitig ausschließen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Messinstrumente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ratingskalen:''' Bestimmte Antwortvorgaben enthalten verbal oder graphisch dargestellte Rangordnungen als Zeichnung, Flächenvergleich, beszifferte Skala, etc. Die Messung beruht auf der Übertragung der Ausprägungen einer Variablen in Skalenwerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nominalskala: Jedes Objekt ist genau einer Klasse zugeordnet (z.B. Geschlecht).&lt;br /&gt;
*Ordinalskala: Objekte erhalten zusätzlich eine Rangordnung (z.B. Zufriedenheit: 1-6). Mathematische Operatoren dürfen die Reihenfolge nicht verändern&lt;br /&gt;
*Intervallskalen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Durchführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kluck, Michael: Methoden der Informationsanalyse – Einführung in die empirischen Methoden für die Informationsbedarfsanalyse und die Markt- und Benutzerforschung. In: Rainer Kuhlen; Thomas Seeger; Dietmar Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und –praxis. München: KG Saur Verlag GmbH 2004 (5., völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 1, S. 271-288&lt;br /&gt;
*Bortz, Jürgen, Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaftler. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2002 (3. überarbeitete Auflage, Nachdruck 2005)&lt;br /&gt;
*Schäuble, Ingegerd: Benutzerforschung. In: Marianne Buder; Werner Rehfeld; Thomas Seeger (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Ein Handbuch zur Einführung in die fachliche Informationsarbeit. München: Saur 1990 (3. völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 2, S. 1013-1024&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6799</id>
		<title>Benutzerforschung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6799"/>
		<updated>2006-03-16T14:53:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Benutzerforschung und Informationsanalyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzerforschung ist im informationswissenschaftlichen Sinn Teil der Informationsanalyse. Dieser Bereich umfasst außerdem die Kommunikationsanalyse, die [[Informationsbedarfsanalyse]] und die Analyse der Bedienungsfreundlichkeit von Informationsangeboten.&lt;br /&gt;
Die Informationssnalyse nutzt die anerkannten Methoden der empirischen Sozialforschung. Ihre Ziele sind die Erkenntnisgewinnung zur Schaffung von informationellem Mehrwert, die Generierung neuen Wissens und Identifikation von Wissensdefiziten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen und Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quantitativer Forschungsansatz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die empirische Sozialforschung ermittelt über standardisierte Messprozesse Daten über die untersuchte Wirklichkeit, um von dieser Basis Aussagen über soziale Pänomene abzuleiten, behauptete Zusammenhänge zu überprüfen oder Populationen zu beschreiben. Bei qualitativen Forschungsmethoden hingegen kommen auch nicht standardisierte Verfahren zum Einsatz, wie Feldforschung und Beobachtung. Bei Befragungen können subjektive Eindrücke und Deutungen des Interviewers als Informationsquellen dienen, Fragestellungen können auch offen formuliert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussagen der Erfahrungswissenschaften, also Hypothesen und Theorien, sollen über die Realität eines Gegenstandsbereiches informieren. Grundvoraussetzung für diese Aussagen ist die Möglichkeit der '''Falsifikation'''. Das bedeutet, dass sie an der Realität, für die sie gelten sollen, auch scheitern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hypothesengenerierung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Definition====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Theorie:''' Ein System logisch widerspruchsfreier Aussagen über einen Untersuchungsgegenstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hypothese:''' Annahme über den Zusammenhang realer Sachverhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hypothesen werden aus bekannten Vorarbeiten, Untersuchungen und Theorien entwickelt. (Auch bei explorativen Untersuchungen können neue Hypothesen entstehen.) Sie müssen innerhalb ihres theoretischen Modells überprüfbar, konsistent, realistisch und plausibel sein und in einem systematischen Zusammenhang miteinander stehen. Eine Hypothese erhebt stets die Ansprüche der '''Generalisierbarkeit''', d.h. sie weist über den Einzelfall hinaus, und der '''Falsifizierbarkeit''', d.h. sie ist durch Erfahrungsdaten widerlegbar.&lt;br /&gt;
Die Formulierung von Hypothesen erfolgt in der Regel in Konditionalsätzen, also mit &amp;quot;Wenn...dann...&amp;quot; oder &amp;quot;Je...desto...&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Analyseebenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Untersuchungen unterscheidet man drei Ebenen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erhebungseinheit: Einheit, auf die sich die Stochprobe bezieht (z.B. alle Haushalte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Untersuchungseinheit: Einheit, auf die sich die Untersuchung bezieht (z.B. bestimmte Personen im Haushalt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aussageeinheit: Einheit, auf die sich die Ergebnisse und Aussagen beziehen (z.B. die Familien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswahlverfahren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine '''Vollerhebung''' ist nur in seltenen Fällen möglich, da normalerweise die Gesamtpopulation (Grundgesamtheit, Menge aller potentiellen Untersuchungsobjekte) nicht vollständig erfasst werden kann. Gründe dafür können sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Infinite Population&lt;br /&gt;
*Zu großer Aufwand für eine Vollerhebung&lt;br /&gt;
*Population nur teilweise bekannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist die Untersuchung einer '''Stichprobe''' üblich, die eine Auswahl von Elementen aus der zu untersuchenden Grundgesamtheit enthält. Die Stichprobe stellt idealerweise ein verkleinertes Abbild der Grundpopulation dar, damit die Untersuchungsergebnisse verallgemeinerbar für die Grundgesamtheit werden. Eine solche Stichprobe ist '''repräsentativ'''. Dabei gilt': Je höher die Populationsähnlichkeit, desto höher die '''Repräsentativität'''.&lt;br /&gt;
Ein großer Stichprobenumfang ist dabei nicht gleichbedeutend mit einer repräsentativen Stichprobe. Nicht der Umfang, sondern die Abbildung relevanter Merkmale der Populationszusammensetzung ist ausschlaggebend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Variablen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Hypothesen in erhebbare Aussagen umzusetzen, werden Begriffe in Form von '''Variablen''' operationalisiert. Diese stellen Merkmale von Elementen/Untersuchungseinheiten dar. Man unterscheidet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unabhängige Variablen: Merkmale, die Bedingungen für bestimmtes Verhalten oder bestimmte Strukturen darstellen.&lt;br /&gt;
*Abhängige Variablen: Merkmale, die sich infolge anderer Merkmale verändern.&lt;br /&gt;
*Intervenierende Variablen: Werden eingesetzt, wenn die Beziehung zwischen der abhängigen und der unabhängigen Variable von einer weiteren Bedingung abhängt.&lt;br /&gt;
*Kontrollvariablen: Eine Variable, die eingesetzt wird, um zu testen, ob ein anderes Merkmal den vermuteten Zusammenhang zwischen abhängiger und unabhängiger Variable beeinflusst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Durchführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kluck, Michael: Methoden der Informationsanalyse – Einführung in die empirischen Methoden für die Informationsbedarfsanalyse und die Markt- und Benutzerforschung. In: Rainer Kuhlen; Thomas Seeger; Dietmar Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und –praxis. München: KG Saur Verlag GmbH 2004 (5., völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 1, S. 271-288&lt;br /&gt;
*Bortz, Jürgen, Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaftler. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2002 (3. überarbeitete Auflage, Nachdruck 2005)&lt;br /&gt;
*Schäuble, Ingegerd: Benutzerforschung. In: Marianne Buder; Werner Rehfeld; Thomas Seeger (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Ein Handbuch zur Einführung in die fachliche Informationsarbeit. München: Saur 1990 (3. völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 2, S. 1013-1024&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Benutzerforschung&amp;diff=6798</id>
		<title>Benutzerforschung</title>
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		<updated>2006-03-16T14:49:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Benutzerforschung und Informationsanalyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzerforschung ist im informationswissenschaftlichen Sinn Teil der Informationsanalyse. Dieser Bereich umfasst außerdem die Kommunikationsanalyse, die [[Informationsbedarfsanalyse]] und die Analyse der Bedienungsfreundlichkeit von Informationsangeboten.&lt;br /&gt;
Die Informationssnalyse nutzt die anerkannten Methoden der empirischen Sozialforschung. Ihre Ziele sind die Erkenntnisgewinnung zur Schaffung von informationellem Mehrwert, die Generierung neuen Wissens und Identifikation von Wissensdefiziten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen und Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quantitativer Forschungsansatz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die empirische Sozialforschung ermittelt über standardisierte Messprozesse Daten über die untersuchte Wirklichkeit, um von dieser Basis Aussagen über soziale Pänomene abzuleiten, behauptete Zusammenhänge zu überprüfen oder Populationen zu beschreiben. Bei qualitativen Forschungsmethoden hingegen kommen auch nicht standardisierte Verfahren zum Einsatz, wie Feldforschung und Beobachtung. Bei Befragungen können subjektive Eindrücke und Deutungen des Interviewers als Informationsquellen dienen, Fragestellungen können auch offen formuliert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussagen der Erfahrungswissenschaften, also Hypothesen und Theorien, sollen über die Realität eines Gegenstandsbereiches informieren. Grundvoraussetzung für diese Aussagen ist die Möglichkeit der '''Falsifikation'''. Das bedeutet, dass sie an der Realität, für die sie gelten sollen, auch scheitern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hypothesengenerierung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Definition====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Theorie:''' Ein System logisch widerspruchsfreier Aussagen über einen Untersuchungsgegenstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hypothese:''' Annahme über den Zusammenhang realer Sachverhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hypothesen werden aus bekannten Vorarbeiten, Untersuchungen und Theorien entwickelt. (Auch bei explorativen Untersuchungen können neue Hypothesen entstehen.) Sie müssen innerhalb ihres theoretischen Modells überprüfbar, konsistent, realistisch und plausibel sein und in einem systematischen Zusammenhang miteinander stehen. Eine Hypothese erhebt stets die Ansprüche der '''Generalisierbarkeit''', d.h. sie weist über den Einzelfall hinaus, und der '''Falsifizierbarkeit''', d.h. sie ist durch Erfahrungsdaten widerlegbar.&lt;br /&gt;
Die Formulierung von Hypothesen erfolgt in der Regel in Konditionalsätzen, also mit &amp;quot;Wenn...dann...&amp;quot; oder &amp;quot;Je...desto...&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Analyseebenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Untersuchungen unterscheidet man drei Ebenen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erhebungseinheit: Einheit, auf die sich die Stochprobe bezieht (z.B. alle Haushalte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Untersuchungseinheit: Einheit, auf die sich die Untersuchung bezieht (z.B. bestimmte Personen im Haushalt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aussageeinheit: Einheit, auf die sich die Ergebnisse und Aussagen beziehen (z.B. die Familien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswahlverfahren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine '''Vollerhebung''' ist nur in seltenen Fällen möglich, da normalerweise die Gesamtpopulation (Grundgesamtheit, Menge aller potentiellen Untersuchungsobjekte) nicht vollständig erfasst werden kann. Gründe dafür können sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*:*Infinite Population&lt;br /&gt;
*:*Zu großer Aufwand für eine Vollerhebung&lt;br /&gt;
*:*Population nur teilweise bekannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist die Untersuchung einer '''Stichprobe''' üblich, die eine Auswahl von Elementen aus der zu untersuchenden Grundgesamtheit enthält. Die Stichprobe stellt idealerweise ein verkleinertes Abbild der Grundpopulation dar, damit die Untersuchungsergebnisse verallgemeinerbar für die Grundgesamtheit werden. Eine solche Stichprobe ist '''repräsentativ'''. Dabei gilt': Je höher die Populationsähnlichkeit, desto höher die '''Repräsentativität'''.&lt;br /&gt;
Ein großer Stichprobenumfang ist dabei nicht gleichbedeutend mit einer repräsentativen Stichprobe. Nicht der Umfang, sondern die Abbildung relevanter Merkmale der Populationszusammensetzung ist ausschlaggebend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Variablen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Hypothesen in erhebbare Aussagen umzusetzen, werden Begriffe in Form von '''Variablen''' operationalisiert. Diese stellen Merkmale von Elementen/Untersuchungseinheiten dar. Man unterscheidet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Durchführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kluck, Michael: Methoden der Informationsanalyse – Einführung in die empirischen Methoden für die Informationsbedarfsanalyse und die Markt- und Benutzerforschung. In: Rainer Kuhlen; Thomas Seeger; Dietmar Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und –praxis. München: KG Saur Verlag GmbH 2004 (5., völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 1, S. 271-288&lt;br /&gt;
*Bortz, Jürgen, Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaftler. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2002 (3. überarbeitete Auflage, Nachdruck 2005)&lt;br /&gt;
*Schäuble, Ingegerd: Benutzerforschung. In: Marianne Buder; Werner Rehfeld; Thomas Seeger (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Ein Handbuch zur Einführung in die fachliche Informationsarbeit. München: Saur 1990 (3. völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 2, S. 1013-1024&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
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		<title>Benutzerforschung</title>
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		<updated>2006-03-16T14:33:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Benutzerforschung und Informationsanalyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzerforschung ist im informationswissenschaftlichen Sinn Teil der Informationsanalyse. Dieser Bereich umfasst außerdem die Kommunikationsanalyse, die [[Informationsbedarfsanalyse]] und die Analyse der Bedienungsfreundlichkeit von Informationsangeboten.&lt;br /&gt;
Die Informationssnalyse nutzt die anerkannten Methoden der empirischen Sozialforschung. Ihre Ziele sind die Erkenntnisgewinnung zur Schaffung von informationellem Mehrwert, die Generierung neuen Wissens und Identifikation von Wissensdefiziten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen und Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quantitativer Forschungsansatz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die empirische Sozialforschung ermittelt über standardisierte Messprozesse Daten über die untersuchte Wirklichkeit, um von dieser Basis Aussagen über soziale Pänomene abzuleiten, behauptete Zusammenhänge zu überprüfen oder Populationen zu beschreiben. Bei qualitativen Forschungsmethoden hingegen kommen auch nicht standardisierte Verfahren zum Einsatz, wie Feldforschung und Beobachtung. Bei Befragungen können subjektive Eindrücke und Deutungen des Interviewers als Informationsquellen dienen, Fragestellungen können auch offen formuliert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussagen der Erfahrungswissenschaften, also Hypothesen und Theorien, sollen über die Realität eines Gegenstandsbereiches informieren. Grundvoraussetzung für diese Aussagen ist die Möglichkeit der '''Falsifikation'''. Das bedeutet, dass sie an der Realität, für die sie gelten sollen, auch scheitern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hypothesengenerierung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Definition====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Theorie:''' Ein System logisch widerspruchsfreier Aussagen über einen Untersuchungsgegenstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hypothese:''' Annahme über den Zusammenhang realer Sachverhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hypothesen werden aus bekannten Vorarbeiten, Untersuchungen und Theorien entwickelt. (Auch bei explorativen Untersuchungen können neue Hypothesen entstehen.) Sie müssen innerhalb ihres theoretischen Modells überprüfbar, konsistent, realistisch und plausibel sein und in einem systematischen Zusammenhang miteinander stehen. Eine Hypothese erhebt stets die Ansprüche der '''Generalisierbarkeit''', d.h. sie weist über den Einzelfall hinaus, und der '''Falsifizierbarkeit''', d.h. sie ist durch Erfahrungsdaten widerlegbar.&lt;br /&gt;
Die Formulierung von Hypothesen erfolgt in der Regel in Konditionalsätzen, also mit &amp;quot;Wenn...dann...&amp;quot; oder &amp;quot;Je...desto...&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Analyseebenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Untersuchungen unterscheidet man drei Ebenen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erhebungseinheit: Einheit, auf die sich die Stochprobe bezieht (z.B. alle Haushalte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Untersuchungseinheit: Einheit, auf die sich die Untersuchung bezieht (z.B. bestimmte Personen im Haushalt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aussageeinheit: Einheit, auf die sich die Ergebnisse und Aussagen beziehen (z.B. die Familien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswahlverfahren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vollerhebung ist nur in seltenen Fällen möglich, da normalerweise die Gesamtpopulation (Grundgesamtheit, Menge aller potentiellen Untersuchungsobjekte) nicht vollständig erfasst werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Durchführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kluck, Michael: Methoden der Informationsanalyse – Einführung in die empirischen Methoden für die Informationsbedarfsanalyse und die Markt- und Benutzerforschung. In: Rainer Kuhlen; Thomas Seeger; Dietmar Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und –praxis. München: KG Saur Verlag GmbH 2004 (5., völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 1, S. 271-288&lt;br /&gt;
*Bortz, Jürgen, Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaftler. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2002 (3. überarbeitete Auflage, Nachdruck 2005)&lt;br /&gt;
*Schäuble, Ingegerd: Benutzerforschung. In: Marianne Buder; Werner Rehfeld; Thomas Seeger (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Ein Handbuch zur Einführung in die fachliche Informationsarbeit. München: Saur 1990 (3. völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 2, S. 1013-1024&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Designfehler&amp;diff=6793</id>
		<title>Designfehler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Designfehler&amp;diff=6793"/>
		<updated>2006-03-16T14:15:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[category:Informationsdesign]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt Designfehler im Sinne des [[Informationsdesign|Informationsdesigns]], also der Aufbereitung von Informationen zur effektiven und effizienten Nutzung. Wichtigster Aspekt des Informationsdesigns ist die [[Usability]] (hier auch: Benutzerfreundlichkeit), die Orientierung beim Design sollte stets an der Benutzergruppe/Benutzerrezeption erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aufgeführten Designfehler betreffen [[Informationssysteme]] allgemein, also sämtliche Umgebungen, wo eine Mensch-Maschine-Interaktion erfolgt, wie z.B. Webseiten, Datenbanken, Suchmasken, graphischen Software-Oberflächen, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen/Layout==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Inkonsistenz: Elemente der Oberfläche weisen kein einheitliches Design auf, was zu Unstrukturiertheit und Verwirrung beim Nutzer führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Inhaltsbezogenheit der Struktur: Die Struktur sollte den Inhalt sinnvoll einteilen und verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Benutzererwartungen: Benutzer haben naturgemäß bestimmte Erwartungen an eine Oberfläche, die berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu starke Voraussetzung von Vorwissen: Benutzer sollten je nach Benutzergruppe nicht durch als bekannt vorausgesetztes Wissen überfordert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Komplexe/unstrukturierte Hierarchie: Hierarchieebenen sollten vom Allgemeinen zum Speziellen führen und je nach Kontext nicht zu tief gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Transparenz: Der Nutzer sollte über die Struktur nicht im Unklaren gelassen werden, er sollte stets wissen, wo er sich befindet und in alle Richtungen navigieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unlogische Zusammenhänge===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asynchronität: Optische bzw. akustische Inhalte sollten einander entsprechen/ergänzen (z.B. Text und Bild, Animation und Ton).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Einheitlichkeit: Unstimmigkeiten bei der räumlichen Anordnung von Objekten (Objekte im Hintergrund sind plötzlich im Vordergrund dargestellt und umgekehrt, gleiche Bedienelemente befinden sich im Verlauf der Nutzung an verschiedenen Stellen) sind zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Navigation===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu komplexe Menüstruktur: Mehr als vier Ebenen bei der Menüstruktur sind normalerweise zu unübersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erzwingung starrer Bearbeitungsschritte: Die Reihenfolge der Wege bei der Benutzung sind zu stark vorgegeben, Dialogsequenzen werden in zu hohem Maße vordefiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu große Freiheit bei der Nutzung: Die völlige Öffnung von Handlungsspielräumen ohne Strukturierungshilfe wirkt sich verwirrend und überfordernd aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Flexibilität: Es gibt keine oder zu geringe Möglichkeiten, Arbeitsschritte zu kontrollieren, Abläufe können nicht unterbrochen und wiederaufgenommen werden. Der Benutzer soll das Werkzeug kontrollieren, nicht umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Geringe Fehlertoleranz: Irreversible Handlungen werden erlaubt, die Rückgängigmachung von Handlungen/Arbeitsschritten ist nicht möglich, oder der Benutzer wird über Korrekturmöglichkeiten im Unklaren gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Überflüssiges Feedback: Der Benutzer muss nicht mit übermäßig auftretenden Rückmeldungen zu jedem Vorgang konfrontiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Trial &amp;amp; Error-Navigation: Benutzer werden wegen mangelnder Dokumentation/Transparenz zur Vorgehensweise durch Ausprobieren verleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Navigationshilfen: Die Navigation muss ersichtlich bzw. intuitiv sein und angemessen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Entstehen von Sackgassen: Die Navigation darf nicht zu &amp;quot;ausweglosen&amp;quot; Situationen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Ladezeiten: Der Nutzer wird zur Untätigkeit gezwungen, bei Webseiten werden Wartezeiten von maximal 15 Sekunden als akzeptabel angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Technik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtberücksichtigung unbekannter Variablen: Die technischen Gegebenheiten variieren zwischen den Benutzern, so spielen beispielsweise bei der Nutzung des Webs die Faktoren &lt;br /&gt;
*:*Betriebssystem &lt;br /&gt;
*:*Browser &lt;br /&gt;
*:*Auflösung des Anzeigegeräts&lt;br /&gt;
*:*Fenstergröße&lt;br /&gt;
*:*Benutzereinstellungen (Schriftart, Farbe)&lt;br /&gt;
*:*Verbindungsgeschwindigkeit&lt;br /&gt;
*:*Plugins&lt;br /&gt;
eine Rolle. Keine unbekannten Variablen sollten beim [[Webdesign|Design]] als Voraussetzung vorgegeben oder gar erzwungen werden. Hierzu zählt auch die Erzwingung eines Eingabegeräts (Tastatur, Maus) und die Nichtberücksichtigung körperlich eingeschränkter Nutzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gestaltungsmerkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typographie===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Textzeilen: Insbesondere bei längeren Texten führen zu lange Zeilen zu erschwerter Lesbarkeit. Lediglich ca. acht Zentimeter Textbreite sind vom menschlichen Auge gleichzeitig wahrnehmbar. Je länger die Zeile wird, desto schwieriger ist es, dem Text zu folgen und die Zeile im Text zu fixieren. Es werden Augen- und/oder Kopfbewegungen nötig, was auf Dauer zu Ermüdung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kleine, unleserliche Schrift: Gut lesbarer Text sollte selbstverständlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stark gemischte Schriftarten: Eine einheitliche Schriftart sollte beibehalten werden, andere Schriftarten können sparsam zur Hervorhebung oder Abgrenzung eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einsatz serifenloser Schrifttypen: Serifenlose Schrifttypen gelten allgemein als schlechter lesbar als Serifenschriftarten, außer bei einer Darstellung auf stark strukturiertem Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangemessener Zeilenabstand: Der Zeilenabstand darf weder zu groß noch zu gering sein, 20-30% der Schriftgröße Abstand ergeben ein gut lesbares Schriftbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasste räumliche Aufteilung: Thematisch zusammengehörige Einheiten sollten nicht getrennt werden, da räumliche Nähe auch semantische Nähe impliziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein unruhiges, uneinheitliches Schriftbild ermüdet den Betrachter und erschwert die Informationsaufnahme.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasster Hintergrund: Eine unregelmäßige, uneinheitliche Hintergrundgestaltung, z.B. durch starke Musterung oder viele Farben führt zu erschwerter Lesbarkeit des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Negativschrift: Weiße Schrift auf schwarzem Grund ist schlechter lesbar als die umgekehrte Variante, da Weiß sich optisch auszudehnen scheint, die Zwischenräume verengt und somit das Gesamtbild verwischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;quot;horror vacui&amp;quot;: Bezeichnet die Angst des Designers vor leeren Flächen, in der Folge werden Oberflächen zur Gänze ausgefüllt und die Gestaltung übertrieben. Dadurch wird Sichtbares unsichtbar, wesentliche Elemente gehen im Gesamtbild unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebene Dekoration: Überflüssige dekorative Elemente wie verschnörkelte Rahmen um Text drängen sich optisch in den Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Formal-geometrische und ästhetische Merkmale sollten bei der Gestaltung nicht im Vordergrund stehen, sondern der Inhalt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Farbe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Starke Farbkontraste: Bei wechselndem Farbeinsatz mit hoher Kontrastwirkung wird das Erscheinungsbild unangenehm und unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebener Farbeinsatz: Farben sollten nur sparsam zur Hervorhebung verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnlose Farbveränderungen: Wechselnde Farben sind nur einzusetzen, wenn dies sinnvoll den Inhalt unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Grelle Farben: Sind weitgehend zu vermeiden, besonders im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Simultankontrast: Bezeichnet die Beeinflussung einer Farbfläche durch die Umfeldfarbe, besonders bei Komplementärfarben führt dies zu verschwimmender, augenfeindlicher Optik (siehe z.B. Rot auf Grün)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher und übertriebener Farbeinsatz führt zur Ablenkung der Wahrnehmung von der Information'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Siehe auch: [[Farben]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bilder/Grafiken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Visuelle Konkurrenz: Bilder in Konkurrenz zum Text ziehen stets eine höhere Aufmerksamkeit auf sich, und neigen dazu, vom Text abzulenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dekoration statt Illustration: Bilder sollten zur Verdeutlichung eingesetzt werden, und nicht zu Dekorativzwecken. Graphische Darstellungen sollten hauptsächlich kommentierend und ergänzend wirken, statt zwanghaft den Text auflockernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Misslungener Bildeinsatz: Unpassende Bilder wirken irreführend oder können gar im Widerspruch zur restlichen Darstellung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher Einsatz von Bildern führt zu überflüssigen kognitiven Verarbeitungsprozessen beim Benutzer.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Siehe auch: [[Zusammenwirken von Text und Bild]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedienelemente/Icons===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Kontextualisierung: Bedienelemente müssen eindeutig sein und die zugehörigen Befehle genau abbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Uneindeutige Relevanz der Elemente: Funktionsauslösende Elemente sollten sich deutlich von rein dekorativen oder sonstigen Elementen unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Kontinuität: Gleiche Funktionen dürfen nicht durch verschiedene Zeichen repräsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnerweiternde Abstrahierung: [[Ikonogramme|Icons]] sollen abstrakte Begriffe piktografisch darstellen (durch Metaphern aus der realen Welt). Die Abstrahierung muss dabei auf sinnreduzierende Weise erfolgen, und nicht sinnerweiternd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Irreführende Darstellungen: Je nach Vorwissen der Nutzer werden abstrahierende Darstellungen aus dem Alltagsbereich mit unterschiedlichen Begriffen assoziiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beim Einsatz von Icons ist die Problematik abstrakter Begriffe zu beachten, damit das Ziel der Vereinfachung erreicht wird.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulz, Angelika: Interfacedesign – Die visuelle Gestaltung interaktiver Computeranwendungen. St. Ingbert: Röhrig Verlag 1998&lt;br /&gt;
*Eberleh, Edmund; Oberquelle, Horst; Oppermann, Reinhard (Hrsg.): Einführung in die Software-Ergonomie. Berlin: de Gruyter 1994 (3. völlig neu gefasste Ausgabe)&lt;br /&gt;
*Heinsen, Sven; Vogt, Petra (Hrsg.): Usability praktisch umsetzen. Handbuch für Software, Web, Mobile Devices und andere interaktive Produkte. München: Carl Hanser Verlag 2003&lt;br /&gt;
*Eibl, Maximilian; Reiterer, Harald; Stephan, Peter Friedrich; Thissen, Frank (Hrsg.): Knowledge Media Design – Theorie Methodik, Praxis. München: Oldenbourg Verlag 2005&lt;br /&gt;
*Bonsiepe, Gui: Interface Design neu begreifen. Mannheim: Bollmann Verlag 1996&lt;br /&gt;
*Ossietzky, Carl von: Multimedia-Systeme. Begleitbuch zur Vorlesung. Universität Oldenburg, Fachbereich Informatik 1998. Online verfügbar unter: [http://www-is.informatik.uni-oldenburg.de/%7Edibo/teaching/mm97/buch/node65.html] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;br /&gt;
*Luckhardt, Heinz-Dirk: Zum Informationsdesign von Texten. In: Virtuelles Handbuch Informationswissenschaft. Online verfügbar unter: [http://is.uni-sb.de/studium/handbuch/textinfodesign] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Boris Seewald|Boris Seewald]] 15:15, 16. Mär 2006 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Designfehler&amp;diff=6792</id>
		<title>Designfehler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Designfehler&amp;diff=6792"/>
		<updated>2006-03-16T14:14:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[category:Informationsdesign]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt Designfehler im Sinne des [[Informationsdesign|Informationsdesigns]], also der Aufbereitung von Informationen zur effektiven und effizienten Nutzung. Wichtigster Aspekt des Informationsdesigns ist die [[Usability]] (hier auch: Benutzerfreundlichkeit), die Orientierung beim Design sollte stets an der Benutzergruppe/Benutzerrezeption erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aufgeführten Designfehler betreffen [[Informationssysteme]] allgemein, also sämtliche Umgebungen, wo eine Mensch-Maschine-Interaktion erfolgt, wie z.B. Webseiten, Datenbanken, Suchmasken, graphischen Software-Oberflächen, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen/Layout==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Inkonsistenz: Elemente der Oberfläche weisen kein einheitliches Design auf, was zu Unstrukturiertheit und Verwirrung beim Nutzer führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Inhaltsbezogenheit der Struktur: Die Struktur sollte den Inhalt sinnvoll einteilen und verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Benutzererwartungen: Benutzer haben naturgemäß bestimmte Erwartungen an eine Oberfläche, die berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu starke Voraussetzung von Vorwissen: Benutzer sollten je nach Benutzergruppe nicht durch als bekannt vorausgesetztes Wissen überfordert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Komplexe/unstrukturierte Hierarchie: Hierarchieebenen sollten vom Allgemeinen zum Speziellen führen und je nach Kontext nicht zu tief gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Transparenz: Der Nutzer sollte über die Struktur nicht im Unklaren gelassen werden, er sollte stets wissen, wo er sich befindet und in alle Richtungen navigieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unlogische Zusammenhänge===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asynchronität: Optische bzw. akustische Inhalte sollten einander entsprechen/ergänzen (z.B. Text und Bild, Animation und Ton).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Einheitlichkeit: Unstimmigkeiten bei der räumlichen Anordnung von Objekten (Objekte im Hintergrund sind plötzlich im Vordergrund dargestellt und umgekehrt, gleiche Bedienelemente befinden sich im Verlauf der Nutzung an verschiedenen Stellen) sind zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Navigation===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu komplexe Menüstruktur: Mehr als vier Ebenen bei der Menüstruktur sind normalerweise zu unübersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erzwingung starrer Bearbeitungsschritte: Die Reihenfolge der Wege bei der Benutzung sind zu stark vorgegeben, Dialogsequenzen werden in zu hohem Maße vordefiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu große Freiheit bei der Nutzung: Die völlige Öffnung von Handlungsspielräumen ohne Strukturierungshilfe wirkt sich verwirrend und überfordernd aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Flexibilität: Es gibt keine oder zu geringe Möglichkeiten, Arbeitsschritte zu kontrollieren, Abläufe können nicht unterbrochen und wiederaufgenommen werden. Der Benutzer soll das Werkzeug kontrollieren, nicht umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Geringe Fehlertoleranz: Irreversible Handlungen werden erlaubt, die Rückgängigmachung von Handlungen/Arbeitsschritten ist nicht möglich, oder der Benutzer wird über Korrekturmöglichkeiten im Unklaren gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Überflüssiges Feedback: Der Benutzer muss nicht mit übermäßig auftretenden Rückmeldungen zu jedem Vorgang konfrontiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Trial &amp;amp; Error-Navigation: Benutzer werden wegen mangelnder Dokumentation/Transparenz zur Vorgehensweise durch Ausprobieren verleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Navigationshilfen: Die Navigation muss ersichtlich bzw. intuitiv sein und angemessen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Entstehen von Sackgassen: Die Navigation darf nicht zu &amp;quot;ausweglosen&amp;quot; Situationen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Ladezeiten: Der Nutzer wird zur Untätigkeit gezwungen, bei Webseiten werden Wartezeiten von maximal 15 Sekunden als akzeptabel angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Technik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtberücksichtigung unbekannter Variablen: Die technischen Gegebenheiten variieren zwischen den Benutzern, so spielen beispielsweise bei der Nutzung des Webs die Faktoren &lt;br /&gt;
*:*Betriebssystem &lt;br /&gt;
*:*Browser &lt;br /&gt;
*:*Auflösung des Anzeigegeräts&lt;br /&gt;
*:*Fenstergröße&lt;br /&gt;
*:*Benutzereinstellungen (Schriftart, Farbe)&lt;br /&gt;
*:*Verbindungsgeschwindigkeit&lt;br /&gt;
*:*Plugins&lt;br /&gt;
eine Rolle. Keine unbekannten Variablen sollten beim [[Webdesign|Design]] als Voraussetzung vorgegeben oder gar erzwungen werden. Hierzu zählt auch die Erzwingung eines Eingabegeräts (Tastatur, Maus) und die Nichtberücksichtigung körperlich eingeschränkter Nutzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gestaltungsmerkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typographie===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Textzeilen: Insbesondere bei längeren Texten führen zu lange Zeilen zu erschwerter Lesbarkeit. Lediglich ca. acht Zentimeter Textbreite sind vom menschlichen Auge gleichzeitig wahrnehmbar. Je länger die Zeile wird, desto schwieriger ist es, dem Text zu folgen und die Zeile im Text zu fixieren. Es werden Augen- und/oder Kopfbewegungen nötig, was auf Dauer zu Ermüdung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kleine, unleserliche Schrift: Gut lesbarer Text sollte selbstverständlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stark gemischte Schriftarten: Eine einheitliche Schriftart sollte beibehalten werden, andere Schriftarten können sparsam zur Hervorhebung oder Abgrenzung eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einsatz serifenloser Schrifttypen: Serifenlose Schrifttypen gelten allgemein als schlechter lesbar als Serifenschriftarten, außer bei einer Darstellung auf stark strukturiertem Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangemessener Zeilenabstand: Der Zeilenabstand darf weder zu groß noch zu gering sein, 20-30% der Schriftgröße Abstand ergeben ein gut lesbares Schriftbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasste räumliche Aufteilung: Thematisch zusammengehörige Einheiten sollten nicht getrennt werden, da räumliche Nähe auch semantische Nähe impliziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein unruhiges, uneinheitliches Schriftbild ermüdet den Betrachter und erschwert die Informationsaufnahme.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasster Hintergrund: Eine unregelmäßige, uneinheitliche Hintergrundgestaltung, z.B. durch starke Musterung oder viele Farben führt zu erschwerter Lesbarkeit des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Negativschrift: Weiße Schrift auf schwarzem Grund ist schlechter lesbar als die umgekehrte Variante, da Weiß sich optisch auszudehnen scheint, die Zwischenräume verengt und somit das Gesamtbild verwischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;quot;horror vacui&amp;quot;: Bezeichnet die Angst des Designers vor leeren Flächen, in der Folge werden Oberflächen zur Gänze ausgefüllt und die Gestaltung übertrieben. Dadurch wird Sichtbares unsichtbar, wesentliche Elemente gehen im Gesamtbild unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebene Dekoration: Überflüssige dekorative Elemente wie verschnörkelte Rahmen um Text drängen sich optisch in den Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Formal-geometrische und ästhetische Merkmale sollten bei der Gestaltung nicht im Vordergrund stehen, sondern der Inhalt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Farbe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Starke Farbkontraste: Bei wechselndem Farbeinsatz mit hoher Kontrastwirkung wird das Erscheinungsbild unangenehm und unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebener Farbeinsatz: Farben sollten nur sparsam zur Hervorhebung verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnlose Farbveränderungen: Wechselnde Farben sind nur einzusetzen, wenn dies sinnvoll den Inhalt unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Grelle Farben: Sind weitgehend zu vermeiden, besonders im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Simultankontrast: Bezeichnet die Beeinflussung einer Farbfläche durch die Umfeldfarbe, besonders bei Komplementärfarben führt dies zu verschwimmender, augenfeindlicher Optik (siehe z.B. Rot auf Grün)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher und übertriebener Farbeinsatz führt zur Ablenkung der Wahrnehmung von der Information'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Siehe auch: [[Farben]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bilder/Grafiken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Visuelle Konkurrenz: Bilder in Konkurrenz zum Text ziehen stets eine höhere Aufmerksamkeit auf sich, und neigen dazu, vom Text abzulenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dekoration statt Illustration: Bilder sollten zur Verdeutlichung eingesetzt werden, und nicht zu Dekorativzwecken. Graphische Darstellungen sollten hauptsächlich kommentierend und ergänzend wirken, statt zwanghaft den Text auflockernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Misslungener Bildeinsatz: Unpassende Bilder wirken irreführend oder können gar im Widerspruch zur restlichen Darstellung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher Einsatz von Bildern führt zu überflüssigen kognitiven Verarbeitungsprozessen beim Benutzer.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Siehe auch: [[Zusammenwirken von Text und Bild]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedienelemente/Icons===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Kontextualisierung: Bedienelemente müssen eindeutig sein und die zugehörigen Befehle genau abbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Uneindeutige Relevanz der Elemente: Funktionsauslösende Elemente sollten sich deutlich von rein dekorativen oder sonstigen Elementen unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Kontinuität: Gleiche Funktionen dürfen nicht durch verschiedene Zeichen repräsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnerweiternde Abstrahierung: [[Ikonogramme|Icons]] sollen abstrakte Begriffe piktografisch darstellen (durch Metaphern aus der realen Welt). Die Abstrahierung muss dabei auf sinnreduzierende Weise erfolgen, und nicht sinnerweiternd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Irreführende Darstellungen: Je nach Vorwissen der Nutzer werden abstrahierende Darstellungen aus dem Alltagsbereich mit unterschiedlichen Begriffen assoziiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beim Einsatz von Icons ist die Problematik abstrakter Begriffe zu beachten, damit das Ziel der Vereinfachung erreicht wird.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulz, Angelika: Interfacedesign – Die visuelle Gestaltung interaktiver Computeranwendungen. St. Ingbert: Röhrig Verlag 1998&lt;br /&gt;
*Eberleh, Edmund; Oberquelle, Horst; Oppermann, Reinhard (Hrsg.): Einführung in die Software-Ergonomie. Berlin: de Gruyter 1994 (3. völlig neu gefasste Ausgabe)&lt;br /&gt;
*Heinsen, Sven; Vogt, Petra (Hrsg.): Usability praktisch umsetzen. Handbuch für Software, Web, Mobile Devices und andere interaktive Produkte. München: Carl Hanser Verlag 2003&lt;br /&gt;
*Eibl, Maximilian; Reiterer, Harald; Stephan, Peter Friedrich; Thissen, Frank (Hrsg.): Knowledge Media Design – Theorie Methodik, Praxis. München: Oldenbourg Verlag 2005&lt;br /&gt;
*Bonsiepe, Gui: Interface Design neu begreifen. Mannheim: Bollmann Verlag 1996&lt;br /&gt;
*Ossietzky, Carl von: Multimedia-Systeme. Begleitbuch zur Vorlesung. Universität Oldenburg, Fachbereich Informatik 1998. Online verfügbar unter: [http://www-is.informatik.uni-oldenburg.de/%7Edibo/teaching/mm97/buch/node65.html] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;br /&gt;
*Luckhardt, Heinz-Dirk: Zum Informationsdesign von Texten. In: Virtuelles Handbuch Informationswissenschaft. Online verfügbar unter: [http://is.uni-sb.de/studium/handbuch/textinfodesign] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Boris Seewald|Boris Seewald]] 14:05, 16. Mär 2006 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Designfehler&amp;diff=6791</id>
		<title>Designfehler</title>
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		<updated>2006-03-16T14:08:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[category:Informationsdesign]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt Designfehler im Sinne des [[Informationsdesign|Informationsdesigns]], also der Aufbereitung von Informationen zur effektiven und effizienten Nutzung. Wichtigster Aspekt des Informationsdesigns ist die [[Usability]] (hier auch: Benutzerfreundlichkeit), die Orientierung beim Design sollte stets an der Benutzergruppe/Benutzerrezeption erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aufgeführten Designfehler betreffen [[Informationssysteme]] allgemein, also sämtliche Umgebungen, wo eine Mensch-Maschine-Interaktion erfolgt, wie z.B. Webseiten, Datenbanken, Suchmasken, graphischen Software-Oberflächen, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen/Layout==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Inkonsistenz: Elemente der Oberfläche weisen kein einheitliches Design auf, was zu Unstrukturiertheit und Verwirrung beim Nutzer führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Inhaltsbezogenheit der Struktur: Die Struktur sollte den Inhalt sinnvoll einteilen und verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Benutzererwartungen: Benutzer haben naturgemäß bestimmte Erwartungen an eine Oberfläche, die berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu starke Voraussetzung von Vorwissen: Benutzer sollten je nach Benutzergruppe nicht durch als bekannt vorausgesetztes Wissen überfordert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Komplexe/unstrukturierte Hierarchie: Hierarchieebenen sollten vom Allgemeinen zum Speziellen führen und je nach Kontext nicht zu tief gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Transparenz: Der Nutzer sollte über die Struktur nicht im Unklaren gelassen werden, er sollte stets wissen, wo er sich befindet und in alle Richtungen navigieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unlogische Zusammenhänge===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asynchronität: Optische bzw. akustische Inhalte sollten einander entsprechen/ergänzen (z.B. Text und Bild, Animation und Ton).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Einheitlichkeit: Unstimmigkeiten bei der räumlichen Anordnung von Objekten (Objekte im Hintergrund sind plötzlich im Vordergrund dargestellt und umgekehrt, gleiche Bedienelemente befinden sich im Verlauf der Nutzung an verschiedenen Stellen) sind zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Navigation===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu komplexe Menüstruktur: Mehr als vier Ebenen bei der Menüstruktur sind normalerweise zu unübersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erzwingung starrer Bearbeitungsschritte: Die Reihenfolge der Wege bei der Benutzung sind zu stark vorgegeben, Dialogsequenzen werden in zu hohem Maße vordefiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu große Freiheit bei der Nutzung: Die völlige Öffnung von Handlungsspielräumen ohne Strukturierungshilfe wirkt sich verwirrend und überfordernd aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Flexibilität: Es gibt keine oder zu geringe Möglichkeiten, Arbeitsschritte zu kontrollieren, Abläufe können nicht unterbrochen und wiederaufgenommen werden. Der Benutzer soll das Werkzeug kontrollieren, nicht umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Geringe Fehlertoleranz: Irreversible Handlungen werden erlaubt, die Rückgängigmachung von Handlungen/Arbeitsschritten ist nicht möglich, oder der Benutzer wird über Korrekturmöglichkeiten im Unklaren gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Überflüssiges Feedback: Der Benutzer muss nicht mit übermäßig auftretenden Rückmeldungen zu jedem Vorgang konfrontiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Trial &amp;amp; Error-Navigation: Benutzer werden wegen mangelnder Dokumentation/Transparenz zur Vorgehensweise durch Ausprobieren verleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Navigationshilfen: Die Navigation muss ersichtlich bzw. intuitiv sein und angemessen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Entstehen von Sackgassen: Die Navigation darf nicht zu &amp;quot;ausweglosen&amp;quot; Situationen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Ladezeiten: Der Nutzer wird zur Untätigkeit gezwungen, bei Webseiten werden Wartezeiten von maximal 15 Sekunden als akzeptabel angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Technik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtberücksichtigung unbekannter Variablen: Die technischen Gegebenheiten variieren zwischen den Benutzern, so spielen beispielsweise bei der Nutzung des Webs die Faktoren &lt;br /&gt;
*:*Betriebssystem &lt;br /&gt;
*:*Browser &lt;br /&gt;
*:*Auflösung des Anzeigegeräts&lt;br /&gt;
*:*Fenstergröße&lt;br /&gt;
*:*Benutzereinstellungen (Schriftart, Farbe)&lt;br /&gt;
*:*Verbindungsgeschwindigkeit&lt;br /&gt;
*:*Plugins&lt;br /&gt;
eine Rolle. Keine unbekannten Variablen sollten beim [[Webdesign|Design]] als Voraussetzung vorgegeben oder gar erzwungen werden. Hierzu zählt auch die Erzwingung eines Eingabegeräts (Tastatur, Maus) und die Nichtberücksichtigung körperlich eingeschränkter Nutzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gestaltungsmerkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typographie===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Textzeilen: Insbesondere bei längeren Texten führen zu lange Zeilen zu erschwerter Lesbarkeit. Lediglich ca. acht Zentimeter Textbreite sind vom menschlichen Auge gleichzeitig wahrnehmbar. Je länger die Zeile wird, desto schwieriger ist es, dem Text zu folgen und die Zeile im Text zu fixieren. Es werden Augen- und/oder Kopfbewegungen nötig, was auf Dauer zu Ermüdung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kleine, unleserliche Schrift: Gut lesbarer Text sollte selbstverständlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stark gemischte Schriftarten: Eine einheitliche Schriftart sollte beibehalten werden, andere Schriftarten können sparsam zur Hervorhebung oder Abgrenzung eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einsatz serifenloser Schrifttypen: Serifenlose Schrifttypen gelten allgemein als schlechter lesbar als Serifenschriftarten, außer bei einer Darstellung auf stark strukturiertem Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangemessener Zeilenabstand: Der Zeilenabstand darf weder zu groß noch zu gering sein, 20-30% der Schriftgröße Abstand ergeben ein gut lesbares Schriftbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasste räumliche Aufteilung: Thematisch zusammengehörige Einheiten sollten nicht getrennt werden, da räumliche Nähe auch semantische Nähe impliziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein unruhiges, uneinheitliches Schriftbild ermüdet den Betrachter und erschwert die Informationsaufnahme.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasster Hintergrund: Eine unregelmäßige, uneinheitliche Hintergrundgestaltung, z.B. durch starke Musterung oder viele Farben führt zu erschwerter Lesbarkeit des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Negativschrift: Weiße Schrift auf schwarzem Grund ist schlechter lesbar als die umgekehrte Variante, da Weiß sich optisch auszudehnen scheint, die Zwischenräume verengt und somit das Gesamtbild verwischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;quot;horror vacui&amp;quot;: Bezeichnet die Angst des Designers vor leeren Flächen, in der Folge werden Oberflächen zur Gänze ausgefüllt und die Gestaltung übertrieben. Dadurch wird Sichtbares unsichtbar, wesentliche Elemente gehen im Gesamtbild unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebene Dekoration: Überflüssige dekorative Elemente wie verschnörkelte Rahmen um Text drängen sich optisch in den Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Formal-geometrische und ästhetische Merkmale sollten bei der Gestaltung nicht im Vordergrund stehen, sondern der Inhalt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Farbe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Starke Farbkontraste: Bei wechselndem Farbeinsatz mit hoher Kontrastwirkung wird das Erscheinungsbild unangenehm und unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebener Farbeinsatz: Farben sollten nur sparsam zur Hervorhebung verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnlose Farbveränderungen: Wechselnde Farben sind nur einzusetzen, wenn dies sinnvoll den Inhalt unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Grelle Farben: Sind weitgehend zu vermeiden, besonders im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Simultankontrast: Bezeichnet die Beeinflussung einer Farbfläche durch die Umfeldfarbe, besonders bei Komplementärfarben führt dies zu verschwimmender, augenfeindlicher Optik (siehe z.B. Rot auf Grün)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher und übertriebener Farbeinsatz führt zur Ablenkung der Wahrnehmung von der Information'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bilder/Grafiken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Visuelle Konkurrenz: Bilder in Konkurrenz zum Text ziehen stets eine höhere Aufmerksamkeit auf sich, und neigen dazu, vom Text abzulenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dekoration statt Illustration: Bilder sollten zur Verdeutlichung eingesetzt werden, und nicht zu Dekorativzwecken. Graphische Darstellungen sollten hauptsächlich kommentierend und ergänzend wirken, statt zwanghaft den Text auflockernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Misslungener Bildeinsatz: Unpassende Bilder wirken irreführend oder können gar im Widerspruch zur restlichen Darstellung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher Einsatz von Bildern führt zu überflüssigen kognitiven Verarbeitungsprozessen beim Benutzer.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Siehe auch: [[Zusammenwirken von Text und Bild]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedienelemente/Icons===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Kontextualisierung: Bedienelemente müssen eindeutig sein und die zugehörigen Befehle genau abbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Uneindeutige Relevanz der Elemente: Funktionsauslösende Elemente sollten sich deutlich von rein dekorativen oder sonstigen Elementen unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Kontinuität: Gleiche Funktionen dürfen nicht durch verschiedene Zeichen repräsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnerweiternde Abstrahierung: [[Ikonogramme|Icons]] sollen abstrakte Begriffe piktografisch darstellen (durch Metaphern aus der realen Welt). Die Abstrahierung muss dabei auf sinnreduzierende Weise erfolgen, und nicht sinnerweiternd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Irreführende Darstellungen: Je nach Vorwissen der Nutzer werden abstrahierende Darstellungen aus dem Alltagsbereich mit unterschiedlichen Begriffen assoziiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beim Einsatz von Icons ist die Problematik abstrakter Begriffe zu beachten, damit das Ziel der Vereinfachung erreicht wird.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulz, Angelika: Interfacedesign – Die visuelle Gestaltung interaktiver Computeranwendungen. St. Ingbert: Röhrig Verlag 1998&lt;br /&gt;
*Eberleh, Edmund; Oberquelle, Horst; Oppermann, Reinhard (Hrsg.): Einführung in die Software-Ergonomie. Berlin: de Gruyter 1994 (3. völlig neu gefasste Ausgabe)&lt;br /&gt;
*Heinsen, Sven; Vogt, Petra (Hrsg.): Usability praktisch umsetzen. Handbuch für Software, Web, Mobile Devices und andere interaktive Produkte. München: Carl Hanser Verlag 2003&lt;br /&gt;
*Eibl, Maximilian; Reiterer, Harald; Stephan, Peter Friedrich; Thissen, Frank (Hrsg.): Knowledge Media Design – Theorie Methodik, Praxis. München: Oldenbourg Verlag 2005&lt;br /&gt;
*Bonsiepe, Gui: Interface Design neu begreifen. Mannheim: Bollmann Verlag 1996&lt;br /&gt;
*Ossietzky, Carl von: Multimedia-Systeme. Begleitbuch zur Vorlesung. Universität Oldenburg, Fachbereich Informatik 1998. Online verfügbar unter: [http://www-is.informatik.uni-oldenburg.de/%7Edibo/teaching/mm97/buch/node65.html] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;br /&gt;
*Luckhardt, Heinz-Dirk: Zum Informationsdesign von Texten. In: Virtuelles Handbuch Informationswissenschaft. Online verfügbar unter: [http://is.uni-sb.de/studium/handbuch/textinfodesign] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Boris Seewald|Boris Seewald]] 14:05, 16. Mär 2006 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
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		<title>Benutzerforschung</title>
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		<updated>2006-03-16T13:48:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Benutzerforschung und Informationsanalyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzerforschung ist im informationswissenschaftlichen Sinn Teil der Informationsanalyse. Dieser Bereich umfasst außerdem die Kommunikationsanalyse, die [[Informationsbedarfsanalyse]] und die Analyse der Bedienungsfreundlichkeit von Informationsangeboten.&lt;br /&gt;
Die Informationssnalyse nutzt die anerkannten Methoden der empirischen Sozialforschung. Ihre Ziele sind die Erkenntnisgewinnung zur Schaffung von informationellem Mehrwert, die Generierung neuen Wissens und Identifikation von Wissensdefiziten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen und Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quantitativer Forschungsansatz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die empirische Sozialforschung ermittelt über standardisierte Messprozesse Daten über die untersuchte Wirklichkeit, um von dieser Basis Aussagen über soziale Pänomene abzuleiten, behauptete Zusammenhänge zu überprüfen oder Populationen zu beschreiben. Bei qualitativen Forschungsmethoden hingegen kommen auch nicht standardisierte Verfahren zum Einsatz, wie Feldforschung und Beobachtung. Bei Befragungen können subjektive Eindrücke und Deutungen des Interviewers als Informationsquellen dienen, Fragestellungen können auch offen formuliert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussagen der Erfahrungswissenschaften, also Hypothesen und Theorien, sollen über die Realität eines Gegenstandsbereiches informieren. Grundvoraussetzung für diese Aussagen ist die Möglichkeit der '''Falsifikation'''. Das bedeutet, dass sie an der Realität, für die sie gelten sollen, auch scheitern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hypothesengenerierung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Definition====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Theorie:''' Ein System logisch widerspruchsfreier Aussagen über einen Untersuchungsgegenstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hypothese:''' Annahme über den Zusammenhang realer Sachverhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hypothesen werden aus bekannten Vorarbeiten, Untersuchungen und Theorien entwickelt. Siemüssen innerhalb ihres theoretischen Modells überprüfbar, konsistent, realistisch und plausibel sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Durchführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kluck, Michael: Methoden der Informationsanalyse – Einführung in die empirischen Methoden für die Informationsbedarfsanalyse und die Markt- und Benutzerforschung. In: Rainer Kuhlen; Thomas Seeger; Dietmar Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und –praxis. München: KG Saur Verlag GmbH 2004 (5., völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 1, S. 271-288&lt;br /&gt;
*Bortz, Jürgen, Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaftler. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2002 (3. überarbeitete Auflage, Nachdruck 2005)&lt;br /&gt;
*Schäuble, Ingegerd: Benutzerforschung. In: Marianne Buder; Werner Rehfeld; Thomas Seeger (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Ein Handbuch zur Einführung in die fachliche Informationsarbeit. München: Saur 1990 (3. völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 2, S. 1013-1024&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
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		<title>Benutzerforschung</title>
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		<updated>2006-03-16T13:45:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Benutzerforschung und Informationsanalyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzerforschung ist im informationswissenschaftlichen Sinn Teil der Informationsanalyse. Dieser Bereich umfasst außerdem die Kommunikationsanalyse, die [[Informationsbedarfsanalyse]] und die Analyse der Bedienungsfreundlichkeit von Informationsangeboten.&lt;br /&gt;
Die Informationssnalyse nutzt die anerkannten Methoden der empirischen Sozialforschung. Ihre Ziele sind die Erkenntnisgewinnung zur Schaffung von informationellem Mehrwert, die Generierung neuen Wissens und Identifikation von Wissensdefiziten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen und Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quantitativer Forschungsansatz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die empirische Sozialforschung ermittelt über standardisierte Messprozesse Daten über die untersuchte Wirklichkeit, um von dieser Basis Aussagen über soziale Pänomene abzuleiten, behauptete Zusammenhänge zu überprüfen oder Populationen zu beschreiben. Bei qualitativen Forschungsmethoden hingegen kommen auch nicht standardisierte Verfahren zum Einsatz, wie Feldforschung und Beobachtung. Bei Befragungen können subjektive Eindrücke und Deutungen des Interviewers als Informationsquellen dienen, Fragestellungen können auch offen formuliert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussagen der Erfahrungswissenschaften, also Hypothesen und Theorien, sollen über die Realität eines Gegenstandsbereiches informieren. Grundvoraussetzung für diese Aussagen ist die Möglichkeit der '''Falsifikation'''. Das bedeutet, dass sie an der Realität, für die sie gelten sollen, auch scheitern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hypothesengenerierung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Definition====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Theorie:''' Ein System logisch widerspruchsfreier Aussagen über einen Untersuchungsgegenstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hypothese:''' Annahme über den Zusammenhang realer Sachverhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Durchführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kluck, Michael: Methoden der Informationsanalyse – Einführung in die empirischen Methoden für die Informationsbedarfsanalyse und die Markt- und Benutzerforschung. In: Rainer Kuhlen; Thomas Seeger; Dietmar Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und –praxis. München: KG Saur Verlag GmbH 2004 (5., völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 1, S. 271-288&lt;br /&gt;
*Bortz, Jürgen, Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaftler. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2002 (3. überarbeitete Auflage, Nachdruck 2005)&lt;br /&gt;
*Schäuble, Ingegerd: Benutzerforschung. In: Marianne Buder; Werner Rehfeld; Thomas Seeger (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Ein Handbuch zur Einführung in die fachliche Informationsarbeit. München: Saur 1990 (3. völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 2, S. 1013-1024&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Benutzerforschung und Informationsanalyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzerforschung ist im informationswissenschaftlichen Sinn Teil der Informationsanalyse. Dieser Bereich umfasst außerdem die Kommunikationsanalyse, die [[Informationsbedarfsanalyse]] und die Analyse der Bedienungsfreundlichkeit von Informationsangeboten.&lt;br /&gt;
Die Informationssnalyse nutzt die anerkannten Methoden der empirischen Sozialforschung. Ihre Ziele sind die Erkenntnisgewinnung zur Schaffung von informationellem Mehrwert, die Generierung neuen Wissens und Identifikation von Wissensdefiziten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen und Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quantitativer Forschungsansatz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussagen der Erfahrungswissenschaften, also Hypothesen und Theorien, sollen über die Realität eines Gegenstandsbereiches informieren. Grundvoraussetzung für diese Aussagen ist die Möglichkeit der '''Falsifikation'''. Das bedeutet, dass sie an der Realität, für die sie gelten sollen, auch scheitern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Durchführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kluck, Michael: Methoden der Informationsanalyse – Einführung in die empirischen Methoden für die Informationsbedarfsanalyse und die Markt- und Benutzerforschung. In: Rainer Kuhlen; Thomas Seeger; Dietmar Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und –praxis. München: KG Saur Verlag GmbH 2004 (5., völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 1, S. 271-288&lt;br /&gt;
*Bortz, Jürgen, Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaftler. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2002 (3. überarbeitete Auflage, Nachdruck 2005)&lt;br /&gt;
*Schäuble, Ingegerd: Benutzerforschung. In: Marianne Buder; Werner Rehfeld; Thomas Seeger (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Ein Handbuch zur Einführung in die fachliche Informationsarbeit. München: Saur 1990 (3. völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 2, S. 1013-1024&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
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		<title>Benutzerforschung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Benutzerforschung und Informationsanalyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzerforschung ist im informationswissenschaftlichen Sinn Teil der Informationsanalyse. Dieser Bereich umfasst außerdem die Kommunikationsanalyse, die Informationsbedarfsanalyse und die Analyse der Bedienungsfreundlichkeit von Informationsangeboten.&lt;br /&gt;
Die Informationssnalyse nutzt die anerkannten Methoden der empirischen Sozialforschung. Ihre Ziele sind die Erkenntnisgewinnung zur Schaffung von informationellem Mehrwert, die Generierung neuen Wissens und Identifikation von Wissensdefiziten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen und Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quantitativer Forschungsansatz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussagen der Erfahrungswissenschaften, also Hypothesen und Theorien, sollen über die Realität eines Gegenstandsbereiches informieren. Grundvoraussetzung für diese Aussagen ist die Möglichkeit der '''Falsifikation'''. Das bedeutet, dass sie an der Realität, für die sie gelten sollen, auch scheitern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Durchführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kluck, Michael: Methoden der Informationsanalyse – Einführung in die empirischen Methoden für die Informationsbedarfsanalyse und die Markt- und Benutzerforschung. In: Rainer Kuhlen; Thomas Seeger; Dietmar Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und –praxis. München: KG Saur Verlag GmbH 2004 (5., völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 1, S. 271-288&lt;br /&gt;
*Bortz, Jürgen, Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaftler. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2002 (3. überarbeitete Auflage, Nachdruck 2005)&lt;br /&gt;
*Schäuble, Ingegerd: Benutzerforschung. In: Marianne Buder; Werner Rehfeld; Thomas Seeger (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Ein Handbuch zur Einführung in die fachliche Informationsarbeit. München: Saur 1990 (3. völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 2, S. 1013-1024&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
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		<title>Benutzerforschung</title>
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		<updated>2006-03-16T13:11:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Benutzerforschung und Informationsanalyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzerforschung ist im informationswissenschaftlichen Sinn Teil der Informationsanalyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen und Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Durchführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kluck, Michael: Methoden der Informationsanalyse – Einführung in die empirischen Methoden für die Informationsbedarfsanalyse und die Markt- und Benutzerforschung. In: Rainer Kuhlen; Thomas Seeger; Dietmar Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und –praxis. München: KG Saur Verlag GmbH 2004 (5., völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 1, S. 271-288&lt;br /&gt;
*Bortz, Jürgen, Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaftler. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2002 (3. überarbeitete Auflage, Nachdruck 2005)&lt;br /&gt;
*Schäuble, Ingegerd: Benutzerforschung. In: Marianne Buder; Werner Rehfeld; Thomas Seeger (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Ein Handbuch zur Einführung in die fachliche Informationsarbeit. München: Saur 1990 (3. völlig neu gefasste Ausgabe), Bd. 2, S. 1013-1024&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Designfehler&amp;diff=6785</id>
		<title>Designfehler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Designfehler&amp;diff=6785"/>
		<updated>2006-03-16T13:05:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[category:Informationsdesign]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt Designfehler im Sinne des [[Informationsdesign|Informationsdesigns]], also der Aufbereitung von Informationen zur effektiven und effizienten Nutzung. Wichtigster Aspekt des Informationsdesigns ist die [[Usability]] (hier auch: Benutzerfreundlichkeit), die Orientierung beim Design sollte stets an der Benutzergruppe/Benutzerrezeption erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aufgeführten Designfehler betreffen [[Informationssysteme]] allgemein, also sämtliche Umgebungen, wo eine Mensch-Maschine-Interaktion erfolgt, wie z.B. Webseiten, Datenbanken, Suchmasken, graphischen Software-Oberflächen, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen/Layout==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Inkonsistenz: Elemente der Oberfläche weisen kein einheitliches Design auf, was zu Unstrukturiertheit und Verwirrung beim Nutzer führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Inhaltsbezogenheit der Struktur: Die Struktur sollte den Inhalt sinnvoll einteilen und verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Benutzererwartungen: Benutzer haben naturgemäß bestimmte Erwartungen an eine Oberfläche, die berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu starke Voraussetzung von Vorwissen: Benutzer sollten je nach Benutzergruppe nicht durch als bekannt vorausgesetztes Wissen überfordert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Komplexe/unstrukturierte Hierarchie: Hierarchieebenen sollten vom Allgemeinen zum Speziellen führen und je nach Kontext nicht zu tief gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Transparenz: Der Nutzer sollte über die Struktur nicht im Unklaren gelassen werden, er sollte stets wissen, wo er sich befindet und in alle Richtungen navigieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unlogische Zusammenhänge===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asynchronität: Optische bzw. akustische Inhalte sollten einander entsprechen/ergänzen (z.B. Text und Bild, Animation und Ton).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Einheitlichkeit: Unstimmigkeiten bei der räumlichen Anordnung von Objekten (Objekte im Hintergrund sind plötzlich im Vordergrund dargestellt und umgekehrt, gleiche Bedienelemente befinden sich im Verlauf der Nutzung an verschiedenen Stellen) sind zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Navigation===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu komplexe Menüstruktur: Mehr als vier Ebenen bei der Menüstruktur sind normalerweise zu unübersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erzwingung starrer Bearbeitungsschritte: Die Reihenfolge der Wege bei der Benutzung sind zu stark vorgegeben, Dialogsequenzen werden in zu hohem Maße vordefiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu große Freiheit bei der Nutzung: Die völlige Öffnung von Handlungsspielräumen ohne Strukturierungshilfe wirkt sich verwirrend und überfordernd aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Flexibilität: Es gibt keine oder zu geringe Möglichkeiten, Arbeitsschritte zu kontrollieren, Abläufe können nicht unterbrochen und wiederaufgenommen werden. Der Benutzer soll das Werkzeug kontrollieren, nicht umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Geringe Fehlertoleranz: Irreversible Handlungen werden erlaubt, die Rückgängigmachung von Handlungen/Arbeitsschritten ist nicht möglich, oder der Benutzer wird über Korrekturmöglichkeiten im Unklaren gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Überflüssiges Feedback: Der Benutzer muss nicht mit übermäßig auftretenden Rückmeldungen zu jedem Vorgang konfrontiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Trial &amp;amp; Error-Navigation: Benutzer werden wegen mangelnder Dokumentation/Transparenz zur Vorgehensweise durch Ausprobieren verleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Navigationshilfen: Die Navigation muss ersichtlich bzw. intuitiv sein und angemessen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Entstehen von Sackgassen: Die Navigation darf nicht zu &amp;quot;ausweglosen&amp;quot; Situationen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Ladezeiten: Der Nutzer wird zur Untätigkeit gezwungen, bei Webseiten werden Wartezeiten von maximal 15 Sekunden als akzeptabel angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Technik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtberücksichtigung unbekannter Variablen: Die technischen Gegebenheiten variieren zwischen den Benutzern, so spielen beispielsweise bei der Nutzung des Webs die Faktoren &lt;br /&gt;
*:*Betriebssystem &lt;br /&gt;
*:*Browser &lt;br /&gt;
*:*Auflösung des Anzeigegeräts&lt;br /&gt;
*:*Fenstergröße&lt;br /&gt;
*:*Benutzereinstellungen (Schriftart, Farbe)&lt;br /&gt;
*:*Verbindungsgeschwindigkeit&lt;br /&gt;
*:*Plugins&lt;br /&gt;
eine Rolle. Keine unbekannten Variablen sollten beim [[Webdesign|Design]] als Voraussetzung vorgegeben oder gar erzwungen werden. Hierzu zählt auch die Erzwingung eines Eingabegeräts (Tastatur, Maus) und die Nichtberücksichtigung körperlich eingeschränkter Nutzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gestaltungsmerkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typographie===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Textzeilen: Insbesondere bei längeren Texten führen zu lange Zeilen zu erschwerter Lesbarkeit. Lediglich ca. acht Zentimeter Textbreite sind vom menschlichen Auge gleichzeitig wahrnehmbar. Je länger die Zeile wird, desto schwieriger ist es, dem Text zu folgen und die Zeile im Text zu fixieren. Es werden Augen- und/oder Kopfbewegungen nötig, was auf Dauer zu Ermüdung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kleine, unleserliche Schrift: Gut lesbarer Text sollte selbstverständlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stark gemischte Schriftarten: Eine einheitliche Schriftart sollte beibehalten werden, andere Schriftarten können sparsam zur Hervorhebung oder Abgrenzung eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einsatz serifenloser Schrifttypen: Serifenlose Schrifttypen gelten allgemein als schlechter lesbar als Serifenschriftarten, außer bei einer Darstellung auf stark strukturiertem Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangemessener Zeilenabstand: Der Zeilenabstand darf weder zu groß noch zu gering sein, 20-30% der Schriftgröße Abstand ergeben ein gut lesbares Schriftbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasste räumliche Aufteilung: Thematisch zusammengehörige Einheiten sollten nicht getrennt werden, da räumliche Nähe auch semantische Nähe impliziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein unruhiges, uneinheitliches Schriftbild ermüdet den Betrachter und erschwert die Informationsaufnahme.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasster Hintergrund: Eine unregelmäßige, uneinheitliche Hintergrundgestaltung, z.B. durch starke Musterung oder viele Farben führt zu erschwerter Lesbarkeit des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Negativschrift: Weiße Schrift auf schwarzem Grund ist schlechter lesbar als die umgekehrte Variante, da Weiß sich optisch auszudehnen scheint, die Zwischenräume verengt und somit das Gesamtbild verwischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;quot;horror vacui&amp;quot;: Bezeichnet die Angst des Designers vor leeren Flächen, in der Folge werden Oberflächen zur Gänze ausgefüllt und die Gestaltung übertrieben. Dadurch wird Sichtbares unsichtbar, wesentliche Elemente gehen im Gesamtbild unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebene Dekoration: Überflüssige dekorative Elemente wie verschnörkelte Rahmen um Text drängen sich optisch in den Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Formal-geometrische und ästhetische Merkmale sollten bei der Gestaltung nicht im Vordergrund stehen, sondern der Inhalt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Farbe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Starke Farbkontraste: Bei wechselndem Farbeinsatz mit hoher Kontrastwirkung wird das Erscheinungsbild unangenehm und unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebener Farbeinsatz: Farben sollten nur sparsam zur Hervorhebung verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnlose Farbveränderungen: Wechselnde Farben sind nur einzusetzen, wenn dies sinnvoll den Inhalt unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Grelle Farben: Sind weitgehend zu vermeiden, besonders im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Simultankontrast: Bezeichnet die Beeinflussung einer Farbfläche durch die Umfeldfarbe, besonders bei Komplementärfarben führt dies zu verschwimmender, augenfeindlicher Optik (siehe z.B. Rot auf Grün)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher und übertriebener Farbeinsatz führt zur Ablenkung der Wahrnehmung von der Information'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bilder/Grafiken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Visuelle Konkurrenz: Bilder in Konkurrenz zum Text ziehen stets eine höhere Aufmerksamkeit auf sich, und neigen dazu, vom Text abzulenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dekoration statt Illustration: Bilder sollten zur Verdeutlichung eingesetzt werden, und nicht zu Dekorativzwecken. Graphische Darstellungen sollten hauptsächlich kommentierend und ergänzend wirken, statt zwanghaft den Text auflockernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Misslungener Bildeinsatz: Unpassende Bilder wirken irreführend oder können gar im Widerspruch zur restlichen Darstellung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher Einsatz von Bildern führt zu überflüssigen kognitiven Verarbeitungsprozessen beim Benutzer.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedienelemente/Icons===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Kontextualisierung: Bedienelemente müssen eindeutig sein und die zugehörigen Befehle genau abbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Uneindeutige Relevanz der Elemente: Funktionsauslösende Elemente sollten sich deutlich von rein dekorativen oder sonstigen Elementen unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Kontinuität: Gleiche Funktionen dürfen nicht durch verschiedene Zeichen repräsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnerweiternde Abstrahierung: [[Ikonogramme|Icons]] sollen abstrakte Begriffe piktografisch darstellen (durch Metaphern aus der realen Welt). Die Abstrahierung muss dabei auf sinnreduzierende Weise erfolgen, und nicht sinnerweiternd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Irreführende Darstellungen: Je nach Vorwissen der Nutzer werden abstrahierende Darstellungen aus dem Alltagsbereich mit unterschiedlichen Begriffen assoziiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beim Einsatz von Icons ist die Problematik abstrakter Begriffe zu beachten, damit das Ziel der Vereinfachung erreicht wird.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulz, Angelika: Interfacedesign – Die visuelle Gestaltung interaktiver Computeranwendungen. St. Ingbert: Röhrig Verlag 1998&lt;br /&gt;
*Eberleh, Edmund; Oberquelle, Horst; Oppermann, Reinhard (Hrsg.): Einführung in die Software-Ergonomie. Berlin: de Gruyter 1994 (3. völlig neu gefasste Ausgabe)&lt;br /&gt;
*Heinsen, Sven; Vogt, Petra (Hrsg.): Usability praktisch umsetzen. Handbuch für Software, Web, Mobile Devices und andere interaktive Produkte. München: Carl Hanser Verlag 2003&lt;br /&gt;
*Eibl, Maximilian; Reiterer, Harald; Stephan, Peter Friedrich; Thissen, Frank (Hrsg.): Knowledge Media Design – Theorie Methodik, Praxis. München: Oldenbourg Verlag 2005&lt;br /&gt;
*Bonsiepe, Gui: Interface Design neu begreifen. Mannheim: Bollmann Verlag 1996&lt;br /&gt;
*Ossietzky, Carl von: Multimedia-Systeme. Begleitbuch zur Vorlesung. Universität Oldenburg, Fachbereich Informatik 1998. Online verfügbar unter: [http://www-is.informatik.uni-oldenburg.de/%7Edibo/teaching/mm97/buch/node65.html] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;br /&gt;
*Luckhardt, Heinz-Dirk: Zum Informationsdesign von Texten. In: Virtuelles Handbuch Informationswissenschaft. Online verfügbar unter: [http://is.uni-sb.de/studium/handbuch/textinfodesign] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Boris Seewald|Boris Seewald]] 14:05, 16. Mär 2006 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Designfehler&amp;diff=6784</id>
		<title>Designfehler</title>
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		<updated>2006-03-16T12:56:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[category:Informationsdesign]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt Designfehler im Sinne des [[Informationsdesign|Informationsdesigns]], also der Aufbereitung von Informationen zur effektiven und effizienten Nutzung. Wichtigster Aspekt des Informationsdesigns ist die [[Usability]] (hier auch: Benutzerfreundlichkeit), die Orientierung beim Design sollte stets an der Benutzergruppe/Benutzerrezeption erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aufgeführten Designfehler betreffen [[Informationssysteme]] allgemein, also sämtliche Umgebungen, wo eine Mensch-Maschine-Interaktion erfolgt, wie z.B. Webseiten, Datenbanken, Suchmasken, graphischen Software-Oberflächen, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen/Layout==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Inkonsistenz: Elemente der Oberfläche weisen kein einheitliches Design auf, was zu Unstrukturiertheit und Verwirrung beim Nutzer führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Inhaltsbezogenheit der Struktur: Die Struktur sollte den Inhalt sinnvoll einteilen und verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Benutzererwartungen: Benutzer haben naturgemäß bestimmte Erwartungen an eine Oberfläche, die berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu starke Voraussetzung von Vorwissen: Benutzer sollten je nach Benutzergruppe nicht durch als bekannt vorausgesetztes Wissen überfordert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Komplexe/unstrukturierte Hierarchie: Hierarchieebenen sollten vom Allgemeinen zum Speziellen führen und je nach Kontext nicht zu tief gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Transparenz: Der Nutzer sollte über die Struktur nicht im Unklaren gelassen werden, er sollte stets wissen, wo er sich befindet und in alle Richtungen navigieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unlogische Zusammenhänge===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asynchronität: Optische bzw. akustische Inhalte sollten einander entsprechen/ergänzen (z.B. Text und Bild, Animation und Ton).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Einheitlichkeit: Unstimmigkeiten bei der räumlichen Anordnung von Objekten (Objekte im Hintergrund sind plötzlich im Vordergrund dargestellt und umgekehrt, gleiche Bedienelemente befinden sich im Verlauf der Nutzung an verschiedenen Stellen) sind zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Navigation===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu komplexe Menüstruktur: Mehr als vier Ebenen bei der Menüstruktur sind normalerweise zu unübersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erzwingung starrer Bearbeitungsschritte: Die Reihenfolge der Wege bei der Benutzung sind zu stark vorgegeben, Dialogsequenzen werden in zu hohem Maße vordefiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu große Freiheit bei der Nutzung: Die völlige Öffnung von Handlungsspielräumen ohne Strukturierungshilfe wirkt sich verwirrend und überfordernd aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Flexibilität: Es gibt keine oder zu geringe Möglichkeiten, Arbeitsschritte zu kontrollieren, Abläufe können nicht unterbrochen und wiederaufgenommen werden. Der Benutzer soll das Werkzeug kontrollieren, nicht umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Geringe Fehlertoleranz: Irreversible Handlungen werden erlaubt, die Rückgängigmachung von Handlungen/Arbeitsschritten ist nicht möglich, oder der Benutzer wird über Korrekturmöglichkeiten im Unklaren gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Überflüssiges Feedback: Der Benutzer muss nicht mit übermäßig auftretenden Rückmeldungen zu jedem Vorgang konfrontiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Trial &amp;amp; Error-Navigation: Benutzer werden wegen mangelnder Dokumentation/Transparenz zur Vorgehensweise durch Ausprobieren verleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Navigationshilfen: Die Navigation muss ersichtlich bzw. intuitiv sein und angemessen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Entstehen von Sackgassen: Die Navigation darf nicht zu &amp;quot;ausweglosen&amp;quot; Situationen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Ladezeiten: Der Nutzer wird zur Untätigkeit gezwungen, bei Webseiten werden Wartezeiten von maximal 15 Sekunden als akzeptabel angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Technik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtberücksichtigung unbekannter Variablen: Die technischen Gegebenheiten variieren zwischen den Benutzern, so spielen beispielsweise bei der Nutzung des Webs die Faktoren &lt;br /&gt;
*:*Betriebssystem &lt;br /&gt;
*:*Browser &lt;br /&gt;
*:*Auflösung des Anzeigegeräts&lt;br /&gt;
*:*Fenstergröße&lt;br /&gt;
*:*Benutzereinstellungen (Schriftart, Farbe)&lt;br /&gt;
*:*Verbindungsgeschwindigkeit&lt;br /&gt;
*:*Plugins&lt;br /&gt;
eine Rolle. Keine unbekannten Variablen sollten beim [[Webdesign|Design]] als Voraussetzung vorgegeben oder gar erzwungen werden. Hierzu zählt auch die Erzwingung eines Eingabegeräts (Tastatur, Maus) und die Nichtberücksichtigung körperlich eingeschränkter Nutzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gestaltungsmerkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typographie===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Textzeilen: Insbesondere bei längeren Texten führen zu lange Zeilen zu erschwerter Lesbarkeit. Lediglich ca. acht Zentimeter Textbreite sind vom menschlichen Auge gleichzeitig wahrnehmbar. Je länger die Zeile wird, desto schwieriger ist es, dem Text zu folgen und die Zeile im Text zu fixieren. Es werden Augen- und/oder Kopfbewegungen nötig, was auf Dauer zu Ermüdung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kleine, unleserliche Schrift: Gut lesbarer Text sollte selbstverständlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stark gemischte Schriftarten: Eine einheitliche Schriftart sollte beibehalten werden, andere Schriftarten können sparsam zur Hervorhebung oder Abgrenzung eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einsatz serifenloser Schrifttypen: Serifenlose Schrifttypen gelten allgemein als schlechter lesbar als Serifenschriftarten, außer bei einer Darstellung auf stark strukturiertem Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangemessener Zeilenabstand: Der Zeilenabstand darf weder zu groß noch zu gering sein, 20-30% der Schriftgröße Abstand ergeben ein gut lesbares Schriftbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasste räumliche Aufteilung: Thematisch zusammengehörige Einheiten sollten nicht getrennt werden, da räumliche Nähe auch semantische Nähe impliziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein unruhiges, uneinheitliches Schriftbild ermüdet den Betrachter und erschwert die Informationsaufnahme.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasster Hintergrund: Eine unregelmäßige, uneinheitliche Hintergrundgestaltung, z.B. durch starke Musterung oder viele Farben führt zu erschwerter Lesbarkeit des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Negativschrift: Weiße Schrift auf schwarzem Grund ist schlechter lesbar als die umgekehrte Variante, da Weiß sich optisch auszudehnen scheint, die Zwischenräume verengt und somit das Gesamtbild verwischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;quot;horror vacui&amp;quot;: Bezeichnet die Angst des Designers vor leeren Flächen, in der Folge werden Oberflächen zur Gänze ausgefüllt und die Gestaltung übertrieben. Dadurch wird Sichtbares unsichtbar, wesentliche Elemente gehen im Gesamtbild unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebene Dekoration: Überflüssige dekorative Elemente wie verschnörkelte Rahmen um Text drängen sich optisch in den Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Formal-geometrische und ästhetische Merkmale sollten bei der Gestaltung nicht im Vordergrund stehen, sondern der Inhalt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Farbe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Starke Farbkontraste: Bei wechselndem Farbeinsatz mit hoher Kontrastwirkung wird das Erscheinungsbild unangenehm und unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebener Farbeinsatz: Farben sollten nur sparsam zur Hervorhebung verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnlose Farbveränderungen: Wechselnde Farben sind nur einzusetzen, wenn dies sinnvoll den Inhalt unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Grelle Farben: Sind weitgehend zu vermeiden, besonders im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Simultankontrast: Bezeichnet die Beeinflussung einer Farbfläche durch die Umfeldfarbe, besonders bei Komplementärfarben führt dies zu verschwimmender, augenfeindlicher Optik (siehe z.B. Rot auf Grün)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher und übertriebener Farbeinsatz führt zur Ablenkung der Wahrnehmung von der Information'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bilder/Grafiken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Visuelle Konkurrenz: Bilder in Konkurrenz zum Text ziehen stets eine höhere Aufmerksamkeit auf sich, und neigen dazu, vom Text abzulenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dekoration statt Illustration: Bilder sollten zur Verdeutlichung eingesetzt werden, und nicht zu Dekorativzwecken. Graphische Darstellungen sollten hauptsächlich kommentierend und ergänzend wirken, statt zwanghaft den Text auflockernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Misslungener Bildeinsatz: Unpassende Bilder wirken irreführend oder können gar im Widerspruch zur restlichen Darstellung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher Einsatz von Bildern führt zu überflüssigen kognitiven Verarbeitungsprozessen beim Benutzer.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedienelemente/Icons===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Kontextualisierung: Bedienelemente müssen eindeutig sein und die zugehörigen Befehle genau abbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Uneindeutige Relevanz der Elemente: Funktionsauslösende Elemente sollten sich deutlich von rein dekorativen oder sonstigen Elementen unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Kontinuität: Gleiche Funktionen dürfen nicht durch verschiedene Zeichen repräsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnerweiternde Abstrahierung: [[Ikonogramme|Icons]] sollen abstrakte Begriffe piktografisch darstellen (durch Metaphern aus der realen Welt). Die Abstrahierung muss dabei auf sinnreduzierende Weise erfolgen, und nicht sinnerweiternd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Irreführende Darstellungen: Je nach Vorwissen der Nutzer werden abstrahierende Darstellungen aus dem Alltagsbereich mit unterschiedlichen Begriffen assoziiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beim Einsatz von Icons ist die Problematik abstrakter Begriffe zu beachten, damit das Ziel der Vereinfachung erreicht wird.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulz, Angelika: Interfacedesign – Die visuelle Gestaltung interaktiver Computeranwendungen. St. Ingbert: Röhrig Verlag 1998&lt;br /&gt;
*Eberleh, Edmund; Oberquelle, Horst; Oppermann, Reinhard (Hrsg.): Einführung in die Software-Ergonomie. Berlin: de Gruyter 1994 (3. völlig neu gefasste Ausgabe)&lt;br /&gt;
*Heinsen, Sven; Vogt, Petra (Hrsg.): Usability praktisch umsetzen. Handbuch für Software, Web, Mobile Devices und andere interaktive Produkte. München: Carl Hanser Verlag 2003&lt;br /&gt;
*Eibl, Maximilian; Reiterer, Harald; Stephan, Peter Friedrich; Thissen, Frank (Hrsg.): Knowledge Media Design – Theorie Methodik, Praxis. München: Oldenbourg Verlag 2005&lt;br /&gt;
*Bonsiepe, Gui: Interface Design neu begreifen. Mannheim: Bollmann Verlag 1996&lt;br /&gt;
*Ossietzky, Carl von: Multimedia-Systeme. Begleitbuch zur Vorlesung. Universität Oldenburg, Fachbereich Informatik 1998. Online verfügbar unter: [http://www-is.informatik.uni-oldenburg.de/%7Edibo/teaching/mm97/buch/node65.html] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;br /&gt;
*Luckhardt, Heinz-Dirk: Zum Informationsdesign von Texten. In: Virtuelles Handbuch Informationswissenschaft. Online verfügbar unter: [http://is.uni-sb.de/studium/handbuch/textinfodesign] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Designfehler&amp;diff=6783</id>
		<title>Designfehler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Designfehler&amp;diff=6783"/>
		<updated>2006-03-16T12:11:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[category:Informationsdesign]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definition==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt Designfehler im Sinne des [[Informationsdesign|Informationsdesigns]], also der Aufbereitung von Informationen zur effektiven und effizienten Nutzung. Wichtigster Aspekt des Informationsdesigns ist die [[Usability]] (hier auch: Benutzerfreundlichkeit), die Orientierung beim Design sollte stets an der Benutzergruppe/Benutzerrezeption erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aufgeführten Designfehler betreffen [[Informationssysteme]] allgemein, also sämtliche Umgebungen, wo eine Mensch-Maschine-Interaktion erfolgt, wie z.B. Webseiten, Datenbanken, Suchmasken, graphischen Software-Oberflächen, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen/Layout==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Inkonsistenz: Elemente der Oberfläche weisen kein einheitliches Design auf, was zu Unstrukturiertheit und Verwirrung beim Nutzer führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Inhaltsbezogenheit der Struktur: Die Struktur sollte den Inhalt sinnvoll einteilen und verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Benutzererwartungen: Benutzer haben naturgemäß bestimmte Erwartungen an eine Oberfläche, die berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu starke Voraussetzung von Vorwissen: Benutzer sollten je nach Benutzergruppe nicht durch als bekannt vorausgesetztes Wissen überfordert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Komplexe/unstrukturierte Hierarchie: Hierarchieebenen sollten vom Allgemeinen zum Speziellen führen und je nach Kontext nicht zu tief gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Transparenz: Der Nutzer sollte über die Struktur nicht im Unklaren gelassen werden, er sollte stets wissen, wo er sich befindet und in alle Richtungen navigieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unlogische Zusammenhänge===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asynchronität: Optische bzw. akustische Inhalte sollten einander entsprechen/ergänzen (z.B. Text und Bild, Animation und Ton).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Einheitlichkeit: Unstimmigkeiten bei der räumlichen Anordnung von Objekten (Objekte im Hintergrund sind plötzlich im Vordergrund dargestellt und umgekehrt, gleiche Bedienelemente befinden sich im Verlauf der Nutzung an verschiedenen Stellen) sind zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Navigation===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu komplexe Menüstruktur: Mehr als vier Ebenen bei der Menüstruktur sind normalerweise zu unübersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erzwingung starrer Bearbeitungsschritte: Die Reihenfolge der Wege bei der Benutzung sind zu stark vorgegeben, Dialogsequenzen werden in zu hohem Maße vordefiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu große Freiheit bei der Nutzung: Die völlige Öffnung von Handlungsspielräumen ohne Strukturierungshilfe wirkt sich verwirrend und überfordernd aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Flexibilität: Es gibt keine oder zu geringe Möglichkeiten, Arbeitsschritte zu kontrollieren, Abläufe können nicht unterbrochen und wiederaufgenommen werden. Der Benutzer soll das Werkzeug kontrollieren, nicht umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Geringe Fehlertoleranz: Irreversible Handlungen werden erlaubt, die Rückgängigmachung von Handlungen/Arbeitsschritten ist nicht möglich, oder der Benutzer wird über Korrekturmöglichkeiten im Unklaren gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Überflüssiges Feedback: Der Benutzer muss nicht mit übermäßig auftretenden Rückmeldungen zu jedem Vorgang konfrontiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Trial &amp;amp; Error-Navigation: Benutzer werden wegen mangelnder Dokumentation/Transparenz zur Vorgehensweise durch Ausprobieren verleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Navigationshilfen: Die Navigation muss ersichtlich bzw. intuitiv sein und angemessen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Entstehen von Sackgassen: Die Navigation darf nicht zu &amp;quot;ausweglosen&amp;quot; Situationen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Ladezeiten: Der Nutzer wird zur Untätigkeit gezwungen, bei Webseiten werden Wartezeiten von maximal 15 Sekunden als akzeptabel angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Technik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtberücksichtigung unbekannter Variablen: Die technischen Gegebenheiten variieren zwischen den Benutzern, so spielen beispielsweise bei der Nutzung des Webs die Faktoren &lt;br /&gt;
*:*Betriebssystem &lt;br /&gt;
*:*Browser &lt;br /&gt;
*:*Auflösung des Anzeigegeräts&lt;br /&gt;
*:*Fenstergröße&lt;br /&gt;
*:*Benutzereinstellungen (Schriftart, Farbe)&lt;br /&gt;
*:*Verbindungsgeschwindigkeit&lt;br /&gt;
*:*Plugins&lt;br /&gt;
eine Rolle. Keine unbekannten Variablen sollten beim [[Webdesign|Design]] als Voraussetzung vorgegeben oder gar erzwungen werden. Hierzu zählt auch die Erzwingung eines Eingabegeräts (Tastatur, Maus) und die Nichtberücksichtigung körperlich eingeschränkter Nutzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gestaltungsmerkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typographie===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Textzeilen: Insbesondere bei längeren Texten führen zu lange Zeilen zu erschwerter Lesbarkeit. Lediglich ca. acht Zentimeter Textbreite sind vom menschlichen Auge gleichzeitig wahrnehmbar. Je länger die Zeile wird, desto schwieriger ist es, dem Text zu folgen und die Zeile im Text zu fixieren. Es werden Augen- und/oder Kopfbewegungen nötig, was auf Dauer zu Ermüdung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kleine, unleserliche Schrift: Gut lesbarer Text sollte selbstverständlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stark gemischte Schriftarten: Eine einheitliche Schriftart sollte beibehalten werden, andere Schriftarten können sparsam zur Hervorhebung oder Abgrenzung eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einsatz serifenloser Schrifttypen: Serifenlose Schrifttypen gelten allgemein als schlechter lesbar als Serifenschriftarten, außer bei einer Darstellung auf stark strukturiertem Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangemessener Zeilenabstand: Der Zeilenabstand darf weder zu groß noch zu gering sein, 20-30% der Schriftgröße Abstand ergeben ein gut lesbares Schriftbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasste räumliche Aufteilung: Thematisch zusammengehörige Einheiten sollten nicht getrennt werden, da räumliche Nähe auch semantische Nähe impliziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein unruhiges, uneinheitliches Schriftbild ermüdet den Betrachter und erschwert die Informationsaufnahme.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasster Hintergrund: Eine unregelmäßige, uneinheitliche Hintergrundgestaltung, z.B. durch starke Musterung oder viele Farben führt zu erschwerter Lesbarkeit des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Negativschrift: Weiße Schrift auf schwarzem Grund ist schlechter lesbar als die umgekehrte Variante, da Weiß sich optisch auszudehnen scheint, die Zwischenräume verengt und somit das Gesamtbild verwischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;quot;horror vacui&amp;quot;: Bezeichnet die Angst des Designers vor leeren Flächen, in der Folge werden Oberflächen zur Gänze ausgefüllt und die Gestaltung übertrieben. Dadurch wird Sichtbares unsichtbar, wesentliche Elemente gehen im Gesamtbild unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebene Dekoration: Überflüssige dekorative Elemente wie verschnörkelte Rahmen um Text drängen sich optisch in den Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Formal-geometrische und ästhetische Merkmale sollten bei der Gestaltung nicht im Vordergrund stehen, sondern der Inhalt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Farbe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Starke Farbkontraste: Bei wechselndem Farbeinsatz mit hoher Kontrastwirkung wird das Erscheinungsbild unangenehm und unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebener Farbeinsatz: Farben sollten nur sparsam zur Hervorhebung verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnlose Farbveränderungen: Wechselnde Farben sind nur einzusetzen, wenn dies sinnvoll den Inhalt unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Grelle Farben: Sind weitgehend zu vermeiden, besonders im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Simultankontrast: Bezeichnet die Beeinflussung einer Farbfläche durch die Umfeldfarbe, besonders bei Komplementärfarben führt dies zu verschwimmender, augenfeindlicher Optik (siehe z.B. Rot auf Grün)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher und übertriebener Farbeinsatz führt zur Ablenkung der Wahrnehmung von der Information'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bilder/Grafiken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Visuelle Konkurrenz: Bilder in Konkurrenz zum Text ziehen stets eine höhere Aufmerksamkeit auf sich, und neigen dazu, vom Text abzulenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dekoration statt Illustration: Bilder sollten zur Verdeutlichung eingesetzt werden, und nicht zu Dekorativzwecken. Graphische Darstellungen sollten hauptsächlich kommentierend und ergänzend wirken, statt zwanghaft den Text auflockernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Misslungener Bildeinsatz: Unpassende Bilder wirken irreführend oder können gar im Widerspruch zur restlichen Darstellung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher Einsatz von Bildern führt zu überflüssigen kognitiven Verarbeitungsprozessen beim Benutzer.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedienelemente/Icons===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Kontextualisierung: Bedienelemente müssen eindeutig sein und die zugehörigen Befehle genau abbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Uneindeutige Relevanz der Elemente: Funktionsauslösende Elemente sollten sich deutlich von rein dekorativen oder sonstigen Elementen unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Kontinuität: Gleiche Funktionen dürfen nicht durch verschiedene Zeichen repräsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnerweiternde Abstrahierung: [[Ikonogramme|Icons]] sollen abstrakte Begriffe piktografisch darstellen (durch Metaphern aus der realen Welt). Die Abstrahierung muss dabei auf sinnreduzierende Weise erfolgen, und nicht sinnerweiternd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Irreführende Darstellungen: Je nach Vorwissen der Nutzer werden abstrahierende Darstellungen aus dem Alltagsbereich mit unterschiedlichen Begriffen assoziiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beim Einsatz von Icons ist die Problematik abstrakter Begriffe zu beachten, damit das Ziel der Vereinfachung erreicht wird.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulz, Angelika: Interfacedesign – Die visuelle Gestaltung interaktiver Computeranwendungen. St. Ingbert: Röhrig Verlag 1998&lt;br /&gt;
*Eberleh, Edmund; Oberquelle, Horst; Oppermann, Reinhard (Hrsg.): Einführung in die Software-Ergonomie. Berlin: de Gruyter 1994 (3. völlig neu gefasste Ausgabe)&lt;br /&gt;
*Heinsen, Sven; Vogt, Petra (Hrsg.): Usability praktisch umsetzen. Handbuch für Software, Web, Mobile Devices und andere interaktive Produkte. München: Carl Hanser Verlag 2003&lt;br /&gt;
*Eibl, Maximilian; Reiterer, Harald; Stephan, Peter Friedrich; Thissen, Frank (Hrsg.): Knowledge Media Design – Theorie Methodik, Praxis. München: Oldenbourg Verlag 2005&lt;br /&gt;
*Bonsiepe, Gui: Interface Design neu begreifen. Mannheim: Bollmann Verlag 1996&lt;br /&gt;
*Ossietzky, Carl von: Multimedia-Systeme. Begleitbuch zur Vorlesung. Universität Oldenburg, Fachbereich Informatik 1998. Online verfügbar unter: [http://www-is.informatik.uni-oldenburg.de/%7Edibo/teaching/mm97/buch/node65.html] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;br /&gt;
*Luckhardt, Heinz-Dirk: Zum Informationsdesign von Texten. In: Virtuelles Handbuch Informationswissenschaft. Online verfügbar unter: [http://is.uni-sb.de/studium/handbuch/textinfodesign] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Designfehler&amp;diff=6782</id>
		<title>Designfehler</title>
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		<updated>2006-03-16T12:10:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[category:Informationsdesign]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definition==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt Designfehler im Sinne des [[Informationsdesign|Informationsdesigns]], also der Aufbereitung von Informationen zur effektiven und effizienten Nutzung. Wichtigster Aspekt des Informationsdesigns ist die [[Usability]] (hier auch: Benutzerfreundlichkeit), die Orientierung beim Design sollte stets an der Benutzergruppe/Benutzerrezeption erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aufgeführten Designfehler betreffen [[Informationssysteme]] allgemein, also sämtliche Umgebungen, wo eine Mensch-Maschine-Interaktion erfolgt, wie z.B. Webseiten, Datenbanken, Suchmasken, graphischen Software-Oberflächen, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen/Layout==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Inkonsistenz: Elemente der Oberfläche weisen kein einheitliches Design auf, was zu Unstrukturiertheit und Verwirrung beim Nutzer führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Inhaltsbezogenheit der Struktur: Die Struktur sollte den Inhalt sinnvoll einteilen und verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Benutzererwartungen: Benutzer haben naturgemäß bestimmte Erwartungen an eine Oberfläche, die berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu starke Voraussetzung von Vorwissen: Benutzer sollten je nach Benutzergruppe nicht durch als bekannt vorausgesetztes Wissen überfordert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Komplexe/unstrukturierte Hierarchie: Hierarchieebenen sollten vom Allgemeinen zum Speziellen führen und je nach Kontext nicht zu tief gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Transparenz: Der Nutzer sollte über die Struktur nicht im Unklaren gelassen werden, er sollte stets wissen, wo er sich befindet und in alle Richtungen navigieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unlogische Zusammenhänge===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asynchronität: Optische bzw. akustische Inhalte sollten einander entsprechen/ergänzen (z.B. Text und Bild, Animation und Ton).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Einheitlichkeit: Unstimmigkeiten bei der räumlichen Anordnung von Objekten (Objekte im Hintergrund sind plötzlich im Vordergrund dargestellt und umgekehrt, gleiche Bedienelemente befinden sich im Verlauf der Nutzung an verschiedenen Stellen) sind zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Navigation===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu komplexe Menüstruktur: Mehr als vier Ebenen bei der Menüstruktur sind normalerweise zu unübersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erzwingung starrer Bearbeitungsschritte: Die Reihenfolge der Wege bei der Benutzung sind zu stark vorgegeben, Dialogsequenzen werden in zu hohem Maße vordefiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu große Freiheit bei der Nutzung: Die völlige Öffnung von Handlungsspielräumen ohne Strukturierungshilfe wirkt sich verwirrend und überfordernd aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Flexibilität: Es gibt keine oder zu geringe Möglichkeiten, Arbeitsschritte zu kontrollieren, Abläufe können nicht unterbrochen und wiederaufgenommen werden. Der Benutzer soll das Werkzeug kontrollieren, nicht umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Geringe Fehlertoleranz: Irreversible Handlungen werden erlaubt, die Rückgängigmachung von Handlungen/Arbeitsschritten ist nicht möglich, oder der Benutzer wird über Korrekturmöglichkeiten im Unklaren gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Überflüssiges Feedback: Der Benutzer muss nicht mit übermäßig auftretenden Rückmeldungen zu jedem Vorgang konfrontiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Trial &amp;amp; Error-Navigation: Benutzer werden wegen mangelnder Dokumentation/Transparenz zur Vorgehensweise durch Ausprobieren verleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Navigationshilfen: Die Navigation muss ersichtlich bzw. intuitiv sein und angemessen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Entstehen von Sackgassen: Die Navigation darf nicht zu &amp;quot;ausweglosen&amp;quot; Situationen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Ladezeiten: Der Nutzer wird zur Untätigkeit gezwungen, bei Webseiten werden Wartezeiten von maximal 15 Sekunden als akzeptabel angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Technik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtberücksichtigung unbekannter Variablen: Die technischen Gegebenheiten variieren zwischen den Benutzern, so spielen beispielsweise bei der Nutzung des Webs die Faktoren &lt;br /&gt;
*:*Betriebssystem &lt;br /&gt;
*:*Browser &lt;br /&gt;
*:*Auflösung des Anzeigegeräts&lt;br /&gt;
*:*Fenstergröße&lt;br /&gt;
*:*Benutzereinstellungen (Schriftart, Farbe)&lt;br /&gt;
*:*Verbindungsgeschwindigkeit&lt;br /&gt;
*:*Plugins&lt;br /&gt;
eine Rolle. Keine unbekannten Variablen sollten beim [[Webdesign|Design]] als Voraussetzung vorgegeben oder gar erzwungen werden. Hierzu zählt auch die Erzwingung eines Eingabegeräts (Tastatur, Maus) und die Nichtberücksichtigung körperlich eingeschränkter Nutzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gestaltungsmerkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typographie===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Textzeilen: Insbesondere bei längeren Texten führen zu lange Zeilen zu erschwerter Lesbarkeit. Lediglich ca. acht Zentimeter Textbreite sind vom menschlichen Auge gleichzeitig wahrnehmbar. Je länger die Zeile wird, desto schwieriger ist es, dem Text zu folgen und die Zeile im Text zu fixieren. Es werden Augen- und/oder Kopfbewegungen nötig, was auf Dauer zu Ermüdung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kleine, unleserliche Schrift: Gut lesbarer Text sollte selbstverständlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stark gemischte Schriftarten: Eine einheitliche Schriftart sollte beibehalten werden, andere Schriftarten können sparsam zur Hervorhebung oder Abgrenzung eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einsatz serifenloser Schrifttypen: Serifenlose Schrifttypen gelten allgemein als schlechter lesbar als Serifenschriftarten, außer bei einer Darstellung auf stark strukturiertem Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangemessener Zeilenabstand: Der Zeilenabstand darf weder zu groß noch zu gering sein, 20-30% der Schriftgröße Abstand ergeben ein gut lesbares Schriftbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasste räumliche Aufteilung: Thematisch zusammengehörige Einheiten sollten nicht getrennt werden, da räumliche Nähe auch semantische Nähe impliziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein unruhiges, uneinheitliches Schriftbild ermüdet den Betrachter und erschwert die Informationsaufnahme.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasster Hintergrund: Eine unregelmäßige, uneinheitliche Hintergrundgestaltung, z.B. durch starke Musterung oder viele Farben führt zu erschwerter Lesbarkeit des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Negativschrift: Weiße Schrift auf schwarzem Grund ist schlechter lesbar als die umgekehrte Variante, da Weiß sich optisch auszudehnen scheint, die Zwischenräume verengt und somit das Gesamtbild verwischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;quot;horror vacui&amp;quot;: Bezeichnet die Angst des Designers vor leeren Flächen, in der Folge werden Oberflächen zur Gänze ausgefüllt und die Gestaltung übertrieben. Dadurch wird Sichtbares unsichtbar, wesentliche Elemente gehen im Gesamtbild unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebene Dekoration: Überflüssige dekorative Elemente wie verschnörkelte Rahmen um Text drängen sich optisch in den Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Formal-geometrische und ästhetische Merkmale sollten bei der Gestaltung nicht im Vordergrund stehen, sondern der Inhalt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Farbe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Starke Farbkontraste: Bei wechselndem Farbeinsatz mit hoher Kontrastwirkung wird das Erscheinungsbild unangenehm und unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebener Farbeinsatz: Farben sollten nur sparsam zur Hervorhebung verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnlose Farbveränderungen: Wechselnde Farben sind nur einzusetzen, wenn dies sinnvoll den Inhalt unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Grelle Farben: Sind weitgehend zu vermeiden, besonders im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Simultankontrast: Bezeichnet die Beeinflussung einer Farbfläche durch die Umfeldfarbe, besonders bei Komplementärfarben führt dies zu verschwimmender, augenfeindlicher Optik (siehe z.B. Rot auf Grün)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher und übertriebener Farbeinsatz führt zur Ablenkung der Wahrnehmung von der Information'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bilder/Grafiken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Visuelle Konkurrenz: Bilder in Konkurrenz zum Text ziehen stets eine höhere Aufmerksamkeit auf sich, und neigen dazu, vom Text abzulenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dekoration statt Illustration: Bilder sollten zur Verdeutlichung eingesetzt werden, und nicht zu Dekorativzwecken. Graphische Darstellungen sollten hauptsächlich kommentierend und ergänzend wirken, statt zwanghaft den Text auflockernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Misslungener Bildeinsatz: Unpassende Bilder wirken irreführend oder können gar im Widerspruch zur restlichen Darstellung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher Einsatz von Bildern führt zu überflüssigen kognitiven Verarbeitungsprozessen beim Benutzer.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedienelemente/Icons===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Kontextualisierung: Bedienelemente müssen eindeutig sein und die zugehörigen Befehle genau abbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Uneindeutige Relevanz der Elemente: Funktionsauslösende Elemente sollten sich deutlich von rein dekorativen oder sonstigen Elementen unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Kontinuität: Gleiche Funktionen dürfen nicht durch verschiedene Zeichen repräsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnerweiternde Abstrahierung: [[Ikonogramme|Icons]] sollen abstrakte Begriffe piktografisch darstellen (durch Metaphern aus der realen Welt). Die Abstrahierung muss dabei auf sinnreduzierende Weise erfolgen, und nicht sinnerweiternd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Irreführende Darstellungen: Je nach Vorwissen der Nutzer werden abstrahierende Darstellungen aus dem Alltagsbereich mit unterschiedlichen Begriffen assoziiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beim Einsatz von Icons ist die Problematik abstrakter Begriffe zu beachten, damit das Ziel der Vereinfachung erreicht wird.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulz, Angelika: Interfacedesign – Die visuelle Gestaltung interaktiver Computeranwendungen. St. Ingbert: Röhrig Verlag 1998&lt;br /&gt;
*Eberleh, Edmund; Oberquelle, Horst; Oppermann, Reinhard (Hrsg.): Einführung in die Software-Ergonomie. Berlin: de Gruyter 1994 (3. völlig neu gefasste Ausgabe)&lt;br /&gt;
*Heinsen, Sven; Vogt, Petra (Hrsg.): Usability praktisch umsetzen. Handbuch für Software, Web, Mobile Devices und andere interaktive Produkte. München: Carl Hanser Verlag 2003&lt;br /&gt;
*Eibl, Maximilian; Reiterer, Harald; Stephan, Peter Friedrich; Thissen, Frank (Hrsg.): Knowledge Media Design – Theorie Methodik, Praxis. München: Oldenbourg Verlag 2005&lt;br /&gt;
*Bonsiepe, Gui: Interface Design neu begreifen. Mannheim: Bollmann Verlag 1996&lt;br /&gt;
*Ossietzky, Carl von: Multimedia-Systeme. Begleitbuch zur Vorlesung. Universität Oldenburg, Fachbereich Informatik 1998. Online verfügbar unter: [http://www-is.informatik.uni-oldenburg.de/%7Edibo/teaching/mm97/buch/node65.html] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;br /&gt;
*Luckhardt, Heinz-Dirk: Zum Informationsdesign von Texten. In: Virtuelles Handbuch Informationswissenschaft. Online verfügbar unter: [http://is.uni-sb.de/studium/handbuch/textinfodesign] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Designfehler&amp;diff=6781</id>
		<title>Designfehler</title>
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		<updated>2006-03-16T11:57:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[category:Informationsdesign]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definition==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt Designfehler im Sinne des [[Informationsdesign|Informationsdesigns]], also der Aufbereitung von Informationen zur effektiven und effizienten Nutzung. Wichtigster Aspekt des Informationsdesigns ist die [[Usability]] (hier auch: Benutzerfreundlichkeit), die Orientierung beim Design sollte stets an der Benutzergruppe/Benutzerezeption erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aufgeführten Designfehler betreffen [[Informationssysteme]] allgemein, also sämtliche Umgebungen, wo eine Mensch-Maschine-Interaktion erfolgt, wie z.B. Webseiten, Datenbanken, Suchmasken, graphischen Software-Oberflächen, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen/Layout==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Inkonsistenz: Elemente der Oberfläche weisen kein einheitliches Design auf, was zu Unstrukturiertheit und Verwirrung beim Nutzer führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Inhaltsbezogenheit der Struktur: Die Struktur sollte den Inhalt sinnvoll einteilen und verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Benutzererwartungen: Benutzer haben naturgemäß bestimmte Erwartungen an eine Oberfläche, die berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu starke Voraussetzung von Vorwissen: Benutzer sollten je nach Benutzergruppe nicht durch als bekannt vorausgesetztes Wissen überfordert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Komplexe/unstrukturierte Hierarchie: Hierarchieebenen sollten vom Allgemeinen zum Speziellen führen und je nach Kontext nicht zu tief gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Transparenz: Der Nutzer sollte über die Struktur nicht im Unklaren gelassen werden, er sollte stets wissen, wo er sich befindet und in alle Richtungen navigieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unlogische Zusammenhänge===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asynchronität: Optische bzw. akustische Inhalte sollten einander entsprechen/ergänzen (Z.B. Text und Bild, Animation und Ton).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Einheitlichkeit: Unstimmigkeiten bei räumlichen Anordnung von Objekten (Objekte im Hintergrund sind plötzlich im Vordergrund dargestellt und umgekehrt; gleiche Bedienelemente befinden sich im Verlauf der Nutzung an verschiedenen Stellen) sind zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Navigation===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu komplexe Menüstruktur: Mehr als vier Ebenen bei der Menüstruktur sind normalerweise zu unübersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erzwingung starrer Bearbeitunsschritte: Die Reihenfolge der Wege bei der Benutzung sind zu stark vorgegeben, Dialogsequenzen werden in zu hohem Maße vordefiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu große Freiheit bei der Nutzung: Die völlige Öffnung von Handlungsspielräumen ohne Strukturierungshilfe wirkt sich verwirrend und überfordernd aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Flexibilität: Es gibt keine oder zu geringe Möglichkeiten, Arbeitsschritte zu kontrollieren, Abläufe können nicht unterbrochen und wiederaufgenommen werden. Der Benutzer soll das Werkzeug kontrollieren, nicht umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Geringe Fehlertoleranz: Irreversible Handlungen werden erlaubt, die Rückgängigmachung von Handlungen/Arbeitsschritten ist nicht möglich, oder der Benutzer wird über Korrekturmöglichkeiten im Unklaren gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Überflüssiges Feedback: Der Benutzer muss nicht mit übermäßig auftretenden Rückmeldungen zu jedem Vorgang konfrontiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Trial &amp;amp; Error-Navigation: Benutzer werden wegen mangelnder Dokumentation/Transparenz zur Vorgehensweise durch Ausprobieren verleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Navigationshilfen: Die Navigation muss ersichtlich bzw. intuitiv sein und angemessen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Entstehen von Sackgassen: Die Navigation darf nicht zu XXXXXXXX Situationen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Ladezeiten: Der Nutzer wird zur Untätigkeit gezwungen, bei Webseiten werden Wartezeiten von maximal 15 Sekunden als akzeptabel angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Technik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtberücksichtigung unbekannter Variablen: Die technischen Gegebenheiten variieren zwischen den Benutzern, so spielen beispielsweise bei der Nutzung des Webs die Faktoren &lt;br /&gt;
*:*Betriebssystem &lt;br /&gt;
*:*Browser &lt;br /&gt;
*:*Auflösung des Anzeigegeräts&lt;br /&gt;
*:*Fenstergröße&lt;br /&gt;
*:*Benutzereinstellungen (Schriftart, Farbe)&lt;br /&gt;
*:*Verbindungsgeschwindigkeit&lt;br /&gt;
*:*Plugins&lt;br /&gt;
eine Rolle. Keine unbekannten Variablen sollten beim [[Webdesign|Design]] als Voraussetzung vorgegeben oder gar erzwungen werden. Hierzu zählt auch die Erzwingung eines Eingabegeräts (Tastatur, Maus) und die Nichtberücksichtigung kognitiv eingeschränker Nutzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gestaltungsmerkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typographie===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Textzeilen: Insbesondere bei längerem Texten führen zu lange Zeilen zu erschwerter Lesbarkeit. Lediglich ca. acht Zentimter Textbreite sind vom menschlichen Auge gleichzeitig wahrnehmbar. Je länger die Zeile wird, desto schwieriger ist es, dem Text zu folgen und die Zeile im Text zu fixieren. Es werden Augen- und/oder Kopfbewegungen nötig, was auf Dauer zu Ermüdung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kleine, unleserliche Schrift: Gut lesbarer Text sollte selbstverständlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stark gemischte Schriftarten: Eine einheitliche Schriftart sollte beibehalten werden, andere Schriftarten können sparsam zur Hervorhebung oder Abgrenzung eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einsatz serifenloser Schrifttypen: Serifenlose Schrifttypen gelten allgemein als schlechter lesbar als Serifenschriftarten, außer bei einer Darstellung auf stark strukturiertem Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangemessener Zeilenabstand: Der Zeilenabstand darf weder zu groß noch zu gering sein, 20-30% der Schriftgröße Abstand ergeben ein gut lesbares Schriftbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasste räumliche Aufteilung: Thematisch zusammengehörige Einheiten sollten nicht getrennt werden, da räumliche Nähe auch semantische Nähe impliziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein unruhiges, uneinheitliches Schriftbild ermüdet den Betrachter und erschwert die Informationsaufnahme.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasster Hintergrund: Eine unregelmäßige, uneinheitliche Hintergrundgestaltung, z.B. durch starke Musterung oder viele Farben führt zu erschwerter Lesbarkeit des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Negativschrift: Weiße Schrift auf schwarzem Grund ist schlechter lesbar als die umgekehrte Variante, da Weiß sich optisch auszudehnen scheint, die Zwischenräume verengt und somit das Gesamtbild verwischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;quot;horror vacui&amp;quot;: Bezeichnet die Angst des Designers vor leeren Flächen, in der Folge werden Oberflächen zur Gänze ausgefüllt und die Gestaltung übertrieben. Dadurch wird Sichtbares unsichtbar, wesentliche Elemente gehen im Gesamtbild unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebene Dekoration: Überflüssige dekorative Elemente wie verschnörkelte Rahmen um Text drängen sich optisch in den Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Formal-geometrische und ästhetische Merkmale sollten bei der Gestaltung nicht im Vordergrund stehen, sondern der Inhalt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Farbe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Starke Farbkontraste: Bei wechselndem Farbeinsatz mit hoher Kontrastwirkung wird das Erscheinungsbild unangenehm und unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebener Farbeinsatz: Farben sollten nur sparsam zur Hervorhebung verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnlose Farbveränderungen: Wechselnde Farben sind nur einzusetzen, wenn dies sinnvoll den Inhalt unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Grelle Farben: Sind weitgehend zu vermeiden, besonders im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Simultankontrast: Bezeichnet die Beeinflussung einer Farbfläche durch die Umfeldfarbe, besonders bei Komplementärfarben führt dies zu verschwimmender, augenfeindlicher Optik (siehe z.B. Rot auf Grün)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher und übertriebener Farbeinsatz führt zur Ablenkung der Wahrnehmung von der Information'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bilder/Grafiken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Visuelle Konkurrenz: Bilder in Konkurrenz zum Text ziehen stets eine höhere Aufmerksamkeit auf sich, und neigen dazu, vom Text abzulenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dekoration statt Illustration: Bilder sollten zur Verdeutlichung eingesetzt werden, und nicht zu Dekorativzwecken. Graphische Darstellungen sollten hauptsächlich kommentierend und ergänzend wirken, statt zwanghaft den Text auflockernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Misslungener Bildeinsatz: Unpassende Bilder wirken irreführend oder können gar im Widerspruch zur restlichen Darstellung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher Einsatz von Bildern führt zu überflüssigen kognitiven Verarbeitungsprozessen beim Benutzer.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedienelemente/Icons===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Kontextualisierung: Bedienelemente müssen eindeutig sein und die zugehörigen Befehle genau abbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Uneindeutige Relevanz der Elemente: Funktionsauslösende Elemente sollten sich deutlich von rein dekorativen oder sonstigen Elementen unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Kontinuität: Gleiche Funktionen dürfen nicht durch verschiedene Zeichen repräsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnerweiternde Abstrahierung: [[Ikonogramme|Icons]] sollen abstrakte Begriffe piktografisch darstellen (durch Metaphern aus der realen Welt). Die Abstrahierung muss dabei auf sinnreduzierende Weise erfolgen, und nicht sinnerweiternd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Irreführende Darstellungen: Je nach Vorwissen der Nutzer werden abstrahierende Darstellungen aus dem Alltagsbereich mit unterschiedlichen Begriffen assoziiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beim Einsatz von Icons ist die Problematik abstrakter Begriffe zu beachten, damit das Ziel der Vereinfachung erreicht wird.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulz, Angelika: Interfacedesign – Die visuelle Gestaltung interaktiver Computeranwendungen. St. Ingbert: Röhrig Verlag 1998&lt;br /&gt;
*Eberleh, Edmund; Oberquelle, Horst; Oppermann, Reinhard (Hrsg.): Einführung in die Software-Ergonomie. Berlin: de Gruyter 1994 (3. völlig neu gefasste Ausgabe)&lt;br /&gt;
*Heinsen, Sven; Vogt, Petra (Hrsg.): Usability praktisch umsetzen. Handbuch für Software, Web, Mobile Devices und andere interaktive Produkte. München: Carl Hanser Verlag 2003&lt;br /&gt;
*Eibl, Maximilian; Reiterer, Harald; Stephan, Peter Friedrich; Thissen, Frank (Hrsg.): Knowledge Media Design – Theorie Methodik, Praxis. München: Oldenbourg Verlag 2005&lt;br /&gt;
*Bonsiepe, Gui: Interface Design neu begreifen. Mannheim: Bollmann Verlag 1996&lt;br /&gt;
*Ossietzky, Carl von: Multimedia-Systeme. Begleitbuch zur Vorlesung. Universität Oldenburg, Fachbereich Informatik 1998. Online verfügbar unter: [http://www-is.informatik.uni-oldenburg.de/%7Edibo/teaching/mm97/buch/node65.html] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;br /&gt;
*Luckhardt, Heinz-Dirk: Zum Informationsdesign von Texten. In: Virtuelles Handbuch Informationswissenschaft. Online verfügbar unter: [http://is.uni-sb.de/studium/handbuch/textinfodesign] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://wiki.informationswissenschaft.org/index.php?title=Designfehler&amp;diff=6780</id>
		<title>Designfehler</title>
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		<updated>2006-03-16T11:53:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[category:Informationsdesign]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definition==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt Designfehler im Sinne des [[Informationsdesign|Informationsdesigns]], also der Aufbereitung von Informationen zur effektiven und effizienten Nutzung. Wichtigster Aspekt des Informationsdesigns ist die [[Usability]] (hier auch: Benutzerfreundlichkeit), die Orientierung beim Design sollte stets an der Benutzergruppe/Benutzerezeption erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aufgeführten Designfehler betreffen [[Informationssysteme]] allgemein, also sämtliche Umgebungen, wo eine Mensch-Maschine-Interaktion erfolgt, wie z.B. Webseiten, Datenbanken, Suchmasken, graphischen Software-Oberflächen, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen/Layout==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Inkonsistenz: Elemente der Oberfläche weisen kein einheitliches Design auf, was zu Unstrukturiertheit und Verwirrung beim Nutzer führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Inhaltsbezogenheit der Struktur: Die Struktur sollte den Inhalt sinnvoll einteilen und verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Benutzererwartungen: Benutzer haben naturgemäß bestimmte Erwartungen an eine Oberfläche, die berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu starke Voraussetzung von Vorwissen: Benutzer sollten je nach Benutzergruppe nicht durch als bekannt vorausgesetztes Wissen überfordert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Komplexe/unstrukturierte Hierarchie: Hierarchieebenen sollten vom Allgemeinen zum Speziellen führen und je nach Kontext nicht zu tief gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Transparenz: Der Nutzer sollte über die Struktur nicht im Unklaren gelassen werden, er sollte stets wissen, wo er sich befindet und in alle Richtungen navigieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unlogische Zusammenhänge===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asynchronität: Optische bzw. akustische Inhalte sollten einander entsprechen/ergänzen (Z.B. Text und Bild, Animation und Ton).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Einheitlichkeit: Unstimmigkeiten bei räumlichen Anordnung von Objekten (Objekte im Hintergrund sind plötzlich im Vordergrund dargestellt und umgekehrt; gleiche Bedienelemente befinden sich im Verlauf der Nutzung an verschiedenen Stellen) sind zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Navigation===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu komplexe Menüstruktur: Mehr als vier Ebenen bei der Menüstruktur sind normalerweise zu unübersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erzwingung starrer Bearbeitunsschritte: Die Reihenfolge der Wege bei der Benutzung sind zu stark vorgegeben, Dialogsequenzen werden in zu hohem Maße vordefiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu große Freiheit bei der Nutzung: Die völlige Öffnung von Handlungsspielräumen ohne Strukturierungshilfe wirkt sich verwirrend und überfordernd aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Flexibilität: Es gibt keine oder zu geringe Möglichkeiten, Arbeitsschritte zu kontrollieren, Abläufe können nicht unterbrochen und wiederaufgenommen werden. Der Benutzer soll das Werkzeug kontrollieren, nicht umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Geringe Fehlertoleranz: Irreversible Handlungen werden erlaubt, die Rückgängigmachung von Handlungen/Arbeitsschritten ist nicht möglich, oder der Benutzer wird über Korrekturmöglichkeiten im Unklaren gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Überflüssiges Feedback: Der Benutzer muss nicht mit übermäßig auftretenden Rückmeldungen zu jedem Vorgang konfrontiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Trial &amp;amp; Error-Navigation: Benutzer werden wegen mangelnder Dokumentation/Transparenz zur Vorgehensweise durch Ausprobieren verleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Navigationshilfen: Die Navigation muss ersichtlich bzw. intuitiv sein und angemessen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Entstehen von Sackgassen: Die Navigation darf nicht zu XXXXXXXX Situationen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Ladezeiten: Der Nutzer wird zur Untätigkeit gezwungen, bei Webseiten werden Wartezeiten von maximal 15 Sekunden als akzeptabel angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Technik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtberücksichtigung unbekannter Variablen: Die technischen Gegebenheiten variieren zwischen den Benutzern, so spielen beispielsweise bei der Nutzung des Webs die Faktoren &lt;br /&gt;
*:*Betriebssystem &lt;br /&gt;
*:*Browser &lt;br /&gt;
*:*Auflösung des Anzeigegeräts&lt;br /&gt;
*:*Fenstergröße&lt;br /&gt;
*:*Benutzereinstellungen (Schriftart, Farbe)&lt;br /&gt;
*:*Verbindungsgeschwindigkeit&lt;br /&gt;
*:*Plugins&lt;br /&gt;
eine Rolle. Keine unbekannten Variablen sollten beim [[Webdesign|Design]] als Voraussetzung vorgegeben oder gar erzwungen werden. Hierzu zählt auch die Erzwingung eines Eingabegeräts (Tastatur, Maus) und die Nichtberücksichtigung kognitiv eingeschränker Nutzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gestaltungsmerkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typographie===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Textzeilen: Insbesondere bei längerem Texten führen zu lange Zeilen zu erschwerter Lesbarkeit. Lediglich ca. acht Zentimter Textbreite sind vom menschlichen Auge gleichzeitig wahrnehmbar. Je länger die Zeile wird, desto schwieriger ist es, dem Text zu folgen und die Zeile im Text zu fixieren. Es werden Augen- und/oder Kopfbewegungen nötig, was auf Dauer zu Ermüdung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kleine, unleserliche Schrift: Gut lesbarer Text sollte selbstverständlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stark gemischte Schriftarten: Eine einheitliche Schriftart sollte beibehalten werden, andere Schriftarten können sparsam zur Hervorhebung oder Abgrenzung eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einsatz serifenloser Schrifttypen: Serifenlose Schrifttypen gelten allgemein als schlechter lesbar als Serifenschriftarten, außer bei einer Darstellung auf stark strukturiertem Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangemessener Zeilenabstand: Der Zeilenabstand darf weder zu groß noch zu gering sein, 20-30% der Schriftgröße Abstand ergeben ein gut lesbares Schriftbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasste räumliche Aufteilung: Thematisch zusammengehörige Einheiten sollten nicht getrennt werden, da räumliche Nähe auch semantische Nähe impliziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein unruhiges, uneinheitliches Schriftbild ermüdet den Betrachter und erschwert die Informationsaufnahme.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasster Hintergrund: Eine unregelmäßige, uneinheitliche Hintergrundgestaltung, z.B. durch starke Musterung oder viele Farben führt zu erschwerter Lesbarkeit des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Negativschrift: Weiße Schrift auf schwarzem Grund ist schlechter lesbar als die umgekehrte Variante, da Weiß sich optisch auszudehnen scheint, die Zwischenräume verengt und somit das Gesamtbild verwischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;quot;horror vacui&amp;quot;: Bezeichnet die Angst des Designers vor leeren Flächen, in der Folge werden Oberflächen zur Gänze ausgefüllt und die Gestaltung übertrieben. Dadurch wird Sichtbares unsichtbar, wesentliche Elemente gehen im Gesamtbild unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebene Dekoration: Überflüssige dekorative Elemente wie verschnörkelte Rahmen um Text drängen sich optisch in den Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Formal-geometrische und ästhetische Merkmale sollten bei der Gestaltung nicht im Vordergrund stehen, sondern der Inhalt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Farbe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Starke Farbkontraste: Bei wechselndem Farbeinsatz mit hoher Kontrastwirkung wird das Erscheinungsbild unangenehm und unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebener Farbeinsatz: Farben sollten nur sparsam zur Hervorhebung verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnlose Farbveränderungen: Wechselnde Farben sind nur einzusetzen, wenn dies sinnvoll den Inhalt unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Grelle Farben: Sind weitgehend zu vermeiden, besonders im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Simultankontrast: Bezeichnet die Beeinflussung einer Farbfläche durch die Umfeldfarbe, besonders bei Komplementärfarben führt dies zu verschwimmender, augenfeindlicher Optik (siehe z.B. Rot auf Grün)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher und übertriebener Farbeinsatz führt zur Ablenkung der Wahrnehmung von der Information'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bilder/Grafiken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Visuelle Konkurrenz: Bilder in Konkurrenz zum Text ziehen stets eine höhere Aufmerksamkeit auf sich, und neigen dazu, vom Text abzulenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dekoration statt Illustration: Bilder sollten zur Verdeutlichung eingesetzt werden, und nicht zu Dekorativzwecken. Graphische Darstellungen sollten hauptsächlich kommentierend und ergänzend wirken, statt zwanghaft den Text auflockernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Misslungener Bildeinsatz: Unpassende Bilder wirken irreführend oder können gar im Widerspruch zur restlichen Darstellung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher Einsatz von Bildern führt zu überflüssigen kognitiven Verarbeitungsprozessen beim Benutzer.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedienelemente/Icons===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Kontextualisierung: Bedienelemente müssen eindeutig sein und die zugehörigen Befehle genau abbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Uneindeutige Relevanz der Elemente: Funktionsauslösende Elemente sollten sich deutlich von rein dekorativen oder sonstigen Elementen unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Kontinuität: Gleiche Funktionen dürfen nicht durch verschiedene Zeichen repräsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnerweiternde Abstrahierung: [[Ikonogramme|Icons]] sollen abstrakte Begriffe piktografisch darstellen (durch Metaphern aus der realen Welt). Die Abstrahierung muss dabei auf sinnreduzierende Weise erfolgen, und nicht sinnerweiternd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irreführende Darstellungen: Je nach Vorwissen der Nutzer werden abstrahierende Darstellungen aus dem Alltagsbereich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulz, Angelika: Interfacedesign – Die visuelle Gestaltung interaktiver Computeranwendungen. St. Ingbert: Röhrig Verlag 1998&lt;br /&gt;
*Eberleh, Edmund; Oberquelle, Horst; Oppermann, Reinhard (Hrsg.): Einführung in die Software-Ergonomie. Berlin: de Gruyter 1994 (3. völlig neu gefasste Ausgabe)&lt;br /&gt;
*Heinsen, Sven; Vogt, Petra (Hrsg.): Usability praktisch umsetzen. Handbuch für Software, Web, Mobile Devices und andere interaktive Produkte. München: Carl Hanser Verlag 2003&lt;br /&gt;
*Eibl, Maximilian; Reiterer, Harald; Stephan, Peter Friedrich; Thissen, Frank (Hrsg.): Knowledge Media Design – Theorie Methodik, Praxis. München: Oldenbourg Verlag 2005&lt;br /&gt;
*Bonsiepe, Gui: Interface Design neu begreifen. Mannheim: Bollmann Verlag 1996&lt;br /&gt;
*Ossietzky, Carl von: Multimedia-Systeme. Begleitbuch zur Vorlesung. Universität Oldenburg, Fachbereich Informatik 1998. Online verfügbar unter: [http://www-is.informatik.uni-oldenburg.de/%7Edibo/teaching/mm97/buch/node65.html] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;br /&gt;
*Luckhardt, Heinz-Dirk: Zum Informationsdesign von Texten. In: Virtuelles Handbuch Informationswissenschaft. Online verfügbar unter: [http://is.uni-sb.de/studium/handbuch/textinfodesign] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
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		<updated>2006-03-16T11:39:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Boris Seewald: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[category:Informationsdesign]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ARTIKEL IN BEARBEITUNG, BITTE NICHT ÄNDERN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definition==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt Designfehler im Sinne des [[Informationsdesign|Informationsdesigns]], also der Aufbereitung von Informationen zur effektiven und effizienten Nutzung. Wichtigster Aspekt des Informationsdesigns ist die [[Usability]] (hier auch: Benutzerfreundlichkeit), die Orientierung beim Design sollte stets an der Benutzergruppe/Benutzerezeption erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aufgeführten Designfehler betreffen [[Informationssysteme]] allgemein, also sämtliche Umgebungen, wo eine Mensch-Maschine-Interaktion erfolgt, wie z.B. Webseiten, Datenbanken, Suchmasken, graphischen Software-Oberflächen, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen/Layout==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Inkonsistenz: Elemente der Oberfläche weisen kein einheitliches Design auf, was zu Unstrukturiertheit und Verwirrung beim Nutzer führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Inhaltsbezogenheit der Struktur: Die Struktur sollte den Inhalt sinnvoll einteilen und verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Benutzererwartungen: Benutzer haben naturgemäß bestimmte Erwartungen an eine Oberfläche, die berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu starke Voraussetzung von Vorwissen: Benutzer sollten je nach Benutzergruppe nicht durch als bekannt vorausgesetztes Wissen überfordert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Komplexe/unstrukturierte Hierarchie: Hierarchieebenen sollten vom Allgemeinen zum Speziellen führen und je nach Kontext nicht zu tief gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Transparenz: Der Nutzer sollte über die Struktur nicht im Unklaren gelassen werden, er sollte stets wissen, wo er sich befindet und in alle Richtungen navigieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unlogische Zusammenhänge===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asynchronität: Optische bzw. akustische Inhalte sollten einander entsprechen/ergänzen (Z.B. Text und Bild, Animation und Ton).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Einheitlichkeit: Unstimmigkeiten bei räumlichen Anordnung von Objekten (Objekte im Hintergrund sind plötzlich im Vordergrund dargestellt und umgekehrt; gleiche Bedienelemente befinden sich im Verlauf der Nutzung an verschiedenen Stellen) sind zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Navigation===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu komplexe Menüstruktur: Mehr als vier Ebenen bei der Menüstruktur sind normalerweise zu unübersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erzwingung starrer Bearbeitunsschritte: Die Reihenfolge der Wege bei der Benutzung sind zu stark vorgegeben, Dialogsequenzen werden in zu hohem Maße vordefiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu große Freiheit bei der Nutzung: Die völlige Öffnung von Handlungsspielräumen ohne Strukturierungshilfe wirkt sich verwirrend und überfordernd aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Flexibilität: Es gibt keine oder zu geringe Möglichkeiten, Arbeitsschritte zu kontrollieren, Abläufe können nicht unterbrochen und wiederaufgenommen werden. Der Benutzer soll das Werkzeug kontrollieren, nicht umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Geringe Fehlertoleranz: Irreversible Handlungen werden erlaubt, die Rückgängigmachung von Handlungen/Arbeitsschritten ist nicht möglich, oder der Benutzer wird über Korrekturmöglichkeiten im Unklaren gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Überflüssiges Feedback: Der Benutzer muss nicht mit übermäßig auftretenden Rückmeldungen zu jedem Vorgang konfrontiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Trial &amp;amp; Error-Navigation: Benutzer werden wegen mangelnder Dokumentation/Transparenz zur Vorgehensweise durch Ausprobieren verleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fehlende Navigationshilfen: Die Navigation muss ersichtlich bzw. intuitiv sein und angemessen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Entstehen von Sackgassen: Die Navigation darf nicht zu XXXXXXXX Situationen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Ladezeiten: Der Nutzer wird zur Untätigkeit gezwungen, bei Webseiten werden Wartezeiten von maximal 15 Sekunden als akzeptabel angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Technik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtberücksichtigung unbekannter Variablen: Die technischen Gegebenheiten variieren zwischen den Benutzern, so spielen beispielsweise bei der Nutzung des Webs die Faktoren &lt;br /&gt;
*:*Betriebssystem &lt;br /&gt;
*:*Browser &lt;br /&gt;
*:*Auflösung des Anzeigegeräts&lt;br /&gt;
*:*Fenstergröße&lt;br /&gt;
*:*Benutzereinstellungen (Schriftart, Farbe)&lt;br /&gt;
*:*Verbindungsgeschwindigkeit&lt;br /&gt;
*:*Plugins&lt;br /&gt;
eine Rolle. Keine unbekannten Variablen sollten beim [[Webdesign|Design]] als Voraussetzung vorgegeben oder gar erzwungen werden. Hierzu zählt auch die Erzwingung eines Eingabegeräts (Tastatur, Maus) und die Nichtberücksichtigung kognitiv eingeschränker Nutzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gestaltungsmerkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typographie===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lange Textzeilen: Insbesondere bei längerem Texten führen zu lange Zeilen zu erschwerter Lesbarkeit. Lediglich ca. acht Zentimter Textbreite sind vom menschlichen Auge gleichzeitig wahrnehmbar. Je länger die Zeile wird, desto schwieriger ist es, dem Text zu folgen und die Zeile im Text zu fixieren. Es werden Augen- und/oder Kopfbewegungen nötig, was auf Dauer zu Ermüdung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kleine, unleserliche Schrift: Gut lesbarer Text sollte selbstverständlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stark gemischte Schriftarten: Eine einheitliche Schriftart sollte beibehalten werden, andere Schriftarten können sparsam zur Hervorhebung oder Abgrenzung eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einsatz serifenloser Schrifttypen: Serifenlose Schrifttypen gelten allgemein als schlechter lesbar als Serifenschriftarten, außer bei einer Darstellung auf stark strukturiertem Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangemessener Zeilenabstand: Der Zeilenabstand darf weder zu groß noch zu gering sein, 20-30% der Schriftgröße Abstand ergeben ein gut lesbares Schriftbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasste räumliche Aufteilung: Thematisch zusammengehörige Einheiten sollten nicht getrennt werden, da räumliche Nähe auch semantische Nähe impliziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein unruhiges, uneinheitliches Schriftbild ermüdet den Betrachter und erschwert die Informationsaufnahme.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unangepasster Hintergrund: Eine unregelmäßige, uneinheitliche Hintergrundgestaltung, z.B. durch starke Musterung oder viele Farben führt zu erschwerter Lesbarkeit des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Negativschrift: Weiße Schrift auf schwarzem Grund ist schlechter lesbar als die umgekehrte Variante, da Weiß sich optisch auszudehnen scheint und das Schritbild an den Übergängen verschwimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;quot;horror vacui&amp;quot;: Bezeichnet die Angst des Designers vor leeren Flächen, in der Folge werden Oberflächen zur Gänze ausgefüllt und die Gestaltung übertrieben. Dadurch wird Sichtbares unsichtbar, wesentliche Elemente gehen im Gesamtbild unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebene Dekoration: Überflüssige dekorative Elemente wie verschnörkelte Rahmen um Text drängen sich optisch in den Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Formal-geometrische und ästhetische Merkmale sollten bei der Gestaltung nicht im Vordergrund stehen, sondern der Inhalt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Farbe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Starke Farbkontraste: Bei wechselndem Farbeinsatz mit hoher Kontrastwirkung wird das Erscheinungsbild unangenehm und unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übertriebener Farbeinsatz: Farben sollten nur sparsam zur Hervorhebung verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sinnlose Farbveränderungen: Wechselnde Farben sind nur einzusetzen, wenn dies sinnvoll den Inhalt unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Grelle Farben: Sind weitgehend zu vermeiden, besonders im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Simultankontrast: Bezeichnet die Beeinflussung einer Farbfläche durch die Umfeldfarbe, besonders bei Komplementärfarben führt dies zu verschwimmender, augenfeindlicher Optik (siehe z.B. Rot auf Grün)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher und übertriebener Farbeinsatz führt zur Ablenkung der Wahrnehmung von der Information'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bilder/Grafiken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Visuelle Konkurrenz: Bilder in Konkurrenz zum Text ziehen stets eine höhere Aufmerksamkeit auf sich, und neigen dazu, vom Text abzulenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dekoration statt Illustration: Bilder sollten zur Verdeutlichung eingesetzt werden, und nicht zu Dekorativzwecken. Graphische Darstellungen sollten hauptsächlich kommentierend und ergänzend wirken, statt zwanghaft den Text auflockernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Misslungener Bildeinsatz: Unpassende Bilder wirken irreführend oder können gar im Widerspruch zur restlichen Darstellung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Falscher Einsatz von Bildern führt zu überflüssigen kognitiven Verarbeitungsprozessen beim Benutzer.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedienelemente/[[Ikonogramme|Icons]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulz, Angelika: Interfacedesign – Die visuelle Gestaltung interaktiver Computeranwendungen. St. Ingbert: Röhrig Verlag 1998&lt;br /&gt;
*Eberleh, Edmund; Oberquelle, Horst; Oppermann, Reinhard (Hrsg.): Einführung in die Software-Ergonomie. Berlin: de Gruyter 1994 (3. völlig neu gefasste Ausgabe)&lt;br /&gt;
*Heinsen, Sven; Vogt, Petra (Hrsg.): Usability praktisch umsetzen. Handbuch für Software, Web, Mobile Devices und andere interaktive Produkte. München: Carl Hanser Verlag 2003&lt;br /&gt;
*Eibl, Maximilian; Reiterer, Harald; Stephan, Peter Friedrich; Thissen, Frank (Hrsg.): Knowledge Media Design – Theorie Methodik, Praxis. München: Oldenbourg Verlag 2005&lt;br /&gt;
*Bonsiepe, Gui: Interface Design neu begreifen. Mannheim: Bollmann Verlag 1996&lt;br /&gt;
*Ossietzky, Carl von: Multimedia-Systeme. Begleitbuch zur Vorlesung. Universität Oldenburg, Fachbereich Informatik 1998. Online verfügbar unter: [http://www-is.informatik.uni-oldenburg.de/%7Edibo/teaching/mm97/buch/node65.html] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;br /&gt;
*Luckhardt, Heinz-Dirk: Zum Informationsdesign von Texten. In: Virtuelles Handbuch Informationswissenschaft. Online verfügbar unter: [http://is.uni-sb.de/studium/handbuch/textinfodesign] (Letzter Zugriff: 11.03.2006)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boris Seewald</name></author>
		
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